Drachen unterliegen eiskalten Scorpions

Stichworte: Spielbericht
10. November 2014

Im vorletzten Heimspiel im Nord/Ost-Pokal mussten die Black Dragons am Sonntag eine schmerzliche 1:4-Heimniederlage hinnehmen, damit sind auch alle (zumindest noch theoretischen) Finalträume geplatzt. Die Erfurter fanden gegen die Kontertaktik die sich Lenny Soccio, Trainer der Scorpions, ausgedacht hatte eigentlich nie ein geeignetes Mittel. Dennoch hätte das Spiel auch gut anders herum ausgehen können, Chancen dazu waren vorhanden, aber wie schon am Freitag bei den Indians fehlte das nötige Quäntchen Glück um das Spiel anders gestalten zu können.

Nach kurzer Abtastphase übernahmen die Gastgeber schnell die Initiative auf dem Eis. Aber erste Chancen von Grosch und Manske blieben erfolglos. Nach gut 3 Minuten bekamen die Gastgeber einen ersten Vorgeschmack auf das, was heute auf sie wartete. Phil Hungerecker war plötzlich auf und davon und konnte nur noch regelwidrig am Torschuss gehindert werden und erhielt dafür zu Recht einen Penalty zugesprochen. Hungerecker aber scheiterte am gut aufgelegten Max Gimbel im Tor der Erfurter. Nahezu im Gegenzug dann die nächste gute Chance für die Erfurter, zunächst scheiterte Schümann an der Querlatte des Tores, den Nachschuss von Manske konnte Korff dann parieren. Die erste Überzahlchance erhielten nun die Gäste aus Hannover, aber Max Gimbel konnte sein Team mit tollen Paraden u.a. gegen Ex-Nationalspieler Morczinietz und Ex-Hallenser Lehmann im Spiel halten und so blieb es beim 0:0. Nachdem auch das zweite Überzahlspiel der Gäste mit etwas Glück schadlos überstanden wurde konnten nun die Erfurter erstmals in Überzahl agieren. Aber auch hier sollte kein Treffer gelingen und so blieb es bis zur Pause beim torlosen Remis.

Ins zweite Drittel starteten die Erfurter noch mit einer Überzahl, und konnten dadurch die ersten Akzente setzen. Die größte Chance bot sich dabei Oliver Otte, der jedoch an Korff scheiterte. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnittes kam die Taktik der Gäste immer besser zum tragen und so tauchten die Stürmer der Gäste immer wieder kreuzgefährlich vor Gimbel auf. Dieser konnte aber mit tollen Paraden sein Tor sauber halten. Zumindest bis in die 28. Min gelang ihm dies, dann war auch Gimbel geschlagen. Morczinietz und Lehmann tauchten im 2 auf 1 Konter im Erfurter Drittel auf und letzterer spielte Morczinietz klasse frei und dieser bezwang Gimbel zur 1:0-Gästeführung. Nur kurz nach diesem Gegentor brannte es wieder lichterloh im Erfurter Drittel, kurz nacheinander mussten Regner und Kämmerer auf die Strafbank und die Gäste hatten fast 2 min die Gelegenheit in doppelter Überzahl zu agieren. Aber die Erfurter überstanden diese mehr als brenzlige Situation mit großem Kampf und konnten einen weiteren Gegentreffer verhindern. Dies beflügelte die Gastgeber noch einmal zusätzlich und so übernahmen die Drachen nun noch einmal die Kontrolle über das Spiel. Die Gäste konnten sich kaum noch aus dem eigenen Drittel befreien und so war der Ausgleichstreffer eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Diese war dann in der 36. Minute gekommen. Grosch hatte aufs Tor geschossen und Hofmann konnte abfälschen, so das Korff chancenlos war. Mit diesem 1:1 ging es in die Pause.

Das letzte Drittel begann für die Gastgeber denkbar schlecht. Gerade 9 Sekunden waren absolviert als die Gäste die erneute Führung erzielen konnten. Diesmal war Ex-Hallenser Lehmann der Torschütze. Nach diesem Treffer brauchten die Gastgeber einige Zeit um sich von diesem Tiefschlag zu erholen und dies nutzten die Gäste nahezu eiskalt aus. Zunächst konnte Gimbel noch einmal gegen Lehmann retten, als dieser erneut allein vor ihm auftauchte. Im nun folgenden Überzahlspiel war Gimbel dann aber erneut gegen Lehmann chancenlos und dieser traf zum 1:3 halbhoch ins lange Eck. Selbst wenn man dieses 1:3 noch nicht als Vorentscheidung werten wollte, so waren dann spätestens mit dem Unterzahltreffer von Ouellette in der 51. Minute alle Messen gesungen. Die Black Dragons versuchten zwar noch einmal ins Spiel zurück zu kommen, aber Manske traf kurz nach dem 1:4 nur den Pfosten. Wenn hier der Anschlusstreffer zum 2:4 gelungen wäre, wäre es sicher noch einmal spannend geworden. So blieb es bis zum Ende bei diesem 1:4 und die Erfurter mussten nach 3 Finalteilnahmen in Folge alle Hoffnungen auf ein erneutes Finale begraben.

Am kommenden Wochenende stehen für die Black Dragons zwei schwere Auswärtsspiele auf dem Programm. Zunächst geht es am Freitag nach Berlin zu den Akademikern von FASS Berlin. Das Team von Coach Rumid Masche steht nach der Niederlage in Niesky schon gehörig unter Zugzwang, wenn man noch ein Wörtchen um Platz 4 mitreden möchte. Nicht weniger schwierig wird es am Sonntag im Wolfsbau in Schönheide. Dort werden die Wölfe auf eine Revanche für die zuletzt erlittene 2:11-Schlappe in Erfurt brennen.

Tore:

0:1 Andreas Morczinietz (Sebastian Lehmann, Jeffrey Keller) 27:04

1:1 Sebastian Hofmann (Christian Grosch, Andreas Nickel) 35:53

1:2 Sebastian Lehmann (ohne Assist) 40:09

1:3 Sebastian Lehmann (Robin Ringe, Daniel Reiß / +1) 45:59

1:4 Britt Ouelette (ohne Assist / -1) 50:08

Strafen: Erfurt 14 (+10 Ulitschka) – Hannover 10

Zuschauer: 524

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