Drachen unterliegen in der Overtime

Stichworte: Spielbericht
8. November 2014

Ganze 19 Sekunden fehlten den Black Dragons am späten Freitagabend am Hannoveraner Pferdeturm um die eigentlich verdienten 3 Punkte eintüten zu können. So blieb es am Ende bei nur einem Punkt, den die Männer von Tim Donnelly mit auf die Heimreise nehmen konnten. Donnelly musste weiterhin auf Klein, Zech, Fischer, Olidis und Weise verzichten. Zudem plagten sich Sergerie und Grosch die vergangene Woche über mit einem Magen/Darm-Virus, wollten aber unbedingt spielen und die Teamkollegen unterstützen.

Die Erfurter machten schnell deutlich, dass man nicht gewillt war, sich wie beim letzten Auftritt am Pferdeturm mit 0:6 geschlagen zu geben. Fast von Beginn an übernahmen die Gäste aus Thüringen das Kommando auf dem Eis, sündigten aber mit ihren Torchancen. Die Gastgeber setzten von Beginn an auf eine Kontertaktik und einer dieser Konter brachte auch die erste richtige Torchance. Andre Gerartz konnte nach gut 4 Minuten nur regelwidrig beim Unterzahlkonter gestoppt werden und bekam hierfür einen Penalty zugesprochen. Diesen Penalty aber konnte Goalie Martin Otte ohne größere Probleme parieren. Knapp 20 Sekunden nach diesem Penalty konnten die Erfurter dann die durchaus verdiente Führung erzielen. Oliver Kämmerer kam an der blauen Linie an den Puck, zog sofort ab und dieser Schuss wurde noch von Nickel im Slot abgefälscht und trudelte über die Linie ins Tor. Dieser Treffer beflügelte die Gäste noch zusätzlich und die Gastgeber konnten sich allein bei ihrem Goalie bedanken, dass man nach gut 10 min immer noch nur mit einem Tor zurücklag. Und so kam es wie es kommen musste, mit ihrer zweiten richtigen Chancen nach dem Penalty konnten die Gastgeber die Partie völlig überraschend ausgleichen. Koziol, den die Erfurter auch in der Folgezeit kaum in den Griff bekamen erzielte den Ausgleichstreffer. Aber die Gäste hatten die richtige Antwort parat und so konnte Manske nur 60 Sekunden später die erneute Führung erzielen. Etwa 3 min später jubelten die Gäste erneut, Sergerie hatte aus zentraler Position geschossen, der Goalie der Hannoveraner kratzte die Scheibe eigentlich hinter der Torlinie weg. Die Schiris entschieden jedoch, dass der Puck die Torlinie nicht in vollem Umfang überquert hatte und verweigerten dem Tor die Anerkennung. So ging es mit einem für die Gastgeber mehr als schmeichelhaften 1:2 in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt wollten die Indians nun auch etwas mehr mitspielen und kamen vermehrt zu Einschussmöglichkeiten. Wieder konnte Gerartz nur regelwidrig gestoppt werden und so fanden sich die Erfurter schnell in Unterzahl wieder und dieses nutzten die Gastgeber durch Meve zum erneuten Ausgleichstreffer. Nun wogte das Spiel hin und her mit zum Teil Riesenchancen auf beiden Seiten, aber sowohl Otte und auch sein Gegenüber Preuß konnten zum Teil mit einiger Mühe ihre jeweiligen Tore sauber halten. Zumindest bis zur 36. Minute, hier sollten sich die Ereignisse etwas überschlagen. Zunächst konterten die Gastgeber die Erfurter eiskalt aus und Oliver Duris vollstreckte zum 3:2 aus Sicht der Gastgeber, aber wieder hatten die Gäste die richtige Antwort parat. Knapp 90 Sekunden später erzielte Oliver Otte den Ausgleich zum 3:3, konnte dabei auf die Mithilfe der Defensive der Gastgeber setzen. Diese hatten ihren eigenen Torhüter bezwungen. Otte hatte aus zentraler Position schießen können, dieser Schuss wurde vom Schläger eines Verteidigers abgefälscht und senkte sich etwas unglücklich hinter Preuß ins Netz. Mit diesem 3:3 ging es in die 2. Pause. Während die Gastgeber mit dem Spielstand durchaus zufrieden sein konnten, trauerte man auf Erfurter Seite immer noch den vergebenen Chancen nach.

