29 Sekunden fehlten zur Sensation

Stichworte: Spielbericht
15. März 2017

Wie schon Spiel 2 war auch das dritte Aufeinandertreffen der Black Dragons und der Saale Bulls nichts für schwache Nerven. Taktisch vom Coach perfekt eingestellt schnupperten die Gäste aus Erfurt bis kurz vor der Schlusssirene an der Sensation, dem Einzug ins Viertelfinale. Dann jedoch beendete ein mehrfach abgefälschter Schuss von Bacek die Träume der Erfurter und ihrer gut 100 mitgereisten Fans. Trotz des Ausscheidens können die Erfurter mit erhobenem Haupt in die Sommerpause gehen.

Entsprechend der Vorzeichen des entscheidenden dritten Spieles gingen beide Mannschaften zunächst vorsichtig in die Partie. Kein Team wollte den ersten, vielleicht Spielbeeinflussenden Fehler machen. Dabei überzeugten die Erfurter mit einer überragenden Defensive um Goalie Reukauf. Die Gastgeber hatten zwar mehr vom Spiel, ohne dabei aber zu zwingenden Torchancen zu kommen. Erst nach etwa 10 Minuten konnten sich die Gastgeber im Drittel der Erfurter festsetzen, aber selbst im Überzahlspiel blieben gute Chancen Mangelware. Die Erfurter beeindruckten dabei mit einfachem schnörkellosem Hockey und blieben mit Kontern stets gefährlich. Kurz vor der Drittelpause, auch die Gäste konnten zwischenzeitlich ein Überzahlspiel nicht verwerten, hatten die Gastgeber die bis dato größte Chance des Spieles. Fominych war frei vor Reukauf aufgetaucht, scheiterte aber am glänzend reagierenden Erfurter Goalie. Nur wenig später hatte dann Meidl die Chance auf die Führung, aber auch er scheiterte an Reukauf. So blieb das erste Drittel torlos.

Im Mittelabschnitt änderte sich an der Taktik beider Teams relativ wenig. Während die Erfurter aus einer sicher stehenden Defensive agierten und auf blitzartige Konter setzten, rannten die Gastgeber immer wieder vergebens gegen das Erfurter Defensivbollwerk. Nach gut 30 Minuten brachte dann einer dieser kreuzgefährlichen Erfurter Konter die Gästeführung. Vollkommen unbeeindruckt von der Hallenser Defensive degradierte Vazan diese zu Slalomstangen und vollendete diesen Konter wunderschön unter die Querlatte zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber. In der Folgezeit berannten die Bulls weiterhin das Erfurter Drittel agierten aber mit zunehmender Spielzeit immer kopfloser und nervöser. So machte man es der Drachendefensive nicht gerade schwer, die Angriffe in letzter Konsequenz zu unterbinden. Kurz vor der zweiten Pause fast das 0:2, als in Überzahl Vostarek einen Blueliner von Kämmerer abfälschte und die Scheibe nur Zentimeter am Hallenser Tor vorbei strich. So blieb es beim 0:1 aus Sicht der Gastgeber.

Auch im letzten Drittel boten die Erfurter über weite Strecken eine taktische Meisterleistung und verhinderten es über lange Zeit, dass die Gastgeber zu klaren Torchancen kamen. Immer wieder zwang man die Bulls dazu immer wieder Fernschüsse zu nehmen, denn spielerisch konnten es die Bulls in diesem Spiel nicht lösen. Auch die Spielzeit entwickelte sich immer mehr zum Verbündeten der Gäste aus Erfurt. Etwa 60 Sekunden vor Ende der Partie opferten die Bulls ihren Goalie zu Gunsten eines weiteren Angreifers und wurden für dieses Risiko belohnt. Als keiner mehr damit rechnete, fasste sich Bacek ein Herz und erzielte mit einem mehrfach abgefälschtenSchuss den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Gerade 29 Sekunden waren noch auf der Uhr.

So musste also wieder einmal die Overtime herhalten. Hier hatten die Gäste zunächst die Riesenchance zum Siegtreffer, jedoch zielte Manske zu genau und scheiterte am Innenpfosten. Quasi im direkten Gegenzug ereilte die Erfurter dann doch der „plötzliche Tod“. Einen Schuss von Meidl konnte Reukauf noch abwehren, Gunkel reagierte am schnellsten und drückte die Scheibe ins Erfurter Tor und beendete die Serie mit diesem Treffer.

Auch wenn, oder gerade weil, ein solches Ausscheiden weh tut wurde die Erfurter Mannschaft noch Minuten nach Spielschluss von den mitgereisten Fans gefeiert. Man hatte dem haushohen Favoriten alles, aber auch wirklich alles abverlangt und schnupperte lange Zeit an der Sensation. Es hat letztlich nicht sollen sein. Dennoch, die Erfurter können auf eine sehr gute Saison zurück blicken.

Tore:

0:1 Michal Vazan (Christian Grosch, Hannes Ulitschka) 29:18
1:1 Igor Bacek (Eric Uwe Wunderlich, Vaclav Meidl / 6-5) 19:31
2:1 Philipp Gunkel (Gabriel Federolf, Vaclav Meidl) 64:11

Strafen: Halle 6 – Erfurt 4

Zuschauer: 1010

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