TecArt Black Dragons erzwingen Spiel 3

Spielbericht TecArt Black Dragons erzwingen Spiel 3
Zwei Tage nach der 2:6-Niederlage in Spiel 1 konnten sich die TecArt Black Dragons rehabilitieren und gewannen das 2. Spiel der Best-of-3-Serie mit 5:4. Somit steht in der Serie für jede Mannschaft ein Erfolg zu Buche und die Entscheidung muss am kommenden Dienstag in Rostock fallen.

Die Partie nahm zunächst nur langsam Fahrt auf und nichts deutete zunächst darauf hin, dass das Spiel in den letzten 20 Minuten durchaus Herztropfenpflichtig werden sollte. Beide Mannschaften waren zunächst darauf bedacht, Fehler zu vermeiden und so blieben gute Chancen zunächst Mangelware. Es dauerte bis zur 6. Minute ehe sich Maurice Keil die erste gute Chance bot, die jedoch ungenutzt blieb. In der gleichen Minute konnten auch die Gäste die erste gute Chance erarbeiten, aber Koopmann konnte ebenfalls nichts Zählbares herausholen. Brenzlig wurde es im Erfurter Drittel kurz vor der ersten Pause. Fiedler hatte eine Strafe kassiert hatte, weshalb die Erfurter die letzten beiden Minuten im Drittel in Unterzahl agieren mussten. Zum Teil mit vereinten Kräften konnten die Erfurter um Goalie Philip Lehr einen Gegentreffer verhindern und es ging mit einem torlosen Remis zum ersten Mal in die Kabinen.

Im Mittelabschnitt erhöhten beide Teams etwas die Risikobereitschaft, was zwangsläufig zu ersten guten Chancen auf beiden Seiten führte. So hatten zunächst Keil und im Rebound Arnold die Chance die Drachen in Führung zu schießen. Diese konnten jedoch ebenso wenig genutzt werden, wie die auf Rostocker Seiten fast schon 1000%ige von Kurka. Philip Lehr hatte einen Schuss von Piehler nur abklatschen können und Kurka schlug freistehend über den Puck. Beide Teams hatten im Verlauf des Drittels weitere gute aber immer noch ungenutzte Schussmöglichkeiten. So musste in der 34. Minute ein wenig der Zufall helfen. Die Erfurter konnten in Überzahl spielend den ersten Treffer des Abends markieren. Enrico Manske und Marcel Weise hatten Tom Fiedler in Position gespielt, dessen Schuss wurde für den Rostocker Goalie Dalgic vom eigenen Mann noch unhaltbar abgefälscht. Der Puck senkte sich als Bogenlampe hinter Dalgic ins Rostocker Netz. Nachdem zunächst die Gäste und Sekunden danach die Erfurter jeweils eine Strafzeit kassierten, wurde wenig später noch eine Strafe gegen beide Teams ausgesprochen. Das daraus folgende 3 gegen 3 bot sehr viel Platz auf dem Eis, welchen die Gastgeber zu nutzen wussten. Sebastian Hofmann hatte den Puck zu Michal Vazan gespielt, der um das Gästetor herumfuhr und den freistehenden Reto Schüpping bediente. Der ließ sich nicht lange bitten und vollstreckte zum 2:0. Noch vor der zweiten Pause konnten die Erfurter gar auf 3:0 davon ziehen. Wieder in Überzahl spielend, vernaschten ausgerechnet die beiden Abwehrspieler Sochan und Brink die Rostocker Hintermannschaft mit dem Tor durch Brink. Mit diesem scheinbar beruhigenden 3:0 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen. Doch es sollte anders kommen.

Das letzte Drittel benötigte zunächst etwas Anlaufzeit, sollte sich aber im weiteren Verlauf noch zu einem echten Thriller steigern. Zunächst kassierten wieder die Gäste eine Strafzeit, und die Erfurter waren durchaus nah dran, ihre Überzahl auszunutzen. Es sollte jedoch anders kommen. Nachdem Fiedler an Dalgic gescheitert war, schnappte sich Koopmann im eigenen Drittel die Scheibe, tankte sich bis ins Erfurter Drittel durch und vollendete diesen Unterzahlbreak mit dem Treffer zum 1:3. Kein Grund zur Besorgnis, dachte sich sicher so mancher Fan in der Erfurter Eishalle. Aber der Gegentreffer schien die Erfurter bis ins Mark getroffen zu haben und nur 3 Minuten später konnte Teljukin gar auf 2:3 verkürzen. Dieser Treffer schien die Rostocker noch zusätzlich zu beflügeln. Fortan berannten die Piranhas das Erfurter Tor und ließ sich dabei gnadenlos auskontern. Keil brachte die Scheibe ins Rostocker Drittel, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Dalgic. Den Abpraller versenkte Reto Schüpping zum 4:2 im Tor. Wer nun aber dachte mit diesem Treffer wäre das Rostocker aufbäumen gestoppt worden, der hatte die Rechnung ohne die Rostocker gemacht. Innerhalb von knapp 5 Minuten konnten die Gäste aus der Ostseestadt die Partie zum 4:4 durch Treffer von Gulda und Rabbani (Überzahltreffer) ausgleichen. Die Erfurter hatten jedoch noch einmal die passende Antwort parat. Nur 34 Sekunden nach dem Ausgleich brachte Keil die Scheibe vor das Rostocker Tor, zunächst schien aber keiner so richtig zu wissen, wo die kleine Hartgummischeibe war. Oliver Kämmerer schaltete dann am Schnellsten und bugsierte den Puck ins Rostocker Tor zur viel umjubelten Erfurter Führung. Die Rostocker versuchten zwar noch einmal alles, opferten sogar Goalie Dalgic zu Gunsten eines weiteren Stürmers, es sollte aber nichts mehr bringen und die restliche Zeit verstrich ohne weiteren Torerfolg und es blieb beim knappen, aber durchaus verdienten 5:4-Erfolg der Gastgeber. Die Serie steht damit 1:1. Die Entscheidung wird am Dienstag, 12.03.2019, 20:00 Uhr in Rostock fallen.

Tore:

1:0 Fiedler (Manske, Weise / +1) 33:11
2:0 Schüpping (Vazan, Hofmann) 36:24
3:0 Brink (Sochan, Vazan / +1) 39:47
3:1 Koopmann (Hartmann, Gärtner / -1) 44:56
3:2 Teljukin (Beck, Classen) 48:08
4:2 Schüpping (Keil, Brink) 49:48
4:3 Gulda (Kohl, Piehler) 51:24
4:4 Rabbani (Classen, Voronov / +1) 56:23
5:4 Kämmerer (Hofmann, Keil) 56:57

Strafen: Erfurt 14 – Rostock 18
geschrieben am 11.03.2019
Stichworte: Spielbericht