Drachen unterliegen in der Wetterlotterie

Stichworte: Spielbericht
5. Januar 2015

Knapp 24 Stunden nach dem Sieg gegen die Saale Bulls waren die Black Dragons am Sonntag bereits wieder gefordert, diesmal im offenen Waldstadion zu Niesky. Und dieses Waldstadion in Niesky sollte sich während des Spieles wieder einmal von seiner unangenehmen Seite zeigen. Sah es zunächst noch nach einem „normalen“ Spiel aus, so änderte sich dies mit dem Spielbeginn schlagartig. Denn pünktlich zum Spielbeginn setzte in Niesky zum Teil starker Schneefall ein, dieser gipfelte dann im Laufe des Mittelabschnittes gar in einem Hagelschauer. Marcel Weise wollte die Wetterkapriolen in Niesky jedoch nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen. „Jeder Spieler in der Liga weiß um die Besonderheiten des Waldstadions, das Wetter kann und will ich nicht als Ausrede gelten lassen. Auch wenn es heute wieder einmal alles andere als angenehm war hier zu spielen. Wir haben es schlicht versäumt unsere Chancen in Tore umzumünzen.“

Von Beginn zeigte sich der Wettergott in Niesky nicht gerade als Freund des Eishockeys und machte es den Teams alles andere als einfach mit den zunächst herrschenden Bedingungen zu Recht zu kommen. So dauerte es dann auch fast 10 Minuten ehe sich beide Teams mit den Bedingungen einigermaßen arrangiert hatten. Naturgemäß kamen die Gastgeber mit den Bedingungen besser zurecht und übernahmen zunächst die Kontrolle über das Spiel und erspielten sich erste Chancen. Eine dieser Chancen führte in der 9. Minute dann auch zur Führung der Gastgeber. Greulich und Musil hatten Jankovych bedient und dieser konnte Max Gimbel im Erfurter Tor bezwingen und seine Farben in Front bringen. Die Gäste aus Thüringen hatten jedoch hierauf noch die passende Antwort parat und antworteten mit dem Ausgleichstreffer. Jan Zurek konnte in der 11. Minute in doppelter Überzahl ein Zuspiel von Menard und Grosch zum Ausgleich nutzen. In der 18. Minute sorgte ein Treffer der Tornados für etwas erhitzte Gemüter. Erfurts Goalie Gimbel sah sich seiner Meinung nach eines Stockschlags Musils auf die Fanghand ausgesetzt, nachdem dieser den nun freien Puck dann noch über die Linie stocherte, trotz aller Proteste zählte der Treffer. Gimbel nahm sich dann den Stürmer der Tornados zur Brust und kassierte dafür zusätzlich zum Gegentreffer noch eine Strafzeit. Diese konnten die Gastgeber jedoch nicht nutzen und so ging es mit diesem 1:2 aus Erfurter Sicht in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt stand dann ganz im Zeichen des Wettergottes der die 380 Zuschauer im Waldstadion zunächst mit reichlich Schnee eindeckte und diesen Schnee dann auch noch in einen Hagelschauer umwandelte. Diese Wetterkapriolen gipfelten darin, dass der HSR die Partie nach 30 min zunächst unterbrach um eine weitere Eispflege zu ermöglichen. Diese dauerte dann auch fast 20 Minuten, dann hatten die Eismeister die Spielfläche wieder in einen einigermaßen bespielbaren Zustand verwandelt. Zudem hatte der Wettergott nun ein Einsehen mit Spielern und Zuschauern und schickte nur noch gelegentlich den ein oder anderen Regen bzw. Schneeschauer ins Waldstadion. Beide Teams hatten dann auch so ihre Probleme um mit der Eisfläche klarzukommen. Dies gelang den Gastgebern dann zum Drittelende hin immer besser und gipfelte im Treffer zum 3:1 durch Bauer in der 38. Minute. Damit ging es in die 2. Pause.

Den Beginn des letzten Drittels verschliefen die Gäste dann leider komplett und fingen sich nur 44 Sekunden nach Wiederbeginn das 1:4 und damit eine Vorentscheidung im Spiel ein. Wieder einmal war Musil der Torschütze. Dieser Treffer spielte den Gastgebern natürlich noch zusätzlich in die Karten und das Team von Theo Schwabe arbeitete routiniert mit der Spieluhr. Die Gäste aus Erfurt versuchten zwar alles um noch einmal ins Spiel zurück zu kommen, aber es sollte nicht gelingen. Egal wer es auch versuchte ob es Menard, Sergerie, Grosch oder auch Ulitschka und Kämmerer waren, immer hatten die Tornados bzw. ihr Goalie Handrick eine passende Antwort parat. Kurz vor Spielende mussten die Erfurter gar noch das 1:5 durch Wimmer hinnehmen. Damit ging das Spiel zu Ende und der Vorsprung der Erfurter auf die Verfolger Niesky und Schönheide schmolz wieder auf 4 bzw. 7 Punkte zusammen.

Am kommenden Freitag, 09.01.2015 ab 20:00 Uhr, kommt es dann in Erfurt zum Showdown zwischen den Black Dragons und den Schönheider Wölfen. Bei einem Erfurter Sieg würden die Erfurter zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde ihr Ticket für die Verzahnungsrunde lösen.

Tore:

1:0 Vitezslav Jankovych (Sebastian Greulich, Mojmir Musil) 08:45

1:1 Jan Zurek (Brennan Menard, Christian Grosch / +2) 10:44

2:1 Mojmir Musil (Vitezslav Jankovych, Jörg Pohling / +1) 17:32

3:1 Philipp Bauer (Robert Bartlick, David Vatter) 37:32

4:1 Mojmir Musil (Marcel Leyva, Vitezslav Jankovych) 40:44

5:1 Daniel Wimmer (Philipp Bauer, Robert Bartlick) 55:33

Strafen: Niesky 10 – Erfurt 10

Zuschauer: 380

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