TecArt Black Dragons unterliegen in der Overtime

Spielbericht TecArt Black Dragons unterliegen in der Overtime
Nicht wenige der knapp 500 anwesenden Zuschauer schüttelten noch lange nach Spielschluss den Kopf und konnten nicht glauben, was sie gerade in der Erfurter „Kartoffelhalle“ erlebt hatten. Die TecArt Black Dragons verloren eine Partie, die man nicht verlieren muss und an sich auch nicht verlieren darf. Über weite Strecken der knapp 65 Minuten waren die Erfurter den Gästen aus der Bundeshauptstadt überlegen, versäumten es aber die Partie frühzeitig zu entscheiden. Nicht zuletzt der Erfurter Ex-Goalie Erik Reukauf war der Hauptgarant für den Erfolg der Berliner Gäste.

Die Erfurter starteten mit viel Elan und breiter Brust, nach dem Heimsieg gegen die Scorpions, in die Partie. Bereits in den ersten Minuten der Partie hätte man diese quasi entscheiden können. Aber man vergab selbst beste Gelegenheiten. Immer wieder bekam die Berliner Defensive noch einen Schläger oder ein Bein in den Abschluss und so blieb es zunächst beim 0:0. Nach gut 6 Minuten stellten die Berliner den bisherigen Spielverlauf komplett auf den Kopf und gingen mit ihrer ersten ernstzunehmenden Aktion in Führung. Piwowarczyk und Rumpel hatten für Krüger aufgelegt und dieser vollendete den Konter zum 0:1 aus Erfurter Sicht. Die Erfurter beantworteten diesen Rückstand mit wütenden Angriffen, agierten aber vor dem Tor oft überhastet und so hatte die Berliner Abwehr zumeist die passende Antwort parat. Noch im ersten Drittel ereilte die Gastgeber aber der nächste Nackenschlag, wieder konterten die Berliner eiskalt und nutzten diesen Konter zum 0:2. Diesmal legten Piwowarczyk und Krüger für Rumpel auf und dieser traf zur Pausenführung, die aber dem Spielverlauf so gar nicht entsprach.

Auch im Mittelabschnitt sahen die knapp 500 Zuschauer eine ähnliche Partie, die TecArt Black Dragons berannten das Berliner Tor fast, vermochten es aber nicht den Abwehrriegel zu knacken. Erst ein Überzahlspiel brachte den ersten Torerfolg für die Gastgeber. Schüpping und Schümann legten für Vazan auf der es endlich schaffte Reukauf im Berliner Tor zu überwinden. Wer nun aber dachte der Knoten wäre endlich geplatzt sah sich leider getäuscht. Denn in der Folgezeit fehlte es wieder an der nötigen Konsequenz vor dem Gästetor. Auf der anderen Seite waren die Erfurter mit Fortuna im Bunde, als die Berliner wieder einmal konterten und sowohl Piwowarczyk und auch Rumpel an der Latte des Erfurter Tores scheiterten. Hier hätten die Gäste durchaus für eine Vorentscheidung sorgen können. Es blieb aber bis zur zweiten Pause bei der knappen Gästeführung.

Auch das letzte Drittel bestimmten die Gastgeber, waren dabei aber darauf bedacht, nicht in einen Konter zu laufen. Ein weiterer Berliner Treffer hätte hier wohl mehr als nur eine Vorentscheidung bedeutet. Schon frühzeitig im letzten Drittel hatte Benjamin Arnold die Ausgleichschance auf dem Schläger, scheiterte aber am Pfosten des Berliner Tores. So dauerte es bis in die 51. Minute ehe es endlich und hochverdient soweit war und Felix Schümann zum Ausgleich traf. Aufgelegt wurde dieser Treffer von Kämmerer und Sochan. Es sollte aber bis zum Ende der regulären Spielzeit der letzte Treffer bleiben, auch weil es die Erfurter nicht schafften die Scheibe am bereits geschlagenen Reukauf vorbei zu schieben. So erging es zum Beispiel Schüpping in der 56 Minute. Auf der Gegenseite musste nun auch Lehr immer öfter eingreifen und rettete sein Team mehrfach vor der erneuten Gästeführung. So blieb es also beim 2:2-Remis und die Overtime musste für einen Sieger sorgen. Kurz vor Ende der Overtime hatten dann die Berliner das bessere Ende für sich und sicherten sich den Zusatzpunkt, alle Proteste der Erfurter verhallten ungehört und so konnten die Berliner zwei durchaus glückliche Punkte mit nach Berlin nehmen.

Nun gilt es diese Niederlage schnell aus den Gliedern zu schütteln, denn schon morgen geht es in Halle weiter. Dann heißt es „Derby-Zeit“. An lautstarker Unterstützung wird es nicht mangeln, die Erfurter Fans begleiten ihr Team, trotz der Niederlage, zahlreich nach Halle.

Tore:
0:1 Krüger (Piwowarczyk, Rumpel) 05:35
0:2 Rumpel (Piwowarczyk, Krüger) 17:05
1:2 Vazan (Schüpping, Schümann / +1) 24:11
2:2 Schümann (Kämmerer, Sochan) 50:08
2:3 Piwowarczyk (Krüger, Wild) 64:20

Strafen:
Erfurt 4 – Berlin 10

Zuschauer:
472
geschrieben am 06.10.2018
Stichworte: Spielbericht