Die Bulls auf die Hörner genommen

Stichworte: Spielbericht
4. Januar 2015

So hatte man sich auf Seiten der Erfurter in etwa den Start ins Eishockey-Jahr 2015 vorgestellt. Vor vollem Haus, wie schon letzte Woche gegen Leipzig fanden erneut über 1000 Zuschauer den Weg in die Erfurter Eishalle, konnte das Team von Trainer Tim Donnelly einen für die Zwischenrunde mit dem Westen eminent wichtigen Sieg gegen die Saale Bulls aus Halle verbuchen. Damit wuchs der Vorsprung auf die Verfolger aus Niesky und Schönheide auf 7 bzw. 10 Punkte an.

Die Gastgeber legten auch gleich los wie die berühmte Feuerwehr und überrumpelten die Gäste damit komplett. Ohne große Abtastphase waren die Black Dragons sofort auf Betriebstemperatur und konnten auch ihre erste Torchance gleich in eine frühe 1:0-Führung ummünzen. Nach einem Abstimmungsproblem in der Gästedefensive kommt Oliver Kämmerer plötzlich vollkommen frei vor Glatzel zum Schuss und vollstreckt eiskalt zur Führung. Die erste Minute war hier noch nicht abgelaufen. Wer nun aber dachte dieser Gegentreffer würde die Hallenser aufrütteln sah sich schwer getäuscht. Mehr als ein recht harmloser Schuss von Gunkel bekam Gimbel zunächst nicht auf sein Tor. Ganz anders die Erfurter, die sich nun zeitweise in einen Rausch spielten und nach gut 5 min mit dem schönsten Tor des Tages auf 2:0 erhöhen konnten. Lüsch und Schümann bedienten Sergerie und dieser traf ins Dreiangel des Gästetores zum 2:0. Selbst eine Auszeit brachte Coach Ken Latta nichts und er musste tatenlos mit ansehen, wie sein Team in Unterzahl auch noch das 0:3 einstecken mussten. Zunächst konnte Glatzel noch gegen den Blueliner von Hofmann klären, bekam den Puck aber nicht unter Kontrolle und so konnte Hannes Ulitschka die Scheibe über die Linie bugsieren. Nach etwa 15 min kamen dann auch die Gäste langsam besser ins Spiel und nutzten eine kurze Unsicherheit in der Erfurter Defensive zum 1:3-Anschluss durch Abercrombie. Dieser Treffer stachelte die Erfurter erneut an und man wollte den alten Abstand schnell wieder herstellen, aber die kleine Hartgummischeibe wollte einfach den Weg nicht ins Tor finden und so kam es fast zwangsläufig wie es kommen musste, und die Gäste kommen etwas überraschend sogar zum 2:3. Wieder war es Abercrombie der Gimbel bezwingen konnte. Aber die Drachen hatten auf diesen Anschlusstreffer die passende Antwort parat. In Überzahl hatte Sergerie das Bully im Gästedrittel gewonnen, die Scheibe kommt zu Schümann und dieser nagelt den Puck humorlos unter die Latte des Gästetores zum 4:2. Es sollte für lange Zeit das letzte Tor des Spieles bleiben, auch weil Artem Klein kurz vor dem ersten Pausentee mit einem Penalty am bestens aufgelegten Gimbel scheiterte. So ging es also mit diesem verdienten 4:2 in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt übernahmen die Gäste zwar immer mehr die Kontrolle über das Spiel, konnten sich auch ein optisches Übergewicht erarbeiten, aber man machte es der Erfurter Defensive zum Teil auch sehr leicht oder anders ausgedrückt die Erfurter Defensive ließ meist nur relativ ungefährliche Fernschüsse auf das Tor zu. Diese stellten letztlich für Gimbel keinerlei Problem dar und so blieb es beim 4:2 aus Sicht der Gastgeber. Selbst eine 60-Sekündige doppelte Überzahl verpuffte aus Sicht der Gäste wirkungslos. Im Gegenteil musste Goalie Glatzel gegen den gerade von der Strafbank kommenden Menard sogar Kopf und Kragen riskieren um einen Unterzahltreffer zu verhindern. Auch in der Folgezeit blieben Halle zwar optisch im Vorteil, die besseren und weitaus gefährlicheren Chancen erspielten sich aber die Gastgeber, die immer wieder mit blitzschnellen Kontern für Gefahr vor dem Hallenser Tor sorgen konnten. So auch in der 32. Minute, als Schümann von Sergerie bestens bedient vollkommen frei vor Glatzel zum Schuss kam, aber am Ende blieb der Goalie der Hallenser doch der Sieger. So blieb es bei einem torlosen Mittelabschnitt.

