Sieg noch aus der Hand gegeben

Spielbericht Sieg noch aus der Hand gegeben

Es gibt so Spiele, da fragt man sich hinterher „Wie ist sowas möglich“. Eines dieser Spiele erlebten die TecArt Black Dragons am Sonntag in Berlin. Auch wenn die Voraussetzungen vor dem Spiel alles andere als gut waren, Coach Belitz musste kurzfristig Schümann und Ulitschka ersetzen, hatten die Erfurter die Partie über 40 Minuten weitestgehend im Griff. Mit 5:1 sprach auch der Spielstand eindeutig zu Gunsten der Gäste, was dann passierte lässt sich schwer in Worte fassen, innerhalb weniger Minuten glichen die Berliner die Partie aus und holten sich am Ende, aufgrund der Comebackqualitäten auch alles andere als unverdient, sogar noch den Sieg.

Zunächst deutete so gar nichts auf eine solch denkwürdige Partie hin, die Erfurter gingen quasi mit ihrer ersten Torchance in Führung. Michel Maaßen hatte Preussen-Goalie Schmidt im Rebound bezwungen. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels kamen die Gastgeber zwar besser ins Spiel, aber blieben mit ihren Torchancen zumeist in der Erfurter Defensive hängen. Nicht zuletzt deswegen fiel der Ausgleich in der 12. Minute dann auch einigermaßen überraschend. Nach diesem Treffer übernahmen die Gastgeber dann mehr und mehr die Kontrolle im Spiel und waren das Ein oder Andere Mal nah am Führungstreffer. Mitten hinein in diese Drangphase platze ein perfekter Erfurter Konter den Paul Klein mit dem Treffer zum 1:2 abschloss. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie für Topscorer Vazan bereits beendet, dieser hatte sich eine Zerrung zugezogen und konnte nicht mehr mitwirken. Auch für Benni Zech war die Partie vorzeitig beendet, nach einem üblen Bandencheck von van Lijden musste Zech mit Verdacht auf Gehirnerschütterung die Segel streichen. Van Lijden kam mit einer 2+10 Strafe noch glimpflich davon. In diesem Überzahlspiel erzielte Gosdeck den 3. Erfurter Treffer und es ging mit einer 3:1-Führung in die erste Pause.

Auch im Mittelabschnitt trafen die Gäste früh und bauten das Ergebnis auf 4:1 aus, erneut war Michel Maaßen der Torschütze. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts waren die Erfurter einem weiteren Treffer näher als die Berliner dem Anschlusstreffer. Aber Philipp Lücke, etwa zur Hälfte des Spieles für Schmidt eingewechselt hielt sein Tor sauber. 

Im letzten Drittel dauerte es genau 16 Sekunden ehe die Gäste aus Erfurt erneut trafen. Carsten Gosdeck erzielte das 5:1 und damit eine vermeintliche Vorentscheidung. Was dann allerdings passierte, lässt sich kaum in Worte fassen. Während die Gäste aus Erfurt kaum noch einen geregelten Angriff auf das Berliner Eis brachten, spielten sich die Preussen in einen wahren Rausch. Innerhalb von nicht ganz 10 Minuten glichen die Berliner die Partie durch Treffer von Rabbani, Stocker und Ogorzelec zum 5:5 aus. Es sollte aber noch schlimmer für die Erfurter kommen, in einem Überzahlspiel traf erneut Rabbani sogar zur Führung für die Gastgeber. In den letzten Minuten versuchten die Erfurter noch einmal alles um die Partie noch einmal zu ihren Gunsten zu drehen und mussten noch das 5:7 ins verwaiste Erfurter Tor kassieren. 

Tore:

0:1 Maaßen (Gosdeck, Kämmerer) 02:19
1:1 Stettmer (van Lijden) 11:05
1:2 Klein (Sochan, weise)15:39
1:3 Gosdeck (Klein, Weise / +1) 17:50
1:4 Maaßen (Hofmann) 23:26
1:5 Gosdeck (Kämmerer, Maaßen) 40:16
2:5 Rabbani (Janke, Ludwig)43:58
3:5 Stocker (Rabbani, Lijdsmann) 47:32
4:5 Stocker (Krüger, Matthäs) 50:44
5:5 Ogorzelec (Matthäs) 52:53
6:5 Rabbani (Matthäs. Lijdsmann) 54:41
7:5 van Lijden (Braun) 59:56

Strafen: Berlin 8 (+10 van Lijden) – Erfurt 4

Zuschauer: 135

geschrieben am 27.02.2018
Stichworte: Spielbericht