Black Dragons ereilt der „Sudden Death“

Stichworte: Spielbericht
21. Februar 2015

Nach einer über weite Strecken gutklassigen Oberliga-Partie mussten sich die Black Dragons am Freitagabend gegen die Bären aus Neuwied mit einem Punkt zufrieden geben. Nur 29 Sekunden brauchten die Gäste in der Overtime um sich den Zusatzpunkt sichern zu können und mit einem 4:3 Sieg nach Overtime im Gepäck die weite Heimreise anzutreten. Dabei gab es für die Black Dragons schon vor dem ersten Bully erfreuliches zu berichten, denn nach ziemlich genau viermonatiger Verletzungspause konnte Paul Klein endlich sein Comeback im Dress der Gastgeber feiern.

Beide Teams starteten zunächst etwas vorsichtig in die Partie, so dass es etwas dauerte bis das Spiel richtig Fahrt aufnahm. Dabei legten die Gäste, sicher auch aufgrund des sehr kleinen Kaders, zunächst ihr volles Augenmerk auf die Sicherung des eigenen Tores. So verlebte Martin Otte zunächst auch ein relativ ruhiges erstes Spieldrittel, sein Gegenüber Björn Linda hatte konnte sich dagegen im Verlauf des Anfangsdrittels nun wahrlich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Die erste richtig dicke Chance um zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen bot sich Florian Lüsch nach gut 6 Minuten. Klasse freigespielt von Sergerie stand Lüsch plötzlich frei vor Linda konnte aber den scharf gespielten Pass von Sergerie nicht verwerten und schlug über den Puck. Dies schien das Startsignal für die Gastgeber gewesen zu sein, denn diese berannten nun das Gästetor förmlich und schnürten die Bären fast minutenlang im eigenen Drittel ein. Aber schon hier wurde wieder einmal deutlich, dass auch Björn Linda im Tor der Bären wieder einen Klassetag erwischt hatte. Egal wer es zunächst auch versuchte ob es Menard, Lüsch, Schümann oder Paul Klein war immer wieder zog Linda den Puck fast magisch an und hielt sein Tor mit zum Teil Wahnsinnsparaden sauber. So musste den Gastgebern Meister Zufall helfen. Einem Schuss von Hannes Ulitschka lenkten gleich 2 Gästeverteidiger ab und so kam die Scheibe schließlich zu Felix Schümann und dieser konnte nun endlich auch Linda bezwingen und schoss zur mehr als verdienten Führung ein. Mit diesem Treffer schienen die Gastgeber nun noch einmal Blut geleckt zu haben und so war der Jubel über das 1:0 noch nicht ganz verklungen, als die Scheibe schon wieder hinter Linda einschlug. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel kamen plötzlich Lüsch und Sergerie allein vor Linda an den Puck. Konnte Linda zunächst gegen Lüsch noch retten, so war er gegen Sergeries „Abstauber“ dann aber chancenlos. Mit diesem mehr als verdienten 2:0 aus Sicht der Gastgeber ging es in die erste Pause.

Aufgrund des Rückstandes mussten die Gäste nun auch ihre mehr als defensive Grundordnung mehr und mehr aufgeben und so bekam nun auch Otte immer mehr zu tun. Zunächst konnte Otte noch gegen Gibbons klären und leitete sofort einen Gegenangriff ein, diesen trugen Weise und Klein vor, letzterer bediente noch Oliver Otte aber „Krake“ Linda war zur Stelle und hielt sein Team im Spiel. Auch gegen Zurek und Manske blieb der Schlussmann der Bären der Sieger. Fast im Gegenzug spekulierte die Erfurter Defensive auf Icing, hatte dabei aber Moritz Schug übersehen. Dieser erlief den Puck noch, spielte zu Köbele der vor Otte in Stellung gelaufen war und dem Erfurter Schlussmann keine Chance ließ um zum Anschlusstreffer einschieben konnte. Die Gastgeber schienen nach diesem Treffer ein wenig Zeit zu brauchen um sich davon zu erholen. Die Gäste kamen dadurch besser ins Spiel, konnten aber die sich bietenden Chancen nicht nutzen. Etwa 5 min später, die Erfurter hatten sich mittlerweile vom Gegentreffer erholt und sich wieder einige Chancen erspielt, bot sich nun Jan Zurek die große Chance den alten 2-Tore-Abstand wieder herzustellen, als er einen Penalty zugesprochen bekam. Aber im Tor der Gäste war da ja auch noch Björn „die Krake“ Linda und dieser blieb auch gegen Zurek der Sieger. Quasi im Gegenzug musste Martin Otte sein ganzes Können aufbieten um gegen Gibbons einen weiteren Gegentreffer verhindern zu können. Auch die nächste, und letzte Chance im Mittelabschnitt, war den Gästen vorbehalten. Aber wieder war es Martin Otte der gegen 2 Gegner klären konnte. So ging es mit einem knappen 2:1 in die 2. Pause.

Trotz Überzahl, mit der die Gastgeber ins letzte Drittel gingen, konnten sich die Erfurter zunächst keine guten Chancen erspielen. Im weiteren Verlauf des letzten Abschnitts kamen nun die Gäste immer besser zum Zug und drückten zum Teil vehement auf den Ausgleich. Dieser kam dann auch in der 48. min und dieser war mittlerweile alles andere als unverdient. Zu wenig kam in dieser Phase von den Gastgebern und so schlug die Top-Reihe der Gäste eiskalt zu und letztlich war es Gibbons der zum Ausgleich traf. Die Erfurter allerdings kamen zurück ins Spiel gingen nochmals in Führung. Bei angezeigter Strafe gegen die Gäste tankte sich Zurek über die rechte Seite ins Drittel der Gäste durch konnte letztlich auch Linda bezwingen und seine Farben so wieder in Front bringen. Die Neuwieder Bären warfen nun alles nach vorn und schnürten die Gastgeber im eigenen Drittel ein und dieser Mut wurde kurz vor Ultimo doch noch belohnt. Erfurt zu dem Zeitpunkt in Unterzahl bekam den Puck nicht aus dem eigenen Drittel geklärt Tegkaev konnte in der 58 Minute zum Ausgleich treffen. In den letzten Sekunden passierte nicht mehr allzu viel und so ging die reguläre Spielzeit zu Ende.

Dies änderte sich in der Overtime schnell und so waren die Gäste nach gerade 29 Sekunden in der Overtime zum Siegtreffer erfolgreich und konnten so den Zusatzpunkt für sich verbuchen.

Am Sonntag ist für die Black Dragons spielfrei und es geht erst am kommenden Freitag weiter. Dann gastieren die Black Dragons am Essener Westbahnhof bei den Moskitos des ESC Essen. Spielbeginn wird um 20:00 Uhr sein.

Tore:

1:0 Felix Schümann (Hannes Ulitschka) 18:16

2:0 Adam Sergerie (Felix Schümann, Florian Lüsch) 18:48

2:1 Felix Köbele (Moritz Schug, Kai Schmitz) 25:06

2:2 Brian Gibbons (Josh Rabbani, Josh Myers) 47:39

3:2 Jan Zurek (Christian Grosch, Enrico Manske / 6-5) 51:16

3:3 Artur Tegkaev (Kai Schmitz / +1) 57:47

3:4 Josh Myers (Brian Gibbons, Sven Schlicht) 60:29

Strafen: Erfurt 8n (+10 Menard) – Neuwied 8

Zuschauer: 566

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