Drachen überraschen Tilburg

Stichworte: Spielbericht
22. Februar 2016

In einem ähnlich mitreißenden Spiel wie in der Vorwoche gegen die Icefighters Leipzig konnten die Black Dragons am Sonntagnachmittag einen hochverdienten Punkt gegen die favorisierten Trappers aus Tilburg erringen. Dabei waren die Erfurter dem Team aus den Niederlanden über zwei Drittel zumindest ebenbürtig und verteidigten das Remis im letzten Spielabschnitt beherzt und mit großem Kampf.

Nach dem deutlichen Ergebnis im Hinspiel schienen die Rollen auch im Rückspiel klar verteilt zu sein. Aber die Black Dragons wollten sich zunächst so gar nicht in die ihnen zugedachte Rolle begeben und brachten die Erfurter Eishalle nach wenigen Sekunden erstmals zum Beben. Zunächst versuchten sich die Gäste ins Erfurter Drittel zu spielen, blieben aber an Hofmann hängen. Dessen Befreiung landete genau auf dem Schläger von Vazan, der auf der rechten Seite ins Drittel der Gäste eindringen konnte und Grosch bediente.Der Erfurter Kapitän ließ sich nach dem perfekten Zuspiel auch nicht lange bitten und nagelte die Scheibe unter die Latte des Gästetores zur frühen Führung. Angestachelt durch den Rückstand versuchten die Trappers nun die Kontrolle über die Partie zu übernehmen, aber die Gastgeber stemmten sich der spielerischen Überlegenheit der Holländer mit Kampfkraft entgegen, konnten aber den Ausgleichstreffer durch Peter van Biezen in der 8. Minute auch nicht verhindern. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels hatten beide Mannschaften ihre Chancen um den Führungstreffer erzielen zu können, aber beide Goalies hatten etwas dagegen. Erst als die Zuschauer sich bereits mit dem 1:1 zur ersten Pause arrangiert hatten, schlugen die Trappers doch noch einmal zu. Wieder war es Peter van Biezen der Gimbel letztlich bezwingen konnte. So konnten die Gäste mit einer knappen Führung in die erste Pause gehen.

Im Mittelabschnitt hatten die Gäste zunächst sichtlich Probleme in die Gänge zu kommen. Diese Schwächephase wussten die Drachen zu nutzen und übernahmen die Kontrolle über die Partie. Angriff um Angriff rollte nun auf das Gästetor zu und schnell kam es wie es kommen musste. In der 25. War es wieder die erste Reihe, die zuschlug. Auf Zuspiel von Vostarek und Grosch war diesmal Vazan der Torschütze zum umjubelten 2:2-Ausgleichstreffer. Doch die Erfurter hatten noch lange nicht genug und konnten nur knapp 2 min später gar die Führung zum 3:2 erzielen. Diesmal kamen die Zuspiele von Vazan und Grosch und Vostarek vollstreckte in die lange Ecke des Gästetores. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnittes hätten die Erfurter ihre Führung sogar noch weiter ausbauen können, versäumten es aber, die zum Teil hochkarätigen Chancen zu nutzen. Die Gäste schienen in diesem zweiten Drittel vom unbedingten Willen der Erfurtern überrascht zu sein. Immer wieder leistete man sich einfache Puckverluste und konnte sich bei Goalie Meierdres bedanken, dass man aus diesem Mittelabschnitt lediglich mit einem Tor Rückstand in die zweite Pause ging.

Im letzten Spielabschnitt besannen sich die Holländer wieder mehr auf ihre Stärken und versuchten den Black Out aus dem Mittelabschnitt auszubügeln. Zunächst verweigerte aber der HSR einem Treffer der Gäste die Anerkennung und entschied, zu Recht, wegen hohern Stocks. Aber keine 30 Sekunden später zappelte die Scheibe erneut im Tor der Gastgeber und diesmal zählte der Treffer. Torschütze war Björn Willemse. Es sollte aber der letzte Treffer bleiben, denn der Erfurter Goalie Maximilian Gimbel lief nun zu Höchstform auf und brachte die Stürmer der Gäste mit tollen Paraden reihenweise zur Verzweiflung. Egal wer es auch versuchte, Gimbel schien immer eine passende Antwort parat zu haben. Allein im letzten Spielabschnitt konnte Gimbel 24 Schüsse auf seinen Kasten parieren. Die Erfurter mussten im letzten Drittel vermehrt dem hohen Tempo aus dem 2. Drittel Tribut zollen und kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen. Die Erfurter schienen diesmal aber auch mit dem Glück im Bunde zu sein, denn gleich 3x rettete das Gestänge des Erfurter Tores vor einem Gegentreffer. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit bot sich den Black Dragons in Überzahl noch einmal die Chance, die Partie doch noch für sich zu entscheiden. Aber Max Dimitrovici scheitere gleich zweimal an Meierdres. Letztlich hatten sich beide Teams aber das Remis nach 60 Minuten redlich verdient. Da in der Verlängerung nichts weiter passierte, musste letztlich das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Hier hatten die Gäste das bessere Ende für sich und konnten sich den Zusatzpunkt sichern. So richtig traurig war man auf Seiten der Gastgeber darüber jedoch nicht, denn mit diesem Punktgewinn hatte niemand so richtig gerechnet. Geschweige denn hatte man diesen Punkt eingeplant. Dadurch konnte man den Vorsprung zu Platz 14 auf 4 Punkte ausbauen.

Tore:

1:0 Christian Grosch (Michal Vazan, Sebastian Hofmann) 0:51
1:1 Peter van Biezen (Kyle DeCoste, Ivy van de Heuvel) 7:24
1:2 Peter van Biezen (Ivy van de Heuvel, Kyle DeCoste) 19:51
2:2 Michal Vazan (Christian Grosch, Mathias Vostarek) 24:11
3:2 Mathias Vostarek (Michal Vazan, Christian Grosch) 26:46
3:3 Bjorn Willemse (Kyle DeCoste, Ivy van de Heuvel / +1) 44:10
3:4 Diederick Hagemeijer (65:00 / entscheidender Penalty)

Strafen: Erfurt 4 – Tilburg 12

Zuschauer: 472

Weitere News

22. Februar 2016

Alles gute zum Geburtstag

Max feiert

20. Februar 2016

Beim Spitzenreiter war nix zu holen

Niederlage in Duisburg

18. Februar 2016

Zweimal als krasser Außenseiter

Holländer kommen

Sponsoren