Im letzten Spielabschnitt bot sich den gut 1000 Zuschauern ein ähnliches Bild wie schon im Mitteldrittel. Optisch die Gäste leicht im Übergewicht, aber man machte viel zu wenig aus den eigenen Chancen bzw. vergab diese viel zu überhastet bzw. zu eigensinnig. Nicht zuletzt dies machte es den Gastgebern relativ einfach die Gefahr vom eigenen Tor fern zu halten und so die Spielzeit immer weiter runter zu spielen. Wenn die Bulls doch einmal gefährlich vor das Erfurter Tor kamen, dann wurde dort mit vereinten Kräften ein Gegentreffer verhindert. Auf der Gegenseite setzten die Erfurter immer wieder mit ihren Kontern kleine Nadelstiche und zeigten den Gästen so immer wieder, dass mit ihnenweiterhin zu rechnen ist. Vor allem das Überzahlspiel der Gäste war an diesem Tag schlicht zu ungefährlich, so konnten sie auch im letzten Drittel wieder eine doppelte Überzahl nicht in zählbares auf der Anzeigetafel umwandeln. So dauerte es bis zur 51. Minute ehe Abercrombie eigentlich den Anschlusstreffer hätte markieren müssen, aber er hatte die Rechnung ohne Oliver Kämmerer gemacht. Nachdem Abercrombie Gimbel schon ausgespielt hatte, wollte er den Puck lässig über die Linie ins Tor schieben, aber da war ja noch Kämmerer. Im Stile eines Goalies verhinderte er per Hechtsprung den Gegentreffer noch und so blieb es weiterhin bei der 2-Tor-Führung der Gastgeber. Zumindest bis zur 53. Minute, dann war auch Gimbel machtlos. Ein Schuss von Wunderlich wurde mehrfach abgefälscht, letztlich war es erneut Abercrombie der entscheidend abfälschte und so zu seinem 3. Treffer des Spieles kam. Dieser Treffer beflügelte die Gäste nochmals zusätzlich, aber die Erfurter Defensive machte deren weitere Angriffsbemühungen immer wieder einen Strich durch die Rechnung. In der letzten Spielminute zog Ken Latta seinen letzten Trumpf und opferte Goalie Glatzel zu Gunsten eines 6. Feldspielers aber auch dies ging gründlich nach hinten los. Adam Sergerie sorgte mit seinem Empty Net Goal 5 Sekunden vor dem Ende endgültig für klare Verhältnisse und traf zum 5:3-Endstand.

Lange Zeit zur Erholung bleibt dem Team von Tim Donnelly allerdings nicht, schon am heutigen Sonntag geht es in die Lausitz zu den Tornados Niesky. Diese hatten aber am heutigen Samstag ebenfalls ein schweres Spiel zu bestreiten. sie mussten in Leipzig antreten und unterlagen am Ende mit 1:5.

Tore:

1:0 Oliver Kämmerer (Andreas Nickel) 00:56

2:0 Adam Sergerie (Felix Schümann, Florian Lüsch) 05:05

3:0 Hannes Ulitschka (Sebastian Hofmann, Adam Sergerie / +1) 13:34

3:1 Matt Abercrombie (Troy Bigam, Artem Klein) 14:31

3:2 Matt Abercrombie (Artem Klein, Troy Bigam) 17:29

4:2 Felix Schümann (Adam Sergerie, Sebastian Hofmann / +1) 19:21

4:3 Matt Abercrombie (Eric Wunderlich, Troy Bigam) 52:10

5:3 Adam Sergerie (Empty Net Goal) 59:55

Zuschauer: 1011

Strafen: Erfurt 12 – Halle 10

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