Black Dragons unterliegen in Niesky

Stichworte: Spielbericht
3. November 2014

Mit einer durchaus vermeidbaren Niederlage im Gepäck mussten die Black Dragons die Heimreise aus Niesky antreten. Auch wenn das Ergebnis von 2:6 eigentlich eine deutliche Sprache spricht, so war das Spiel bei weitem nicht so einseitig wie man nur anhand des Ergebnisses denken könnte. Trotz der vielen Ausfälle, zu denen sich mit Marcel Weise der nächste Drache hinzugesellte, machte der Tabellenzweite ein an sich gutes Spiel, versäumte es aber die sich bietenden Chancen besser auszunutzen. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre im Waldstadion zu Niesky deutlich mehr drin als diese am Ende doch klare Niederlage.

Zunächst sah man beiden Teams deutlich an, dass man so seine Probleme mit der Eisfläche im Freiluftstadion in Niesky hatte. Nach einer ersten kleinen Chance für die Gäste, die Grosch vergeben hatte, übernahmen die Gastgeber das Kommando auf dem Eis. Auch wenn die Tornados ebenfalls erstmals auf der heimischen Eisfläche spielen konnten, hatte sich das Team von Theo Schwabe schnell mit den Verhältnissen arrangiert. Nach gut 5 Minuten hatte Jankovych dann auch die erste richtig dicke Chance für die Gastgeber, scheiterte aber an Löffelholz. Nur wenige Sekunden später kam es erneut zu diesem Duell, aber wieder behielt der Erfurter Goalie die Oberhand. Als nächstes versuchten es Linke und Musil aber auch hier hatte Löffelholz etwas dagegen und es blieb zunächst beim 0:0. Dieses Remis stand allerdings auf recht wackligen Füßen, die Gastgeber drückten zur Hälfte des ersten Drittels doch ziemlich auf den Führungstreffer. Die Gäste hingegen versuchten noch immer sich mit der Eisfläche zu arrangieren. Und so kam es wie kommen musste, im Spielaufbau verloren die Erfurter den Puck, nach einem schnellen Konter tauchte Musil allein vor Löffelholz auf und vollstreckte zur verdienten Führung der Gastgeber. Aber es sollte noch schlimmer für die Gäste kommen. Zwei Minuten vor der ersten Pause konnten die Tornados ein Überzahlspiel schnell nutzen und durch Greulich das 2:0 erzielen. Dabei blieb es bis zur ersten Pause.

In der Drittelpause schien Drachencoach Tim Donnelly die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Gäste kehrten mit viel Elan aus der Kabine zurück. Die erste ernstzunehmende Chance hatten zwar die Gastgeber, scheiterten aber an Löffelholz und im direkten Gegenzug kam der Puck über Manske und Schümann zu Sergerie und in seiner unnachahmlichen Art vollstreckte der Erfurter Torjäger zum 1:2-Anschluss. Dieser Treffer schien die Gäste zusätzlich zu motivieren, denn fortan war man weitaus besser im Spiel und kam fast folgerichtig zu zum Teil richtig guten Einschussmöglichkeiten. Aber egal wer es auch versuchte, Handrick im Tor der Tornados hatte immer die richtige Antwort parat und verhinderte in dieser Phase den durchaus möglichen Ausgleichstreffer. Die Gastgeber hatten sich mittlerweile auf ein jederzeit kreuzgefährliches Konterspiel verlegt und einer dieser Konter brachte den Treffer zum 3:1 durch Jankovych, der von Pohling und Musil perfekt freigespielt wurde und so keine Mühe hatte den Treffer zu markieren. Es sollte der letzte Treffer im Mittelabschnitt bleiben. Dabei bot sich den Gastgebern sogar ein 5 minütiges Überzahlspiel nachdem Regner Jankovych mit seinem Schläger im Gesicht getroffen hatte. Aber manch Tornado mochte noch an das Spiel in Erfurt zurück gedacht haben, als die Nieskyer ebenfalls eine 5 minütige Überzahl hatten und in dieser Überzahl gleich 2 Unterzahltore hinnehmen mussten. Entsprechend vorsichtig gingen sie nun zu Werke und die Erfurter hatten die ein oder andere gute Möglichkeit, die jedoch ungenutzt blieb.

Im letzten Drittel konnten die Gastgeber ihre erste gute Möglichkeit gleich nutzen. Ein scharfes Zuspiel von Greulich konnte Linke abfälschen und zum 4:1 im Tor unterbringen. Aber die Drachen hatten sich noch lange nicht aufgegeben und riskierten immer mehr, was den Gastgebern mehr und mehr Räume zum kontern eröffnete. So kamen zunächst Jankovych und etwas später Musil zu guten Chancen, aber Löffelholz rettet einmal mehr großartig. So blieb es bis zum letzten Seitenwechsel, der in einem Freiluftstadion durchgeführt wird, beim 4:1. Kurz nach diesem Seitenwechsel ergaben sich gleich wieder gute Chancen für die Erfurter, aber zunächst Zurek und kurz später Otte scheiterten an Handrick. Drei Minuten vor Ultimo doch noch einmal Hoffnung für die Gäste, Kämmerer hatte abgezogen und Otte den Schläger reingehalten, der Puck schlug daraufhin im Tor der Gastgeber ein. Die Erfurter setzten nun alles auf eine Karte und es kam wie es kommen musste, die Scheibe kam zu Brill und dieser konnte von Nickel nur regelwidrig gebremst werden und bekam folgerichtig einen Penalty zugesprochen. Diesen verwandelte Brill eiskalt zur endgültigen Entscheidung. Der letzte Treffer von Jankovych war dann nur noch Ergebniskosmetik und sorgte für den 6:2-Endstand.

Am kommenden Wochenende sind die Erfurter gleich zweimal im Pokal gegen Hannover gefordert. Zunächst geht es am Freitag nach Hannover zu den Indians ehe am Sonntag die Scorpions in Erfurt gastieren.

Tore:

1:0 Mojmir Musil (Vitezslav Jankovych, Sebastian Greulich) 10:45

2:0 Sebastian Greulich (Vitezslav Jankovych, Marcel Linke / +1) 17:43

2:1 Adam Sergerie (Enrico Manske) 22:17

3:1 Marcel Linke (Vitezslav Jankovych, Sebastian Greulich) 27:22

4:1 Marcel Linke (Mojmir Musil, Sebastian Greulich) 40:28

4:2 Oliver Otte (Oliver Kämmerer, Jan Zurek) 56:05

5:2 Andreas Brill (58:12 / Penalty)

6:2 Vitezslav Jankovych (Mojmir Musil, Sebastian Greulich) 59:53

Zuschauer: 503

Strafen: Niesky 6 – Erfurt 11 (+20 Regner)

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