Chaotisches Mitteldrittel bringt die Entscheidung

Stichworte: Spielbericht
31. Oktober 2016

Es gibt immer wieder einmal Spiele über die noch lange Zeit gesprochen werden wird, da gibt es wahre Eishockeyfeste und dann aber leider auch das genaue Gegenteil. Ein solches Spiel erlebten am Sonntag die 524 Zuschauer in der Erfurter Eishalle. Dabei wird vor allem der Mittelabschnitt in Erinnerung bleiben, Eishockey wurde in diesem Mittelabschnitt kaum gespielt. Vor allem die Begleitumstände dieses Mittelabschnittes sind es die, leider, im Gedächtnis bleiben werden.

Dabei begann die Partie zwischen den Wedemark Scorpions und den gastgebenden Black Dragons sehr verheißungsvoll. Gerade 110 Sekunden waren auf der Uhr und die Zuschauer hatten bereits 2 Tore gesehen. Zunächst konnten die Gäste ein Abstimmungsproblem in der Erfurter Defensive zur frühen Führung nutzen, Andreas Morczinietz war der Torschütze. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten. Ein frühes Überzahlspiel konnte Sebastian Hofmann mit tollem Blueliner zum Ausgleichstreffer nutzen. Der weitere Verlauf des ersten Drittels war vor allem gekennzeichnet durch Undiszipliniertheiten der Gäste, die sich daraufhin gleich 5x in Unterzahl wieder fanden. Die Erfurter versäumten es in dieser Phase allerdings ihre Chancen in Tore umzumünzen. So rettete für die Gäste gleich mehrfach das Torgestänge. Da scheiterten Sochan, Grosch und Vazan am Torpfosten. Während Schümann zu genau zielte und an der Torlatte scheiterte. So blieb es bis zur ersten Pause beim für die Gäste mehr als schmeichelhaften 1:1-Remis.

Der Mittelabschnitt begann mit einer Disziplinarstrafe für Morczinietz, daraufhin verließ das komplette Team der Scorpions geschlossen die Eisfläche. Nach gut 2 Minuten kehrten die Gäste zurück auf die Eisfläche, warum der Hauptschiedsrichter diese grobe Unsportlichkeit der Gäste vollkommen unbestraft hinnahm, es hätte hier mindestens eine 2 min Strafe wegen Spielverzögerung ausgesprochen werden müssen, wird wohl sein Geheimnis bleiben. So aber ließen sich die Gastgeber von der Aktion der Gäste vollkommen aus dem Konzept bringen und kassierten per Konter den Treffer zum 1:2-Rückstand. Die Erfurter versuchten im weiteren Verlauf des Drittels wieder ins Spiel zurückzufinden, was ihnen im Laufe der Zeit auch gelang. Zumindest solange bis sich Robin Langmann zu einem üblen Foul gegen Sebastian Hofmann hinreißen ließ. Für Hofmann war die Partie nach dem Kniecheck Langmanns aufgrund einer Verletzung Oberschenkel beendet. Auch für Langmann hieß es nach einer Spieldauerstrafe duschen. Die folgende 5-minütige Überzahl verstrich ungenutzt. In der 29. Minute kam es zu einer schlagkräftigen Auseinandersetzung zwischen Knauf und Klein. In dessen Folge hieß es für beide Spieler 2+10. Allerdings hatte sich Klein im Gesicht verletzt und die Partie war auch für ihn beendet. Damit war endgültig jeder Schwung aus dem Spiel der Gastgeber verschwunden und die Gäste kamen zu zwei Kontertoren und gingen mit einem 4:1 in die 2. Pause.

Im letzten Drittel kamen die Gastgeber schnell zu ihrem 2. Treffer durch Robin Sochan und wollten daraufhin eine Aufholjagd starten. Darüber vergaß man leider die eigenen Defensive und so konnten die Gäste durch Schütt den alten 3-Tore-Abstand wieder herstellen. Die Erfurter aber ließen sich nicht entmutigen und versuchten erneut ins Spiel zurückzufinden. Es dauerte aber bis zur 51. Minute ehe diese Bemühungen belohnt wurden und Wiesnet per Abstauber zum 3:5 einschieben konnte. Damit nährten die Drachen die Hoffnungen auf ein Comeback beim eigenen Anhang und spätestens mit dem Treffer zum 4:5 von Vazan in der 54. Minute stand die Halle Kopf. Es sollte allerdings das letzte Erfurter Tor bleiben, denn als die Gastgeber in der letzten Minute den Goalie zugunsten eines weiteren Stürmers geopfert hatten, stellte Adams den 4:6-Endstand her.

Damit verabschieden sich die Erfurter mit 2 vermeidbaren Niederlagen in die zweiwöchige Länderspielpause. Diese gibt den Erfurtern zumindest die Gelegenheit, die ein oder andere Verletzung beim Personal auszukurieren ehe es in 2 Wochen zum MEC nach Halle geht.

Tore:

0:1 Andreas Morczinietz (Charlie Adams, Sebastian Pigache) 0:39
1:1 Sebastian Hofmann (Felix Schümann / +1) 1:50
1:2 Michael Budd (Sebastian Lehmann, Dennis Schütt) 22:52
1:3 Charlie Adams (Jeffrey Keller, Sebastian Pigache) 34:05
1:4 Dennis Schütt (Charlie Adams, Michael Budd) 38:40
2:4 Robin Sochan (Marcel Weise, Felix Schümann) 40:50
2:5 Dennis Schütt (Sebastian Lehmann, Marvin Knauf) 41:28
3:5 David Leon Wiesnet (Hannes Ulitschka, Oliver Kämmerer / +1) 50:17
4:5 Michal Vazan (Christian Grosch, David Leon Wiesnet) 53:36
4:6 Charlie Adams (Dennis Schütt, Dennis Korff / -1 / ENG) 59:59

Strafen: Erfurt 4 (+10 Klein) – Wedemark 23 (+10 Morczinietz +10 Knauf +20 Langmann)

Zuschauer: 524

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