Die Tornados gezähmt

Stichworte: Spielbericht
14. März 2015

Im dritten Spiel unter dem neuen Coach Henry Tews konnten die Black Dragons am späten Freitagabend den ersten Sieg einfahren. Gegen zum Teil überforderte Nieskyer war das Spiel nach 20 min eigentlich bereits entschieden, als die Gastgeber aus einem 0:1 binnen 15 min eine 5:2-Führung gemacht hatten und den Gästen so frühzeitig den Zahn gezogen hatten. Grund zum Feiern hatten die Drachen und die gut 500 anwesenden Zuschauer schon vor dem eigentlichen Spielbeginn. Da nämlich erhielt Adam Sergerie, Erfurter Publikumsliebling und Topscorer in Personalunion vom Fachmagazin „Eishockey News“ zum zweiten Mal in Folge die Trophäe als „Spieler des Jahres Oberliga/Ost“ überreicht. Damit gelang ihm das Kunststück, seinen Titel aus der letzten Saison zu verteidigen.

Scheinbar noch ein wenig in Feierstimmung verschliefen die Gastgeber die Anfangsphase ein klein wenig und bekamen mit dem frühen 0:1 durch Markus Fabian nach nur 103 Sekunden die Quittung prompt serviert. Dieser Gegentreffer allerdings entwickelte sich zum Segen für die Gastgeber, denn fortan spielte man sich zeitweise in einen Rausch, während die Gäste kaum noch eine Kufe aufs Eis bekamen. Und so dauerte es auch nur knapp 4 min bis das Spiel wieder egalisiert war. Hofmann hatte, von Zurek bedient, von der blauen Linie geschossen und Adam Sergerie stand goldrichtig, fälschte den Schuss ab und dieser fand den Weg ins Netz des Gästetores. Wieder nur 3 min später war es erneut an Sergerie sein Team, bei angezeigter Strafe gegen die Gäste, erstmals in Führung zu schießen, Grosch und Zurek leisteten die Vorarbeit. Knapp 120 Sekunden nach der Führung konnten die Erfurter diese noch weiter ausbauen und so traf Kapitän Christian Grosch in Überzahl zum 3:1. Der gleiche Spieler legte nur 62 Sekunden später sogar noch das 4:1 nach, dabei agierten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt sogar in Unterzahl. Den Treffer zum 5:1 steuerte dann Felix Schümann bei, konnte sich hierbei allerdings bei Ivonne Schröder bedanken, die bei diesem Gegentreffer eine alles andere als gute Figur abgab. Trotz des Treffers zum 2:5 aus Sicht der Gäste durch Fabian machte Gästecoach Jens Schwabe nach dem Spiel kein Hehl aus seiner Enttäuschung ob der Leistung seines Teams in den ersten 20 min. „Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen, haben auch 1:0 geführt, aber was dann passiert kann ich nicht erklären. Wir sind quasi komplett eingebrochen und nicht einmal die einfachsten Dinge funktionierten. Erfurt war immer einen Schritt schneller und so stand plötzlich statt 0:1 ein 5:1 auf der Anzeigetafel“ so der Coach nach dem Spiel auf der Pressekonferenz.

Mit Beginn des Mittelabschnittes wollte Schwabe noch einmal ein Zeichen setzen und wechselte die Goalies. Sein Team jedoch konnte er mit dieser Aktion nicht wach rütteln und so spielten weiterhin nur die Erfurter, ließen aber nun, angesichts des relativ deutlichen Spielstandes nicht verwunderlich, die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen. So blieb Greb im Tor der Gäste gegen Zurek, Weise, Schümann und Sergerie der Sieger. Erst als die Gäste wieder einmal in Unterzahl agieren mussten (Bankstrafe wegen zu vieler Spieler sowie 10 min gegen Jankovych) konnten die Black Dragons dies nutzen und durch Zurek auf 6:2 davon ziehen. Spätestens mit dem 7:2 durch Marcel Weises schönen Hammer von der blauen Linie waren alle Messen gesungen, auch wenn die Gäste durch Noack nochmals verkürzen konnten. Dennoch sprach das 7:3 welches auf der Anzeigetafel prangte eine deutliche Sprache.

Im letzten Spielabschnitt gelang den Gästen zunächst der Anschlusstreffer zum 4:7 durch Verteidiger Chris Neumann und wer weiß was passiert wäre, wenn Jörg Pohling 2 min später das 5:7 markiert hätte, aber der Routinier scheiterte an Otte und die Erfurter beseitigten mit dem Treffer zum 8:4-Endstand die letzten Zweifel am Sieger des Spieles.

Für die Black Dragons geht es nun in eine Pause bis zum kommenden Freitag, dann steht noch als letztes Spiel der Saison 2014/2015 das Nachholspiel gegen die Essener Moskitos an, welches beim ersten Versuch abgesagt werden musste.

Tore:

0:1 Markus Fabian (Philipp Rädecker, Eric Girbig) 01:43

1:1 Adam Sergerie (Sebastian Hofmann, Jan Zurek) 05:37

2:1 Adam Sergerie (Christian Grosch, Jan Zurek /angezeigte Strafe) 08:58

3:1 Christian Grosch (Adam Sergerie, Jan Zurek / +1) 11:07

4:1 Christian Grosch (Oliver Kämmerer, Jan Zurek / -1) 12:09

5:1 Felix Schümann (Paul Klein, Marcel Weise) 15:27

5:2 Markus Fabian (Eric Girbig, Philipp Bauer) 17:13

6:2 Jan Zurek (Christian Grosch, Adam Sergerie) 29:17

7:2 Marcel Weise (Felix Schümann, Paul Klein) 34:06

7:3 Marco Noack (Christian Rösler, Markus Fabian) 38:56

7:4 Chris Neumann (Christian Rösler, Marco Noack) 41:54

8:4 Adam Sergerie (Hannes Ulitschka, Jan Zurek / +2) 51:19

Zuschauer: 512

Strafen: Erfurt 6 – Niesky 12 (+10 Jankovych +10 Bartlick)

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