Black Dragons lösen Ticket für die Verzahnungsrunde

Stichworte: Spielbericht
10. Januar 2015

Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde in der Oberliga/Ost konnten die Black Dragons am späten Freitagabend mit einem selten gefährdeten 6:3-Heimsieg gegen die Wölfe aus Schönheide bereits das Ticket für die Verzahnungsrunde mit der Oberliga/West lösen. Hatten die Erfurter im ersten Abschnitt noch das ein oder andere Problem mit den recht defensiv eingestellten Gästen zu lösen, so konnte man im Mittelabschnitt endgültig die Weichen auf „Sieg“ stellen und schlussendlich das Ticket für die Spiele gegen die Oberliga/West (EV Duisburg, EHC Neuwied, Moskitos Essen und Herner EV) lösen.

Die Vorzeichen zu Beginn der Partie waren klar verteilt. Die Gäste aus dem Erzgebirge mussten das Spiel unter allen Umständen gewinnen, wollte man den Black Dragons im Kampf um die Verzahnung noch einmal gefährlich werden zu können. Nicht zuletzt wegen dieser Vorzeichen verwunderte die recht defensive Taktik von Gästetrainer Pascha doch ein klein wenig. Die Schönheider verlegten sich zunächst erst einmal auf Absicherung des eigenen Tores und versuchten mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. So wie in der 3. Spielminute, Schenkel und Hähnlein schickten Kapitän Jenka auf die Reise und der Wölfe-Kapitän ließ sich diese Chance nicht nehmen und brachte sein Team früh im Spiel in Front. In der Folgezeit hatten die Erfurter einige Schwierigkeiten mit der nun stabilen Defensive der Gäste und so dauerte es bis zur 14. Minute ehe den Drachen der Ausgleich gelingen sollte. In Überzahl spielend konnten die Erfurter einen blitzsauberen Angriff über Grosch und Zurek aufziehen, Grosch brachte die Scheibe letztlich zu Manske bringen und dieser hatte freie Schussbahn und vollstreckte zum 1:1. Keine 120 Sekunden später konnten sie nachlegen und erstmals in Führung gehen, dabei machte Gästegoalie Quietzsch alles andere als eine gute Figur. Lüsch und Manske hatten Kämmerer an der blauen Linie bedient und dieser konnte unbedrängt abziehen und Goalie Quietzsch damit auf dem falschen Fuß erwischen und traf zum 2:1. Kurz vor Drittelende gab es noch einmal eine Schrecksekunde für die Gastgeber. In Unterzahl agierend mussten die Erfurter einen Gegentreffer von Albrecht hinnehmen, doch die Schiedsrichter verweigertem diesem Treffer auf Grund eines hohen Stockes die Anerkennung und so ging es mit einem 2:1 für die Gastgeber in die erste Pause.

Auch der Mittelbschnitt begann für die Erfurter mit einer Schrecksekunde. Man fand sich für über eine Minute in doppelter Unterzahl wieder, doch nun lief Goalie Gimbel zu Höchstform auf und brachte die Stürmer der Gäste allen voran die Toptorjäger Jenka und Kukla mit Glanzparaden gleich reihenweise zur Verzweiflung. Nach dem diese heikle Situation überstanden war, kam es wie es kommen musste und die Erfurter konnten auf 3:1 erhöhen. Felix Schümann tankte sich über die linke Seite in das Gästedrittel, fuhr hinter den Kasten der Gäste und spielte einen blitzsauberen Pass zu Adam Sergerie, welcher sich mit dem 3:1 bedankte. In der 27. Minute gab es erneut eine Schrecksekunde für die Drachen. Schenkel, im Spiel sowieso schon leicht übermotiviert unterwegs, verlor jede Contenance und knockte Brennan Menard bei unterbrochenem Spiel mit einem üblen Faustschlag ins Gesicht aus. Für Menard war hiernach das Spiel auf Grund einer Verletzung beendet, unverständlicherweise bedachten die Schiedsrichter Schenkels vollkommen unnötige Aktion lediglich mit einer zwei Minuten Strafe. So war es an den Gastgebern für die richtige Bestrafung zu sorgen und nur 14 Sekunden später jagte Felix Schümann den Puck freistehend zum 4:1 in die Maschen des Gästetores. Dieser Treffer war dann bereits so etwas wie eine Vorentscheidung im Spiel, zumal die Erfurter knapp 3 Minuten später noch das 5:1 durch Sergerie nachlegen konnten. Mit der Pausensirene gelang den Gästen zwar noch das 2:5 durch Piehler, dadurch ging es mit einem 5:2 aus Erfurter Sicht in die 2. Pause.

Im letzten Spielabschnitt gelang den Schönheidern zwar relativ schnell das 5:3, doch fortan passierte nicht mehr allzu viel. Die Gastgeber spielten routiniert die Uhr herunter, die Gäste versuchten zwar noch einmal alles um wieder ins Spiel zurück zu kommen, doch mehr als gelegentliche, relativ ungefährliche Fernschüsse bekam Gimbel nun selten auf sein Tor. Spätestens mit dem erfolgreich abgeschlossenen Konter zum 6:3-Endstand gut 5 min vor Ende der Partie durch Schümann waren alle Messen gelesen. Gut 3 Sekunden vor Ende der Partie kochten die Emotionen noch einmal über als sich Gästestürmer Piehler jemanden zum Frustabbau ausgesucht hatte, er hatte dabei die Rechnung aber ohne Marcel Weise gemacht. Denn dieser wollte so gar nicht als Punchingball dienen und setzte sich gegen den gut 2 Köpfe größeren Piehler eindrucksvoll zur Wehr. Für beide Streithähne setzte es hiernach noch eine Spieldauerstrafe und somit sind beide Akteure in der nächsten Partie gesperrt. Dies jedoch interessierte auf Erfurter Seite kaum noch jemand, denn das Spielende ging im grenzenlosen Jubel von Mannschaft und den knapp 800 Fans in der Halle unter.

Am kommenden Sonntag gastieren die Erfurter ab 18:00 Uhr beim alten und neuen Meister aus Leipzig. Diese konnten mit einem Sieg ausgerechnet beim Erzrivalen in Halle ihren Titel verteidigen.

Tore:

0:1 Miroslav Jenka (Roy Hähnlein, Björn Schenkel) 02:11

1:1 Enrico Manske (Christian Grosch, Jan Zurek / +1) 13:58

2:1 Oliver Kämmerer (Enrico Manske, Florian Lüsch) 15:42

3:1 Adam Sergerie (Felix Schümann) 23:44

4:1 Felix Schümann (Adam Sergerie, Sebastian Hofmann / +1) 26:20

5:1 Adam Sergerie (Florian Lüsch, Felix Schümann) 29:40

5:2 Kevin Piehler (Kilian Glück, Georg Albrecht) 40:00

5:3 Georg Albrecht (Kevin Piehler, Kilian Glück / +1) 42:43

6:3 Felix Schümann (Adam Sergerie, Andreas Nickel) 54:48

Strafen: Erfurt 29 (+20 Weise +10 Kämmerer) – Schönheide 25 (+20 Piehler +10 Seifert +10 Wolf)

Zuschauer: 820

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