37. Spieltag
Halle Saale Bulls vs. TecArt Black Dragons Erfurt

09.01 vs Halle

Strafen
Halle: 0“
Erfurt: 6“

Schüsse
Halle: 37
Erfurt: 16

Tore
Halle: T. Wilenius (2x), s. Christmann, E. Biezais
Erfurt: M. Markkula, L. Postel, E. Herrschaft

Zuschauer 
2075

Halle in die Overtime gezwungen

Bei der Freitagsbegegnung am Wochenende hieß es Halle gegen Erfurt. Bislang gelang unseren Drachen Zuhause kein klarer Sieg, während sie auswärts die Bullen in die Overtime rangen. Nebenbei bemerkt haben beide Teams die meisten Overtimes in der OLN - Erfurt 9 und Halle 8. Aber dies nur mal so am Rande. Das es hier um wichtige Punkte ging, war von Anfang an zu spüren. Erfurt momentan auf Platz 8, jedoch mit einem hartnäckigen Verfolger - den Herne Miners, die am kommenden Sonntag auf dem Spielplan stehen werden. Jedoch zurück zur Partie.

Erfurt, nach einer anfänglichen Aufwärmphase, kam immer besser ins Spiel. Fanden einige Scheiben zu Beginn nicht gleich ihren Abnehmer, konnten die Gastgeber dennoch daraus kein Kapital schlagen. Auch hier war die Genauigkeit nicht von Anfang an zu sehen, was letztendlich schöne Aktionen vor den Gehäusen der Goalies zeigen sollte, jedoch nichts zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Was aber auch den beiden Torhütern „angekreidet“ werden muss, denn diese machten es den Gegner definitiv schwer - und das auf beiden Seiten.

Nach einer Überzahl unserer Gastgeber, die nicht genutzt werden konnte, brauchte es noch ganze 44 Sekunden, bis das erste Tor fallen sollte. Erfurt vollzählig stürmt gen Daniel Allavena - Goalie der Saalestädter - und holt ein Offensivbully heraus. Scheibe wird gesichert, geht über Umwege zu Haarala, Haarala zu Postel und Postel sieht den vereinsamten Miro Markkula im Slot. Puckannahme, Abzug, Tor - 0:1. So lautete der Spielstand nach acht gespielten Minuten. Im Anschluss folgten Minuten, bei denen beide Mannschaften ihre Chancen bekamen, jedoch nicht zu nutzen wussten. Ein stetiges auf und ab sollte, bis eine Sekunde vor Drittelende, das Spiel bezeichnen. Eben diese eine Sekunde nutzten den Bulls. Während unsere Drachen defensiv in ihrem Drittel agierten, nutzte die Gastgeber die Räume. Die Scheibe lief und landete - ähnlich wie beim Tor unsere Drachen - im Slot auf der Kelle von Tomi Welnius, der den Raum nutzte und zum 1:1 mit der Drittelsirene ausglich.

Im Mittelabschnitt war quasi alles auf Anfang gestellt. Spielstand 1:1 und auch die Akzente beider Teams sollten nicht zwingend nach Tor riechen. Eher suchte man die Fehler beim Gegner und bügelte eigene aus. Unterzahlsituationen überstanden unsere Drachen allesamt ohne Gegentor. Selbst nach einer Strafe in der 23. Minute, konnten unsere Gastgeber keinen Profit daraus ziehen. Dafür nutzten unsere Erfurter die Situation gleich nach Ablauf der Strafe. Kurze Unsicherheit bei den Hallensern, als sie die Scheibe nicht aus dem eigen Drittel rausbekamen. Haarala schnappt sich diese, Pass zu Markkula auf der linken Seite, Allavena macht die kurze Ecke zu und auf der rechten Seite steht Louis Postel goldrichtig und schiebt die Hartgummischeibe ins fast leere Gehäuse - 1:2. Nach der erneuten Führung durch unsere Drachen folgten wieder knappe zehn torlose Minuten und im Anschluss 76 Sekunden, die erstmals die Hausherren in Führung brachten. Zuerst war es wiederholt Wilenius, der zum 2:2 ausgleichen konnte, ehe Sebastian Christmann die erste Führung des Abends für seine Farben erzielte. 

Das letzte Drittel sollte im Zeichen der Drachen sein. Es schien so, als wollte man den knappen Rückstand nicht so stehen lassen. Entsprechend agil traten unsere Jungs auf und belohnten sich in der 43. Minute, als ein langer Pass zu Seto nur knapp daneben ging, dieser aber der Scheibe nachlief und hinter der Torlinie den Pass in den Slot spielte. Perfekt für Enzo Herrschaft, der den Puck emotionslos ins Tor hämmerte und das 3:3 markierte. Motiviert vom Ausgleich machten unsere Dragons weiterhin Druck, konnten jedoch nicht erneut in Führung gehen. Hingegen muss man auch erwähnen, kamen auch die Gastgeber schrittweise zurück und hatten noch ein paar gute Chancen, was aber die Erfurter vereiteln konnten. Kurzum - es blieb beim 3:3 nach 60 gespielten Minuten und damit die nächste Overtime für die Drachen.

Die Nachspielzeit währte keine 35 Sekunden, als Elvijs Biezais die Partie mit dem Sudden Death für die Saale Bulls beendete. Damit blieb der extra Punkt an der Saale und Erfurt konnte aus dieser Partie einen Punkt nach Thüringen entführen.

Andreas Karl

 

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Highlights

Pressekonferenz

letzte Änderung: 13.01.2026