Drachen mit Dreier in Berlin

Stichworte: Spielbericht
15. November 2014
Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen (Wettbewerbsübergreifend) konnten die Black Dragons am späten Freitagabend wieder in die Erfolgsspur zurück kehren. Dabei waren die Vorzeichen für Coach Tim Donnelly alles andere als gut. Zur eh schon langen Ausfallliste (Klein, Zech, Fischer, Weise, Olidis sowie der nach Spieldauer in Niesky gesperrte Regner) gesellte sich nach dem Warm up mit Felix Schümann der nächste Ausfall. So musste Donnelly noch vor dem ersten Bully seine Reihen erneut umstellen um den Ausfall zu kompensieren.
Bedingt durch diese Umstellung benötigten die Black Dragons zu Beginn des Spieles auch ein paar Minuten um sich zu finden. So kamen die gastgebenden Akademiker auch zunächst besser ins Spiel und hatten dementsprechend auch die ersten guten Chancen. Doch mit vereinten Kräften konnten die Erfurter diese erste Druckphase der Berliner überstehen. Aus der Gegenseite sprang bis auf einen Schuss von Robert Kelm, mit dem Gräubig durchaus seine Probleme hatte, nichts Zählbares heraus. Nach knapp 6 Minuten vergab zunächst Enrico Manske die Chance zur Erfurter Führung, dies eröffnete den Gastgebern die Chance auf einen Konter und diesen nutzen die Berliner eiskalt aus. Watzke bediente Ratajczyk und dieser war mit einem trockenen Schuss in den Winkel des Erfurter Tores zur durchaus verdienten Berliner Führung erfolgreich. Nur kurz später bot sich dann Oliver Otte die Ausgleichschance, aber Dominik Gräubig hatte etwas dagegen und konnte sein Tor sauber halten. Die nun folgenenden Überzahlspiele für beide Teams blieben folgenlos, wobei die Berliner nach Ende ihrer Strafzeit die größte Möglichkeit hatten, aber Grosch blieb letztlich gegen Czajka der Sieger und es blieb zunächst beim 1:0. Nachdem FASS-Goalie Gräubig erneut zweimal in höchster Not retten konnte machten es die Berliner besser als die Erfurter und erzielten den Treffer zum 2:0. Letztlich war es Patrzek, der den Puck über die Linie bugsieren konnte, nachdem es den Drachen nicht gelungen war, die kleine Hartgummischeibe konsequent genug zu klären. Kurz vor der ersten Pause mussten die Erfurter nochmals in Unterzahl agieren, konnten diese brenzlige Situation aber mit ein wenig Glück überstehen und so blieb es bis zur ersten Pause bei der durchaus verdienten Berliner Führung.
Auch im Mittelabschnitt erwischten zunächst die Berliner den besseren Start, aber sowohl Patrzek als auch Czajka fanden in Otte ihren Meister. In der 25. Minute waren die Gastgeber dann mit dem Glück im Bunde und so klatschte ein Schuss von Adam Sergerie nur an die Querlatte des Berliner Tores, dieser Schuss aber war so etwas wie der Startschuss der Erfurter Aufholjagd, denn in der Folgezeit übernahmen die Erfurter immer mehr die Kontrolle über das Spiel. Die Berliner blieben mit ihren Kontern zwar immer gefährlich, aber letztlich fehlte ihnen nun die Genauigkeit, um die Chancen besser nutzen zu können. Selbst in Überzahl kamen sie kaum noch zu nennenswerten Chancen, oder anders gesagt, die Erfurter Defensive stand nun von Hofmann & Ulitschka sehr gut organisiert sattelfest. Und so kam es für die Berliner wie kommen musste. In der 34. Minute tankte sich Otte über die rechte Seite in das Berliner Drittel durch, konnte auch von Watzke nicht mehr am Schuss gehindert werden und dieser rutschte