Den Tabellenzweiten lange geärgert

Stichworte: Spielbericht
3. Dezember 2019

Bis zur 59. Minute schnupperten die TecArt Black Dragons beim gestrigen Gastspiel in Herne am Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten. Letztlich konnten die Gastgeber die Partie aber gerade noch zu ihren Gunsten entscheiden und die Erfurter belohnten sich leider nicht für einen tollen und couragierten Auswärtsauftritt beim Herner EV.

Die Gastgeber starteten, beflügelt vom klaren Derbysieg in Essen, mit viel Schwung in die Partie, mussten jedoch schnell erkennen, dass die Erfurter nicht gekommen waren um die Punkte kampflos in Herne abzuliefern. So hatten die Gäste aus Erfurt dann auch die erste große Chance im Spiel, aber Sean Fischer vermochte es nicht, die Scheibe an Björn Linda vorbei zu bringen. Auf der Gegenseite lieferte Martin Otte eine überragende Partie ab und stand seinem Gegenüber Linda in nichts nach. Nach einer dicken Chance der Gastgeber konnten die Erfurter einen schnellen Konter fahren und gingen, zu diesem Zeitpunkt durchaus etwas überraschend, durch Kostourek in Führung. Die Herner beantworteten diesen Rückstand mit zum Teil wütenden Angriffen, die aber zu selten klar zu Ende gespielt werden konnten, weil die Erfurter Abwehr den Angriffen zunächst Stand hielt. Erst eine Überzahl der Gastgeber brachte dann in der 15. Spielminute, 7 Sekunden vor Ablauf der Strafzeit, doch noch den Ausgleichstreffer. Mit diesem 1:1 ging es dann auch in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt war gerade wenige Sekunden alt, als die Gastgeber bereits eine erste gute Chance hatten. Aber Martin Otte lief weiterhin zu Glanzleistungen auf. Chancenlos war er allerdings in der 23. Minute. Bei eigener Überzahl liefen die Erfurter in einen Konter der Gastgeber und ausgerechnet Ex-Drache Ziolkowski war es, der Otte am Ende bezwingen konnte. Nach dieser Führung drückten die Gastgeber vehement auf die Vorentscheidung, bissen sich aber die Zähne ein ums andere Mal an der Erfurter Verteidigung aus. Die Mannschaft von Coach Fred Caroll hingegen setzte vermehrt auf Konter und diese waren dann auch immer gefährlich, aber mit B. Linda stand einem weiteren Erfurter Torerfolg ein echter Könner seines Fachs entgegen. So blieb es bis zur zweiten Pause bei der knappen Führung der Gastgeber, auch weil Martin Otte Sekunden vor der Pausensirene mit Glückgöttin Fortuna im Bunde war. Nach einem mächtiges Geschoß von Palka klatschte der Puck an den Pfosten, tanzte auf der Linie und schlug gegen den anderen Pfosten um dann wieder ins Feld zu springen.

Auch im letzten Spieldrittel hatten die Gastgeber zunächst mehr vom Spiel und drückten die Erfurter ein ums andere Mal ins eigene Drittel, ohne dabei jedoch einen weiteren Treffer erzielen zu können. Nach gut 47 Minuten mussten die Erfurter dann ihren Kapitän Felix Schümann ersetzen, dieser war bei einem Konterversuch unsanft in die Bande geprallt und als ob dies nicht schon genug wäre, fiel ein Gegenspieler auf das Knie des Erfurter Stürmers. Im Laufe der Woche wird sich Schümann einer eingehenden Untersuchung unterziehen müssen, hoffen wir, dass er nicht allzu lange ausfallen wird. Nach diesem Verletzungsschock kamen die Erfurter etwas überraschend zum Ausgleichstreffer durch Enzo Herrschaft (51.) und schnupperten bereits am Punktgewinn beim Tabellenzweiten. Doch Marcus Marsall riss die Erfurter gut 2 Minuten vor dem Ende aus allen Träumen und sorgte für den durchaus glücklichen Siegtreffer für sein Team. Das anschließende 4:2, erneut durch Marsall, war dann nur noch Ergebniskosmetik, da die Erfurter ihren Goalie Otte zu Gunsten eines weiteren Stürmers geopfert hatten. Letztlich sollte es nicht sein und die Gastgeber brachten den Erfolg über die Zeit.

„Durch so ein spätes Gegentor zu verlieren tut am Ende schon etwas weh, auch wenn man sagen muss, dass der Erfolg der Herner durchaus in Ordnung geht. Aber wenn du 2 Minuten vor dem Ende beim Tabellenzweiten ein Remis in den Händen hast, dann willst du den Punkt auch mitnehmen. Es hat letztlich nicht sollen sein, aber wir haben den Hernern alles abverlangt und können auf diese Leistung ein klein wenig stolz sein und vor allem auch aufbauen“ so Marcel Weise nach Spielende.

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