Im letzten Drittel konnten wieder die Gastgeber zunächst das erste Ausrufezeichen in Form der erneuten Führung setzen. Karan Moalim, vor 2 Jahren noch in Diensten der Saale Bulls und in der Oberliga/Ost aktiv, war zur Stelle um einen Rebound von Otte, der nicht konsequent genug geklärt werden konnte zu verwerten. Die Drachen antworteten auf diesen erneuten Rückstand mit zum Teil wütenden Angriffen und wollten wieder sofort die richtige Antwort geben. Dies misslang aber gründlich und Otte musste gleich mehrfach gegen Konter der Gastgeber retten. Selbst in einem 5-3 PP gelang es den Erfurtern nicht etwas Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen, mit Glück und Geschick gelang es den Indians den mehrfach nahen Ausgleichstreffer zu verhindern. Mehr als ein Pfostentreffer von Schümann sprang für die Gäste nicht heraus. Kapitän Christian Grosch dachte sich dann wohl „wenn es spielerisch nicht klappen will, muss halt die Brechstange herhalten“. In der 53. Minute packte Grosch dann eben die Brechstange aus und traf zum verdienten Ausgleich. Aber es sollte noch besser für die Gäste kommen. In der 58. Minute zündete Felix Schümann den Turbo, überlief noch einen Verteidiger und traf in den Winkel zur verdienten Erfurter Führung. Aber die Hannoveraner gaben nicht auf, kamen kurz vor Schluss sogar noch zu einer doppelten Überzahl und opferten nun sogar noch ihren Goalie zu Gunsten eines weiteren Stürmers und konnten so mit 6 gegen 3 agieren. Gelang es den Gästen zunächst noch die Hannoveraner vom eigenen Tor wegzuhalten, war es 19 Sekunden vor dem Ende dann doch noch soweit und Artur Grass konnte zum 5:5 ausgleichen. Da die Erfurter in der Overtime noch in Unterzahl agieren mussten kam es dann wie es meist kommt, wenn man vorn die Dinger nicht macht. Andre Gerartz vollstreckte zum 6:5-Siegtreffer in der 62. Minute.

Am kommenden Sonntag empfangen die Erfurter in der heimischen Eishalle die Scorpions aus Hannover zum Pokalrückspiel. Das Hinspiel hatte der Ex-Meister aus Hannover noch im Penaltyschießen für sich entscheiden können.

Tore:

0:1 Andreas Nickel (Oliver Kämmerer, Christian Grosch / +1) 03:53

1:1 Christoph Koziol (Andre Gerartz, Aaron Reckers) 10:05

1:2 Enrico Manske (Felix Schümann, Christoph Regner) 11:07

2:2 Yannick Meve (Oliver Duris, Frank Richardt / +1) 22:09

3:2 Oliver Duris (Yannick Meve, Kai Steinmann) 35:02

3:3 Oliver Otte (Jan Zurek, Andreas Nickel) 36:45

4:3 Karan Moalim (Christoph Koziol, Tobias Stolikowski) 43:47

4:4 Christian Grosch (Oliver Kämmerer) 52:56

4:5 Felix Schümann (ohne Assist) 57:00

5:5 Artur Grass (Christoph Koziol, Frank Richardt / 6. Feldspieler / +2) 59:41

6:5 Andre Gerartz (Artur Grass, Christoph Koziol) 61:22

Zuschauer: 1010

Strafen: Hannover 8 (+10 Koziol) – Erfurt 6

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