Drachen am Westbahnhof chancenlos

Stichworte: Spielbericht
28. Februar 2015

Ohne echte Siegchance und mit einer am Ende vollkommen verdienten 0:6-Pleite im Gepäck mussten die Black Dragons am späten Freitagabend die Heimreise vom Essener Westbahnhof antreten. Gegen keineswegs übermächtige Moskitos waren am Ende gleich mehrere Faktoren ausschlaggebend für die deutliche Niederlage. So erarbeitete man sich zwar im Spiel reichlich Chancen, doch diese wurden am Ende zu leichtfertig vergeben, auch kann man in dieser Verzahnungsrunde kein Spiel von der Strafbank gewinnen, so waren am Ende deren 22 Strafminuten gegenüber von nur 6 auf Seiten der Gastgeber schlicht zu viel.

Dabei startete das Spiel für die Gäste durchaus vielversprechend, nach einem blitzsauberen Unterzahlkonter über Lüsch und Schümann konnte letzterer nur regelwidrig gebremst werden. Der angebrachte Penaltypfiff blieb aber unverständlicherweise aus und so kamen fortan die Gastgeber immer besser zum Zug. Bei den Erfurtern hingegen machte sich eine bis dahin ungekannte Nervosität breit und es fehlte den Erfurtern fortan der Zugriff auf das Spiel vollkommen. Die Gastgeber hingegen schienen nun gedanklich immer einen Schritt schneller zu sein und so konnte man nach knapp 10 Minuten mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp 30 Sekunden das Spiel in Richtung der Gastgeber lenken. Jan Barta und Reto Schüpping zeichneten sich hierfür verantwortlich. Dieser Doppelschlag brachte die Erfurter nun komplett aus dem Tritt und es spielten fortan nahezu nur noch die Gastgeber. Diese nutzten die nun gebotenen Freiräume auch gleich noch zum 3. Treffer in der 12. Minute erneut durch Barta. Damit war früh im Spiel eine Art Vorentscheidung gefallen, denn die Gäste machten nicht den Eindruck, als könnten sie (wie es in Halle nach dem 0:3 Zwischenstand gelungen war) noch einmal ins Spiel zurück kommen. Mit diesem 0:3 aus Erfurter Sicht zur ersten Drittelpause war man dann sogar noch gut bedient, denn den Gastgebern wurde kurz vor der Pausensirene ein eigentlich regulärer Treffer nicht anerkannt und so blieb es beim 0:3.

Früh im Mittelabschnitt, es waren gerade 4 Minuten absolviert, legten die Gastgeber mit dem 4:0 den nächsten Treffer nach, Thomas Richter stocherte den Puck aus dem Gewühl vor dem Erfurter Tor über die Linie. Damit waren natürlich zu diesem frühen Zeitpunkt alle Messen gelesen, die Gastgeber wechselten in den „Kräftesparmodus“ für das anstehende Derby gegen Herne und Erfurt machte weiterhin nicht den Eindruck als könne man das Spiel kippen. Den Willen kann man den Black Dragons sicher nicht absprechen, allein es fehlte an der Durchschlagskraft in der Offensive. Der letzte Pass konnte von den Gastgebern zu meist ohne größere Probleme noch verhindert werden. Und kam doch einmal etwas durch so war da ja immer noch Goalie Wendler, der sich mehrfach auszeichnen konnte, aber Schluss endlich sein Tor sauber hielt. So plätscherte das Mitteldrittel ohne weiter größere Höhepunkte dahin und ging dann auch recht ereignislos zu Ende. Erst kurz vor Ende des Mittelabschnittes noch einmal Aufregung. Statt einer Strafe gegen die Moskitos, die den in Unterzahl durchbrechenden Jan Zurek nur regelwidrig stoppten gab es zur Überraschung aller Strafe für den Erfurter Goalie Martin Otte wegen eines Beinstellens, das so richtig niemand gesehen hatte nicht einmal Martin Otte selbst.

So mussten die Gäste zu Beginn des letzten Spielabschnittes über eine Minute in doppelter Unterzahl agieren. In dieser doppelten Unterzahl kam es dann jedoch auch noch zu einer das Spiel bezeichnenden Szene. So konnte Christian Grosch trotz doppelter Unterzahl einen Konter auf das Essener Tor fahren, scheiterte jedoch gleich zweimal an Goalie Wendler. Die weiteren Treffer der Gastgeber durch McLeod (47.) und Maik Klingsporn (58.) waren dann auch nur noch für die Statistik. Und das Spiel ging so mit einem 0:6 (0:3, 0:1, 0:2) aus Erfurter Sicht zu Ende.

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