
Strafen
Hamm: 10“
Erfurt: 17“
Schüsse
Hamm: 34
Erfurt: 32
Tore
Hamm: J. Dannöhl, L. Reuß (2x), T. Zuravlev (2x), D. Laschet, C. Konze
Erfurt: S. Haarala, F. Denner (2x)
Zuschauer
921
Erfurt von Hamm ab Drittel 2 kalt gestellt
Am Sonntag trafen die Drachen auf die Eisbären. Generell sollte man behaupten, der Größere wäre siegreich. Dass man dieser Annahme von Beginn an Lügen gestraft wurde, mussten unsere Drachen in den ersten Minuten am eigenen Leib spüren.
Konnten unsere Jungs am Anfang noch eine gewisse Dominanz präsentieren, langten die Eisbären blitzschnell zu. Binnen kürzester Zeit - in der 5., 6. und 8. Spielminute - schlugen diese zu. Erst war es Dannöhl, dann Reuß und zu guter Letzt Zuravlev, die für die schnelle 3:0 Führung der Hausherren sorgten. Erfurt indes kurz schockiert, aber nicht aus dem Tritt. Denn nur wenig Minuten später, genauer gesagt 45 Sekunden, war es unser Topscorer - Santeri Haarala - der mit einem Bottleshot das 3:1 erzielte. Und weil es so schön war, legte Fritz Denner ganze 40 Sekunden später nach. 3:2. Fünf Tore in den ersten 20 Minuten, Klasse von einem 3:0 wieder zurückgekämpft - das könnte spannend werden. Einen Dämpfer gab es dann noch in der 18 Minute. Hatten unsere Domstädter gut in die Partie gefunden, sollte ein Check vom Torschützen Denner ein wenig für Aufregung sorgen. Nach Videobeweis gab es dann fünf Minuten ohne Zusatz, jedoch reichlich Zeit für die Gastgeber. Am Ende sollten noch 3:47 Powerplay für Hamm im zweiten Drittel übrig bleiben.
Das zweite Drittel blieb im festen Griff der Gastgeber. Hamm, mit mehr als drei Minuten in Überzahl, konnte die Scheibe nicht gewinnbringend hinter Spiewok platzieren. Unbeschadet hingegen blieb das Penalty Killing der Drachen. Trotz der fünf Minuten mit einem Spieler mehr, machten es die Drachen den Eisbären unmöglich ihre Führung auszubauen. Im Gegenteil, kaum war deren Strafe abgelaufen - Denner verließ augenblicklich die Bank - erfolgte der gezielte Gegenstoß. Denner raus, Pass auf die Kelle, Hagen aussteigen lassen und hinter ihm halb hoch eingenetzt. 3:3. Ausgleich und die Partie wieder auf Anfang gestellt. Zu diesem Zeitpunkt Erfurt noch in Unterzahl, gelang den Thüringern erstmalig ein Shorthander in dieser Saison.
Mit diesem Hoch sollten noch mehr Tore fallen, jedoch konnten unser Jungs nicht nachlegen. Waren die Chancen da, war auch ein Kyle Hagen - Keeper der Eisbären - zur Stelle. Anders war es bei unseren Gastgebern. Hier brauchte es nicht lang, bis die Führung wieder ausgebaut werden konnte. Erst war es Lars Reuß, ehe Thomas Zuralev wiederholt Spiewok bezwang und Hamm eine erneute zwei Punkteführung zum 5:3 bescherte.
Im letzten Spielabschnitt ging Hamm rigoros vor. Blieben die ersten Minuten recht verhalten - keines der beiden Teams konnte sich klare Chancen erarbeiten - sollte es im Schlussabschnitt heiß her gehen. Während Erfurt eine weitere Strafe kassierte, schlug Lascheit für Hamm zu und erhöhte zum 6:3. Erfurt kämpfte, jedoch nicht mit allen Mitteln. Leichtes Spiel für die Hammer Eisbären, denn nur knappe anderthalb Minuten später netzte Carl Kunze ein weiteres Mal für die Eisbären ein - 7:3. Und dies 12 Minuten vor Schluss. Damit war der Stecker für Erfurt gezogen. Kleine Momente zeigten zwar, dass man hier nicht aufgeben wollte, jedoch lief den Thüringern die Zeit davon.
Am Ende siegten die Gastgeber verdient mit 7:3. Glück für Erfurt - auch Herne konnte nicht punkten und damit den Abstand zu den Domstädtern verkürzen.
Andreas Karl
letzte Änderung: 20.01.2026