Der Meister war eine Nummer zu groß

Stichworte: Spielbericht
12. Januar 2015

Ganz im Zeichen des alten und neuen Meisters der Oberliga/Ost stand am Sonntagabend das Spiel der Icefighters gegen die Black Dragons. Nach dem vorzeitigen Titelgewinn am vergangenen Freitag ausgerechnet beim Erzrivalen in Halle, wollte sich das Team von Mannix Wolf auch von den Black Dragons die Partystimmung nicht vermiesen lassen. Dies gelang den Icefighters auch, auch wenn dieser Sieg am Ende sicherlich ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen war.

Aufgeputscht vom Titelgewinn legten die Gastgeber auch gleich los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Nachdem die Gäste ihre erste gute Chance durch Kämmerer noch vergeben hatten, machten es die Gastgeber besser. Über die rechte Seite baute Eichelkraut den Angriff auf, spielte einen scharfen Pass nach innen an diesen musste Albrecht nur noch den Schläger halten und Gimbel war nach nicht einmal 3 min erstmals geschlagen. Dieser Treffer schien die Icefighters noch zusätzlich zu motivieren und man spielte sich zeitweise in einen Rausch, der die Gäste aus Thüringen ein ums andere Mal vor ziemliche Probleme stellte. So auch in der 5. Spielminute, als ein Erfurter Verteidiger den Puck bei einer verunglückten Rettungsaktion ins eigene Tor ablenkte und so für das 0:2 sorgte. Und es sollte noch schlimmer für die Drachen kommen. Knapp die Hälfte des ersten Drittels war erst absolviert und Albrecht markierte das 3:0, auch wenn er hier etwas Glück hatte. Denn eigentlich hatte Gimbel die Scheibe gesichert, bekam aber einen Stoß ab und lies den Puck fallen, welchen dann Albrecht abstauben konnte. Auch wenn sich die Erfurter Proteste in Grenzen hielten, hätte man hier durchaus auch auf „kein Tor“ entscheiden können. So hieß es also nun 3:0 und das Spiel beruhigte sich nun etwas, so dass nun auch die Erfurter etwas mehr für das Spielgeschehen tun konnten. Dies sollte auch ziemlich schnell belohnt werden. Lüsch hatte sich über die linke Seite durchgetankt, spielte weiter zu Schümann und dieser jagte die Scheibe trocken in die Maschen des von Reukauf gehüteten Tores. Damit ging das erste Drittel zu Ende.

Im Mittelabschnitt hatten zunächst die Thüringer mehr vom Spiel und erarbeiteten sich auch schnell Chancen, bei dergrößten Erfurter Chance hatte Reukauf dann auch eine große Portion Glück für sich gepachtet. Kämmerer hatte von der blauen Linie abgezogen, diesen Schuss ließ Reukauf durch die Schoner rutschen, aber statt ins Tor zu trudeln, rutschte der Puck Zentimeter am Pfosten vorbei. So blieb es zunächst beim 1:3, zumindest bis zur 25. min. Denn da markierte Oliver Otte den 2:3-Anschlusstreffer, bei dem Reukauf gar keine gute Figur abgegeben hatte. Auf der Grundlinie neben dem Tor stehend kam Otte in Puckbesitz und mogelte die kleine Hartgummischeibe zwischen Schoner und Pfosten hindurch ins Netz. Die Antwort des Meisters erfolgte aber quasi auf dem Fuße und Vrba stellte nach einem Konter den alten Abstand von 2 Toren wieder her. Spätestens mit dem 5:2 durch Miethke sollte in diesem Spiel dann eine Vorentscheidung gefallen sein. Zumal auch noch Eichelkraut das 6:2 folgen ließ. In den letzten Minuten des Mittelabschnittes kamen nun aber auch die Gäste wieder etwas besser zum Zug und so konnte zunächst Lüsch in Überzahl auf 3:6 verkürzen. Nur Sekunden später war es wieder Lüsch, der angeschossen von Sergerie den Puck im Leipziger Tor unterbringen konnte. Unerklärlicherweise verweigerte HSR Schoch diesem Treffer wegen eines Torraumabseits allerdings die Anerkennung. Die Drachen aber ließen sich durch diese Entscheidung nicht beeindrucken und trafen dann trotzdem noch zum 4x ins Leipziger Tor. Schümann hatte in Unterzahl spielend einen Fehler von Martin, der über den Puck geschlagen hatte, eiskalt bestrafte und auf und davon war. Staudt, mittlerweile für Reukauf eingewechselt, versuchte noch zu retten was nicht mehr zu retten war und Schümann spitzelte ihm den Puck zwischen den Beinen hindurch ins Tor. So ging es mit einem 4:6 in die letzte Drittelpause.

Das letzte Drittel stand dann wieder ganz im Zeichen der Gastgeber, die sich kurz vor den Meisterfeierlichkeiten noch einmal in einen Rausch spielten und durch Treffer von Hadamik, Fischer und Striepeke am Ende noch ein deutliches 9:4 herausschießen konnten. Der Rest ging im Jubel der 1987 Zuschauer in der Taucher Fexcom-Arena unter.

Am kommenden Freitag steht für die Black Dragons das letzte Hauptrundenspiel auf dem Plan. Und auch dieses Spiel hat es noch einmal in sich, ist doch der Gegner kein anderer als der Vizemeister Saale Bulls Halle. Spielbeginn in Halle ist um 20:00 Uhr.

Tore:

1:0 Hannes Albrecht (Florian Eichelkraut, Damian Martin) 02:33

2:0 Marvin Miethke (Tom Fiedler, Jedrzej Kasperczyk / +1) 04:53

3:0 Hannes Albrecht (Ziga Svete, Jannik Striepeke) 10:30

3:1 Felix Schümann (Florian Lüsch, Sebastian Hofmann) 13:45

3:2 Oliver Otte (Christian Grosch, Oliver Kämmerer) 24:40

4:2 Tomas Vrba (Fabian Hadamik, Damian Martin) 25:25

5:2 Marvin Miethke (Tom Fiedler, Jedrzej Kasperczyk) 29:58

6:2 Florian Eichelkraut (Jannik Striepeke, Hannes Albrecht) 32:32

6:3 Florian Lüsch (Sebastian Hofmann, Oliver Otte / +1) 36:39

6:4 Felix Schümann (Oliver Kämmerer, Florian Lüsch / -1) 3924

7:4 Fabian Hadamik (Denis Fominych, Tomas Vrba) 48:55

8:4 Patrick Fischer (Jannik Striepeke, Sören Breiter) 52:28

9:4 Jannik Striepeke (Hannes Albrecht, Esbjörn Hofverberg / +1) 53:54

Strafen: Leipzig 8 – Erfurt 1

Zuschauer: 1987

Weitere News

5. Januar 2015

Wochenende der Entscheidung?!

Letztes Heimspiel in der Hauptrunde

Sponsoren