Gräubig durch die Schoner und landete zum Anschlusstreffer im Berliner Netz. Dieser Gegentreffer schien die Gastgeber bis ins Mark zu treffen und so wussten sich die Berliner nun nur noch durch Fouls zu helfen und fanden sich folgerichtig in doppelter Unterzahl wieder. Diese Einladung nahmen die Erfurter dann auch schnell dankend an und erzielten den mittlerweile verdienten Ausgleichstreffer, der auf das Konto von Mannschaftskapitän Grosch ging. Auch in den letzten Minuten des Mittelabschnittes waren die Erfurter einem weiteren Treffer näher als die Berliner. Der aber blieb aus, und so ging es mit 2:2 in die letzte Pause.
Im letzten Drittel schienen sich die Berliner nun wieder etwas gefangen zu haben und so wogte das Spiel lange Zeit hin und her. Dabei boten sich beiden Teams zum Teil Riesenchancen um den Führungstreffer erzielen zu können. Aber sowohl Otte auf Erfurter Seite als auch Gräubig auf Seiten der Akademiker liefen nun zu Hochform auf und brachten die Stürmer gleich reihenweise nahezu zur Verzweiflung. Die Spielzeit neigte sich so langsam dem Ende entgegen und die knapp 150 Zuschauer im Erika-Heß-Stadion richteten sich so langsam auf die Extraschicht Overtime ein. Dabei hatten sie aber die Rechnung ohne Oliver Otte gemacht. Denn Otte hatte scheinbar so gar keinen Bock auf die Extraschicht und erzielte in der 56. Minute den erstmaligen Führungstreffer für die Gäste. Dabei profitierte er von einem Fehler Gräubigs, dieser hatte einen Schuss von Unzeitig nur kurz abwehren können und Otte nahm diese Einladung dankend an und schob die Schiebe über die Linie. Auch dank eines nun folgenden Unterzahlspiel war der Erfolg der Erfurter aber noch lange nicht in trockenen Tüchern. Aber nun spielten den Drachen die Gastgeber selbst in die Karten. Im Spielaufbau verlor ein Berliner an der eigenen blauen Linie den Puck an Grosch und dieser bediente Adam Sergerie, der aus zentraler Position die kleine Hartgummischeibe humorlos in den Winkel des Berliner Tores jagte und so mit dem 4:2 für die Vorentscheidung sorgte. Auch für die endgültige Entscheidung sorgte der Erfurter Topscorer und traf per Empty Net Goal noch zum 5:2-Endstand aus Erfurter Sicht.
Am Ende fiel der Sieg vielleicht 2 Tore zu hoch aus, aber das interessierte am Ende keinen mehr und die Erfurter konnten über das ganze Spiel betrachtet durchaus verdient den Sieg für sich verbuchen.
Am Sonntag geht es für die Black Dragons erstmals ins Erzgebirge zum EHV Schönheide, ehe es in eine 2-wöchige Spielpause für die Erfurter geht. Hier wird die Drachen ein heißer Tanz erwarten, brennen die Wölfe doch mit Sicherheit auf Revanche für die zuletzt erlittene böse Pleite in Erfurt. Spielbeginn im Erzgebirge ist um 17:00 Uhr.
Tore:
1:0 Ricco Ratajczyk (Johannes Ehemann, Nils Watzke) 05:40
2:0 Fabio Patrzek (Can Matthäs, Dave Simon) 14:17
2:1 Oliver Otte (Enrico Manske, Hannes Ulitschka) 33:40
2:2 Christian Grosch (Enrico Manske, Oliver Kämmerer / +2) 37:05
2:3 Oliver Otte (Christopher Unzeitig, Enrico Manske) 55:41
2:4 Adam Sergerie (Christian Grosch / -1) 57:29
2:5 Adam Sergerie (Sebastian Hofmann / Empty Net Goal) 58:29
Strafen: Berlin 8 – Erfurt 12
Zuschauer: 148

Weitere News

12. November 2014

Mitarbeiter gesucht

Sportbar

12. November 2014

Schon Weihnachtsgeschenke gekauft?

Unterstützung für den Verein

12. November 2014

EHC lädt ein

Fanstammtisch

Sponsoren