Überzahlspiel sorgte für Entscheidung

Spielbericht Überzahlspiel sorgte für Entscheidung

Ohne Punkte mussten die TecArt Black Dragons am späten Freitagabend die weite Heimreise aus Herne in Angriff nehmen. Dabei brachte vor allem der Mittelabschnitt und hier die häufigen Unterzahlspiele der Gäste die Vorentscheidung im Spiel. Gleich dreimal kamen die Gastgeber in numerischer Überzahl zu Treffern und entschieden das Spiel so für sich. Durch diesen, am Ende sicher verdienten aber zu hoch ausgefallenen, Erfolg sorgten die gastgebenden Gysenberger gleichzeitig zumindest für eine Vorentscheidung im Kampf um Platz 1 der Qualifikationrunde, der ja zur Teilnahme an den Play Offs berechtigt. Mit nunmehr 18 Punkten Vorsprung auf die TecArt Black Dragons bedarf es schon eines kleinen Wunders, wenn da noch etwas passieren soll. 

Im ersten Drittel sahen die knapp 1000 Zuschauer zunächst eine Partie auf Augenhöhe, bei dem vor allem die Goalies immer wieder im Mittelpunkt standen. Mit zum Teil überragenden Paraden hielten Wendler und vor allem Reukauf ihre Mannschaften im Spiel. Mit fortlaufender Spieldauer übernahmen dann die Gastgeber immer mehr das Kommando auf dem Eis, erspielten sich dabei mehrere gute Einschussmöglichkeiten, aber Reukauf blieb der Sieger. Mitten hinein in diese erste gute Phase der Gastgeber platzte die Führung der Gäste. In Überzahl spielend setzten Sochan und Vazan Maaßen perfekt in Szene und dieser vollstreckte eiskalt zum 0:1 für die Gäste. Angestachelt von diesem Rückstand wollten die Gastgeber schnell antworten, es dauerte jedoch bis zur 20. Minute ehe der Ausgleich fallen sollte. Luft war es letztlich, der Reukauf bezwingen konnte. Nur Sekunden später hätte Weise, nach tollem Zuspiel von Wiesnet, für die erneute Führung der Gäste sorgen können, Klingsporn bremste ihn allerdings mit einem Foulspiel aus. Statt des fälligen Penaltys gab es jedoch nur eine 2 min Strafe. So blieb es bis zur ersten Pause beim 1:1.

Wie schon im Hauptrundenspiel am Gysenberg kamen die Gastgeber im Mittelabschnitt immer besser zum Zug, auch bedingt durch die nun immer häufigeren Unterzahlspiele der Gäste. Dabei haderten die Erfurter nicht nur einmal mit der Regelauslegung des Schirigespannes. Nach 24. Minuten erzielte  McLeod die erstmalige Führung für das Heimteam. Von Snetsinger freigespielt nagelte er die Hartgummischeibe humorlos unter die Latte. Quasi im Gegenzug hatte die „Juniorreihe“ der Erfurter um Creutzburg, Wiesnet und Weise die Ausgleichschance, aber Wendler hielt mit toller Parade sein Tor sauber. Auf der Gegenseite stand Reukauf seinem Gegenüber in nichts nach. Über Umwege kam die Scheibe zu Hauptig, der eigentlich nur noch ins Tor einschieben musste, aber Reukauf hatte da noch etwas dagegen und kratzte den Schuss mit dem Schläger noch von der Linie. Etwa 60 Sekunden später fiel dann doch der Treffer zum 3:1, in Überzahl war es erneut McLeod der zur Vorentscheidung traf. Zumal Spitzner und erneut McLeod mit weiteren Überzahltreffern die Führung der Gastgeber noch vor der Pause auf 5:1 ausbauten. 

Im letzten Drittel passierte dann nicht mehr allzu viel. Die Erfurter versuchten zwar, immer wieder angetrieben von der 3. Reihe, noch einmal ins Spiel zu kommen. Die Gastgeber ließen dies aber nicht zu. Man tat zwar seitens der Gysenberger nicht mehr als unbedingt notwendig, geriet jedoch nicht in Gefahr, dass die Partie noch einmal spannend wurde. Für den Schlusspunkt sorgte Kuhnekath mit seinem Treffer zum 6:1 in der 57. Minute. 

Tore:

0:1 Maaßen (Vazan, Sochan) 15:02
1:1 Luft (Ackers, Snetsinger) 19:37
2:1 McLeod (Snetsinger, Klingsporn) 23:52
3:1 McLeod (Snetsinger, Kreuzmann / +1) 29:18
4:1 Spitzner (Snetsinger, Richter / +1) 36:28
5:1 McLeod (Snetsinger, Kreuzmann / +1) 38:22
6:1 Kuhnekath (Albrecht, Marsall) 56:44

Strafen: Herne 14 – Erfurt 22 (+10 Gosdeck)

Zuschauer: 1118

geschrieben am 06.01.2018
Stichworte: Spielbericht