Den Favoriten lange geärgert

Stichworte: Spielbericht
26. Dezember 2018
Der amtierende Meister aus Tilburg gewinnt in Erfurt am Ende mit 4:1, soweit die harten Fakten. Diese Fakten aber geben den Spielverlauf nicht so wieder, wie ihn die knapp 450 Zuschauer in der Erfurter Eishalle erlebt haben. Denn der deutliche Sieg der Gäste, der zwar durchaus verdient war, aber lange nicht so deutlich hätte ausfallen dürfen. Drei Tore besser waren die Gäste aus Tilburg nämlich nicht. Lange Zeit konnten die Gastgeber mit dem überlegenen Tabellenführer nicht nur mithalten, sondern hatten zeitweise auch mehr vom Spiel. Einzig die konsequentere Chancenverwertung der Gäste machte am Ende den Unterschied aus.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, die sich so gar nicht nach der Tabelle richten wollte, zwar zeigten die Gäste die bessere Spielanlage und man überbrückte die neutrale Zone immer wieder recht schnell, kam aber kaum zu guten Chancen. Die Erfurter setzten zunächst auf eine kluge Defensive und versuchten mit zum Teil überfallartigen Kontern zum Erfolg zu kommen. Diese Taktik schien sich zunächst auszuzahlen. Während sich die Gäste immer wieder in der vielbeinigen Defensive festliefen, hatten die Erfurter Chance um Chance. Da war es Paul Klein, der zunächst an Meierdres scheiterte und den Rebound knapp neben den Kasten setzte. Oder Christoph Ziolkowski dessen Schlenzer mit einem „Pling“ am Pfosten landete. Zudem scheiterten Fiedler, Vazan, Keil oder Schüpping entweder an Meierdres oder knapp am Tor. Eine Führung der Gastgeber schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, und doch es kam anders. In der 18. Spielminute spielte Mickey Bastings die Scheibe einfach mal vor das Erfurter Tor, dort stand van den Heuvel und bugsierte die Scheibe ins Netz zur überraschenden Gästeführung. Dabei blieb es auch bis zur ersten Pause.

Im Mittelabschnitt sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Erfurter im Vorwärtsgang, aber ohne Fortuna im Abschluss, denn auch bei Fiedlers Schuss machte es deutlich hörbar „Pling“ und der Pfosten verhinderte den Ausgleichstreffer. Danach waren zunächst die Gäste am Drücker, doch die Erfurter überstanden zweimal eine Unterzahl schadlos. Etwa zur Hälfte der Spielzeit wurde die Partie etwas ruppiger und nachdem der HSR einige Strafzeiten verteilt hatte, fanden sich die Gäste in doppelter Unterzahl wieder und diesen Vorteil konnten die Gastgeber nutzen. Ziolkowski und Sochan bereiteten vor und Vazan nagelte die Scheibe zum hochverdienten 1:1-Ausgleich unter die Torlatte. Und doch der nächste Nackenschlag sollte noch folgen. Denn nur 3 Minuten später gingen die Gäste wieder in Führung. Verkiel war der Torschütze, der ähnlich wie Vazan die Scheibe trocken im Tor versenkte. So blieb es bei einer knappen Gästeführung auch nach 40 Minuten.

Im letzten Drittel blieb das Tempo genauso hoch wie in den 40 Minuten vorher, allerdings waren große Chancen zunächst Mangelware. Trotz mehrerer Überzahlspiele blieb es beim knappen 1:2 für die Gäste. In Unterzahl hätten die die Erfurter ausgleichen können, ja fast schon müssen. Nach einem Wechselfehler bei den Gästen fanden sich die Erfurter plötzlich im 3 auf 1 Konter wieder. Aber Sochan setzte den Puck knapp neben den Kasten. So kam es wie es kommen musste, die Gäste erzielten in der 53. Minute das 1:3. Erfurter Proteste auf Goaliebehinderung durch einen Stürmer der Gäste verhallten ungehört. Knapp 90 Sekunden vor Ende, die Erfurter spielten in Überzahl, spielte Coach Carroll seinen letzten Trumpf und er brachte für Goalie einen weiteren Stürmer. Das Risiko wurde jedoch nicht belohnt und die Gäste erzielten noch das Tor zum 1:4-Endstand.
Nach Spielende überraschten die Erfurter-Fans die Spieler ihrer Mannschaft und überreichten allen Spielern ein kleines Präsent zum Weihnachtsfest. Anschließend verabschiedeten sich die Erfurter in eine verlängerte Weihnachtspause, denn zunächst sind die Erfurter Spielfrei. Am zweiten Feiertag geht es dann weiter und die Erfurter empfangen die Piranhas aus Rostock in der Erfurter Eishalle. Spielbeginn gegen Rostock ist um 16:00 Uhr.

Tore:
0:1 van den Heuvel (Bastings, Vogelaar) 17:26
1:1 Vazan (Sochan, Ziolkowski / +2) 34:28
1:2 Verkiel (van Gorp, de Hondt) 37:30
1:3 Collier (van den Heuvel, Bastings / +1) 52:43
1:4 Bastings (van den Heuvel, van Gorp / -1 / ENG) 59:48

Strafen: Erfurt 12 – Tilburg 16
Zuschauer: 415

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