Der Favorit wankte, aber er fiel nicht

Stichworte: Spielbericht
9. März 2015

Zur Heimpremiere des neuen Drachentrainers Henry Tews hatten sich bei bestem so ganz untypischem Eishockeywetter 400 Zuschauer in der Erfurter Eishalle eingefunden, und diese sollten ihr Kommen nicht bereuen. Grund dafür: die Erfurter boten dem großen Favoriten aus Duisburg einen tollen Kampf und forderten dem Aufstiegsaspiranten alles ab.

Die Gäste von der Wedau übernahmen zwar sofort das Kommando auf dem Eis, ohne sich dabei aber große Chancen erarbeiten zu können. Immer wieder liefen sich die Angreifer der Gäste in der dicht gestaffelten Abwehr der Gastgeber fest. Zunächst versuchten es die Gäste noch mit ihrem bekannten schnellen Hockey, doch ziemlich schnell wurde deutlich, dass sich die Erfurter heute nicht kampflos in ihr Schicksal ergeben wollten. Mit weiter fortschreitender Spielzeit wurden nun auch die Drachen immer mutiger und setzten gefährliche Konter, bei denen Füchsegoalie Bick ein ums andere Mal Kopf und Kragen riskieren musste um das 0:0 halten zu können. Selbst in einem ersten Überzahlspiel kamen die Gäste kaum zu guten Chancen, zu sicher stand die Erfurter Defensive. Die Duisburger agierten nun immer überhasteter, was den Gastgebern in der Abwehrarbeit noch zusätzlich entgegen kam. Zudem hatten die Erfurter in Martin Otte auch noch einen überragenden Rückhalt zwischen den Pfosten, dieser knüpfte nahtlos an seine zuletzt gezeigten starken Leistungen an und strahlte viel Ruhe aus. Kurz vor der ersten Pause sollte es dann noch einmal eine Schrecksekunde für die Black Dragons und ihre Fans geben, als sich Marcel Weise in einen Schuss der Duisburger wirft und vom Puck unglücklich am Kopf getroffen wird. Mit blutender Platzwunde war das Spiel für den „Spieler des Monats Februar“ danach beendet.

Auch im Mittelabschnitt bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild, meist kopflos anrennende Füchse die sich an der Drachendefensive regelrecht aufrieben und beherzt konternde Erfurter. Und einer dieser Konter sollte dann auch über einen kleinen Umweg einer Strafzeit zum Erfolg führen. Pascal Zerressen drückte das „Sünderbänkchen“ und die Erfurter nutzten diese numerische Überzahl nahezu gnadenlos aus. Adam Sergerie spielte den Puck zurück zur blauen Linie, dort lauerte Christian Grosch welcher den Puck richtig Tor brachte und Jan Zurek konnte diesen Pass noch entscheidend abfälschen und so war Füchsegoalie Bick chancenlos. Lange hatte diese Führung allerdings nicht bestand, denn die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen und kamen knapp 2 min später zum verdienten Ausgleich durch Hofland. In der Folgezeit lief Martin Otte dann zu Höchstform auf und brachte die Füchsestürmer gleich reihenweise zur Verzweiflung. Die Gegentreffer von Faber und Pfohl zum 1:3-Pausenstand waren aber auch für Otte nicht zu halten.

Im letzten Drittel drückten die Gäste nun vehement auf die Entscheidung im Spiel, doch hatte man die Rechnung ohne „Teufelskerl“ Otte gemacht. Egal wer es auf Seiten der Füchse auch versuchte, er scheiterte an Otte. Wieder und wieder versuchten es die Gäste, aber immer wieder war da ein Mann im Weg – Martin Otte. Und selbst wenn Otte mal nicht zur Stelle war, dann verhinderte die Hintermannschaft der Gastgeber erfolgreich weitere Gegentreffer. Zumindest bis zur 49. Minute gelang dieses Unterfangen, dann war Joly zur Stelle und nutzte einen Abpraller zum 1:4. Wer nun aber dachte, damit sei der Widerstand gebrochen, der sah sich gründlich getäuscht. Denn die Erfurter Antwort auf dieses 1:4 erfolgte genau 49 Sekunden später und Christian Grosch jagte den Puck nach schönem Pass von Sergerie unter die Torlatte des Duisburger Tores. Es sollte leider das letzte Tor des Spieles bleiben, auch wenn die Erfurter noch einmal alles versuchten. So ging ein tolles Spiel mit 2:4 aus Erfurter Sicht zu Ende.

Tore:

1:0 Jan Zurek (Adam Sergerie, Christian Grosch / +1) 25:50

1:1 Diego Hofland (Andre Huebscher, Fabio Pfohl) 28:16

1:2 Maximilian Faber (Fabio Pfohl, Diego Hofland / +1) 31:56

1:3 Fabio Pfohl (Diego Hofland, Andre Huebscher) 36:42

1:4 Raphael Joly (Manuel Neumann, Cornelius Krämer) 49:06

2:4 Christian Grosch (Adam Sergerie, Jan Zurek) 49:55

Zuschauer: 402

Strafen: Erfurt 8 (+10 O.Otte) – Duisburg 4

Weitere News

7. März 2015

Niederlage zum Trainerdebut

5:1 Niederlage

3. März 2015

Gelingt der Neuanfang?

Duisburg kommt nach Erfurt

Sponsoren