Dem Meister lange Paroli geboten

Stichworte: Spielbericht
29. Januar 2019
Auch wenn das Ergebnis der Partie am Sonntag in Tilburg mit 3:6 an sich recht deutlich klingt, boten die Erfurter dem Meister über lange Zeit Paroli und schnupperten zum Ende hin sogar am Punktgewinn. Dabei waren die Voraussetzungen zunächst alles Andere als gut. Mit den Abwehrspielern Jakub Körner, Florian Brink, Sebastian Hofmann sowie den Stürmern Benjamin Arnold und Christoph Ziolkowski musste Coach Fred Carroll gleich 5 Stammkräfte ersetzen. So standen dem Coach nur 14 Feldspieler und 2 Goalies zur Verfügung. Dieses Rumpfteam aber verlangte dem amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer alles ab um die wohl fest eingeplanten 3 Punkte auch in Tilburg behalten zu können. Als spielentscheidend erwiesen sich 2 Überzahlsituationen der Gastgeber in der Schlussphase der Partie.

Einen Start nach Maß ins Spiel erwischten die Gäste aus Erfurt, nach einer ersten Schusschance der Gastgeber spielte Klein den Puck auf Keil und dieser bediente den mitgelaufenen Sochan der Leeuwesteijn im Tor der Gastgeber tunnelte und nach 97 Sekunden zur Gästeführung traf. In den folgenden Minuten belagerten die Trappers das Tor der Erfurter quasi, aber der erlösende Ausgleichstreffer wollte einfach nicht fallen. Dies lag zum einen an einem bestens aufgelegten Philip Lehr im Tor, aber auch an der Erfurter Defense. Aufopferungsvoll kämpfend vereitelten die Erfurter dabei Chance um Chance der Gastgeber. So dauerte es bis zur 15. Minute, dann war es doch soweit und die Trappers glichen aus. Wieder hatten die Erfurter zunächst eine Schusschance zunichte gemacht, versäumten es anschließend aber, den Puck konsequent genug zu klären. So kam Vogelaar an der blauen Linie zum Schuss, legte allen Frust über die bisher verpassten Gelegenheiten in den Schuss und dieser schlug hinter Lehr zum Ausgleich ein. Wer nun aber dachte, die Gäste würden nach diesem Treffer einbrechen, sah sich getäuscht. Bis zur ersten Pause ließ man keine weiteren Gelegenheiten zu und ging so mit einem doch etwas überraschenden 1:1 in die erste Pause.

Der Start in das Mitteldrittel schien wie eine Kopie des ersten Abschnitts zu sein. Zunächst bot sich den Gastgebern die Chance zur Führung, welche nicht genutzt konnte. Die Erfurter konterten und trafen zur erneuten Führung. Diesmal war es Vazan, der 185 Sekunden nach Wiederbeginn einnetzen konnte. Auch die folgenden Minuten schienen eine Kopie des ersten Drittels zu werden. Angriff auf Angriff rollte auf die Erfurter Defensive zu. Mit allen zur Verfügung stehenden Mittel wurden die Anläufe der Tilburger durch die Erfurter Defensive abgewehrt. Erst in der 32. Minute war die Gästedefensive am Ende machtlos und Topscorer Mitch Bruijsten glich zum 2:2 aus. Nachdem die Gastgeber in der 36. Minute durch einen abgefälschten Schuss von Montgomery erstmals in Führung gehen konnten, erwarteten die meisten der anwesenden knapp 2600 Zuschauer nun das erhoffte Schützenfest. Einzig allein die Gäste hatten da so ganz andere Pläne. Mit ein wenig Glück überstanden sie eine erste Unterzahl (ein Geschoss von Bruijsten landete nur am Pfosten) und machten sich nun daran, den Ausgleich zu markieren. Dies gelang zunächst nicht, auch weil Kämmerer Sekunden vor dem Pausentee am Pfosten scheiterte.

Den ersten Treffer im letzten Drittel markierten dann wieder die Gäste. Wie bereits im ersten und zweiten Drittel gelang den Erfurtern ein Maß ins Drittel. Genau 170 Sekunden waren absolviert, als Maurice Keil zum 3:3 traf. Dieser Tiefschlag für die Biederländer spielte den Gästen zunächst in die Karten und die Trappers wurden mit zunehmender Spieldauer immer nervöser, hatte man doch unlängst erst gegen die Crocodiles ein Heimspiel verloren. Und die Gäste waren durchaus nah dran an der Sensation. Gespielt waren knapp 55 Minuten, die Erfurter agierten in Unterzahl (Schüpping saß auf der Strafbank) und doch hatten zunächst Vazan und im Nachschuss Schümann die Riesenchance zur erneuten Gästeführung, Leeuwesteijn musste hier Kopf und Kragen riskieren um einen Rückstand zu verhindern. Nur Sekunden später nutzten die Gastgeber das Überzahlspiel dann doch und erzielten per abgefälschten Blueliner von de Ruijter das 4:3, es sollte letztlich das spielentscheidende Tor sein. Zumal die Gastgeber, erneut in Überzahl (diesmal hatte es Manske erwischt), zum 5:3 durch Stempher einen drauf legten. Zum 6:3-Endstand traf van den Heuvel dann ins leere Erfurter Tor, denn diese hatten noch einmal alles riskiert und Goalie Lehr zugunsten eines weiteren Stürmers geopfert.

So endete die Partie mit 6:3 für die Gastgeber, auch wenn man schlussendlich weit mehr Mühe mit den tapfer kämpfenden Erfurtern hatte, als es das Ergebnis zunächst aussagt.

Tore:
0:1 Sochan (Keil, Klein) 01:37
1:1 Vogelaar (de Ruijter, Montgomery) 14:14
1:2 Vazan (Schümann, Schüpping) 23:05
2:2 Bruijsten (Nagtzaam, de Bonth) 31:39
3:2 Montgomery (de Bonth, van den Heuvel) 35:50
3:3 Keil (Sochan, Weise) 42:50
4:3 de Ruijter (Vogelaar, Bastings / +1) 55:55
5:3 Stempher (Bruijsten, Bruijsten / +1) 57:56
6:3 van den Heuvel (de Bonth, Bastings / ENG) 59:50

Strafen: Tilburg 4 – Erfurt 8

Zuschauer: 2591

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