Balsam für die Drachenseele

Stichworte: Spielbericht
4. Januar 2019
Man schrieb die Saison 2012/13. Die Black Dragons siegten im Zelt in Taucha mit 6:3 und es sollte für lange Zeit der letzte Sieg gegen die Icefighters sein. Bis zum gestrigen Mittwoch hielt diese beinahe schon unheimliche Serie an. Mit 3:0 konnte das Team von Trainer Fred Carroll nicht nur die oben genannte Serie unterbrechen, nein es war gleichzeitig der erste Shutout der Saison 2018/2019 und gegen die Messestädter der erste überhaupt. Vielen Erfurtern war die Befreiung angesichts des ersten Dreiers seit November ins Gesicht geschrieben. Gerade nach den Eindrücken des desaströsen Spieles gegen die Hannover Scorpions vom Sonntag, war die Erleichterung beinahe greifbar.

Beiden Teams war zunächst die Nervosität anzusehen. Ein geregelter Spielfluss blieb zunächst aus, während die Gäste versuchten die Defensive zu stabilisieren, versuchten die Gastgeber das Bollwerk vor dem Erfurter Tor zu durchbrechen. Aber mit konsequenter Abwehrarbeit blieben die Erfurter im eigenen Drittel meist der Sieger, wenn die Leipziger doch einmal zu einer ihrer wenigen Chancen kamen, war da immer noch ein bestens aufgelegter Philip Lehr im Weg. Nach gut 10 Spielminuten kamen die Erfurter zu ihrer ersten gefährlichen Konterchance, Keil hatte sich ins Leipziger Drittel getankt, den Puck aber fast schon verloren. Über Umwege kam dieser dann zu Florian Brink und der Erfurter Verteidiger ließ sich nicht lange bitten und traf zur Gästeführung. Beinah schon wütend beantworteten die Icefighters diesen Rückstand, liefen dabei aber immer wieder in gefährliche Konter, wie in der 15. Minute. Paul Klein hatte den Puck im Spielaufbau stibitzt, mit einem tollen Pass bediente er Maurice Keil, der nur noch Goalie Arnsperger vor sich hatte und diesem keine Abwehrchance ließ und die kleine Hartgummischeibe zum 2:0 unter die Torlatte schlenzte. Dieser Gegentreffer schien die gastgebenden Icefighters bis ins Mark zu treffen. Fortan verzettelte man sich immer wieder in Einzelaktionen, und spielte so den Erfurtern natürlich in die Hände. Ohne größere Probleme brachten die Erfurter den Vorsprung in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt übernahmen die Gastgeber zwar schnell wieder das Kommando auf dem Eis, größere Chancen blieben zunächst aber Mangelware. Erst als die Erfurter in der 24. Minute in Unterzahl gerieten wurde es brenzlig vor dem Erfurter Tor. Aber in dieser Phase lief Philip Lehr zu Höchstform auf. Mit Parade auf Parade brachte er die Leipziger Stürmer reihenweise schier zur Verzweiflung. So verstrich dann auch diese Überzahl ohne einen Treffer der Gastgeber. Nur wenig später hatte Michal Vazan die große Chance dem Spiel eine Vorentscheidende Richtung zu geben, aber Arnsperger im Leipziger Tor hatte hier noch etwas dagegen und so blieb es beim 0:2. Mit zunehmender Spieldauer sah man die Verkrampfung bei den Gastgebern merklich zunehmen. Immer wieder packte man die Brechstange aus oder versuchte sich in Einzelaktionen. Dies machte es den Gästen natürlich recht einfach die Angriffsbemühungen zu unterbinden.

Auch im letzten Spielabschnitt änderte sich kaum etwas am Spiel, außer dass die Gastgeber dem Tempo immer mehr Tribut zollen musste und so kamen die Erfurter vermehrt zu Chancen, das Spiel endgültig zu entscheiden. So hatten zunächst Keil, Vazan und auch Schüpping das 3. Erfurter Tor auf dem Schläger, ließen diese Chancen aber ungenutzt. Kurz vor Ultimo kamen die Erfurter dann doch noch zum 3. Treffer. Icefighters-Coach Gericke hatte seinen Goalie zu Gunsten eines weiteren Stürmers geopfert und ausgerechnet Tom Fiedler, der vor 10 Jahren selbst noch im Trikot der Messestädter auf Torejagd gegangen war, besiegelte das endgültige Aus aller Hoffnungen für die Gastgeber auf ein ähnliches Comeback wie im November. Routiniert spielten die Erfurter die letzten Sekunden dann auch noch von der Uhr und sicherten ihrem Goalie Philip Lehr den ersten Shutout im Trikot der TecArt Black Dragons.

Schon heute geht es für die Erfurter weiter, dann gastiert man im Sparkassen Eisdom zu Halle bei den Saale Bulls. Spielbeginn in Halle ist wie immer um 20:00 Uhr.

Tore:
0:1 Florian Brink (Maurice Keil, Paul Klein) 09:46
0:2 Maurice Keil (Paul Klein) 14:34
0:3 Tom Fiedler (Sebastian Hofmann, Reto Schüpping / ENG) 58:29

Strafen: Leipzig 4 – Erfurt 6

Zuschauer: 1397


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