Ein Erfolg für den Kopf

Stichworte: Spielbericht
29. Dezember 2015
Knapp 950 Zuschauer hatten am für Eishockey eigentlich untypischen Montag den Weg in die Erfurter Eishalle gefunden und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Denn sie erlebten ein durchaus denkwürdiges Spiel, welches man so schnell nicht vergessen wird. Gerade der erste Spielabschnitt sollte mit insgesamt 101 Strafminuten in die Geschichte des Erfurter Eishockeys eingehen.
Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Zuschauer, zumindest jener, die den Gastgebern die Daumen drückten. Denn nach gerade einmal 15 Sekunden zappelte die Scheibe erstmals im Netz der Gäste. Artur Rößger hatte geschossen, dieser Schuss wurde abgefälscht und landete genau bei Kapitän Christian Grosch, der keine Mühe mehr hatte, den Puck im Tor unterzubringen. Dieser frühe Treffer sollte eigentlich für etwas mehr Sicherheit auf Seiten der Gastgeber sorgen, aber eher das Gegenteil war der Fall. Die Gäste kamen besser ins Spiel und nutzten in der 7. Minute ihre erste richtige Chance zum Ausgleichstreffer durch Christian Wittmann. Eben jener Christian Wittmann sollte aber wenig später zur tragischen Figur werden. Nach einem Zweikampf mit Jan Zurek streckte Wittmann Zurek mit einem Bandencheck nieder und fing sich auf Grund einer Verletzungsfolge bei Zurek eine berechtigte Spieldauerdisziplinarstrafe ein. Diese Überzahl nutzten die Erfurter durch Oliver Kämmerer auch zur erneuten Führung aus. Knapp 4 Minuten später, die Gäste aus dem Harz hatten nach einer Unsportlichkeit mit Thomas Schmidt, welcher bei unterbrochenem Spiel den Puck in die Zuschauer geschossen hatte, den nächsten Spieler mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe verloren, erzielten die Drachen ihren dritten Treffer. Wieder war Oliver Kämmerer der Torschütze. Für den vierten Erfurter Treffer sorgte in doppelter Überzahl nach einem tollen Spielzug über Huber und Ulitschka kurz vor der Pause Oliver Otte. Aber es sollte für die Falken noch schlimmer kommen, denn auch Fabian Pyszynski fing sich eine Spieldauerdisziplinarstrafe (10 + 10) ein. Die Braunlager kassierten damit allein im ersten Drittel insgesamt 99 Strafminuten. Mit diesem 4:1 ging dieses durchaus ereignisreiche erste Drittel dann in die Pause.
Im Mittelabschnitt schienen sich die Gemüter der Gäste dann etwas beruhigt zu haben und prompt kam man zum 2:4-Anschlusstreffer. Brennan Bosch hatte in Unterzahl getroffen. Nur 20 Sekunden später aber stellten die Gastgeber durch Marcel Weise mit dem 5:2 den alten 3-Tore-Abstand wieder her. Diesen konnte Paul Klein in der 27. Minute auf Zuspiel von Grosch noch auf 6:2 ausbauen. Etwas mehr Ruhe in die Aktionen der Erfurter wollte aber auch nach diesem Treffer nicht einkehren, man schien Angst vor der eigenen Courage zu haben und so konnten die Falken in Überzahl durch Tobias Schwab erneut verkürzen. Felix Schümann aber hatte die richtige Antwort parat und stellte das Ergebnis auf 7:3, nachdem erneut Artur Rößger geschossen hatte, hatte Schümann den Schuss unhaltbar abgefälscht. Aber auch Tobias Schwab hatte noch eine Antwort auf diesen erneuten Gegentreffer in der Hinterhand und verkürzte erneut. Nach weiteren Treffern von Paul Klein (37.) und Brennan Bosch (40.) ging der Mittelabschnitt zu Ende. Insgesamt erzielten beide Teams in diesem Mittelschnitt 8 Treffer, wobei auf jedes Team jeweils 4 Treffer kamen.
Nachdem nun in 40 Minuten bereits 13 Tore gefallen waren, wollte man diese Quote im letzten Drittel nicht mehr „kaputt“ machen und die Zuschauer bekamen noch weitere 4 Treffer serviert. Den Anfang machte Felix Schümann im Powerplay mit dem Treffer zum 9:5 und nur knapp 60 Sekunden später machte Enrico Manske mit dem 10. Treffer das Ergebnis zweistellig. Die Gäste aus dem Harz kamen durch Brennan Bosch nochmals auf 10:6 heran, aber es sollte der letzte Treffer der Falken im Spiel sein. Der Schlusspunkt in der abwechslungsreichen und mit insgesamt 17 Treffern nicht gerade torarmen Partie war in der 53. Minute den Gastgebern und Felix Schümann vorbehalten. Manske hatte Schümann mit einem Zuckerpass auf die Reise geschickt und der Erfurter Stürmer bedankte sich mit seinem 3. Treffer im Spiel und komplettierte damit seinen Hattrick.
Schon in 2 Tagen geht es für die Black Dragons wieder um Punkte, dann ist man am Hannoveraner Pferdeturm im dritten Spiel in 6 Tagen gefordert.
Tore:
1:0 Christian Grosch (Arthur Rößger) 0:15
1:1 Christian Wittmann (Alexander Engel, Robert Wittmann) 6:11
2:1 Oliver Kämmerer (Marcel Weise, Christian Grosch) 14:01
3:1 Oliver Kämmerer (Paul Klein, Hannes Ulitschka / +1) 18:30
4:1 Oliver Otte (Josef Huber, Hannes Ulitschka / +2) 19:19
4:2 Brennan Bosch (Robert Wittmann / -1) 21:17
5:2 Marcel Weise (Enrico Manske, David Leon Wiesnet / +1) 21:37
6:2 Paul Klein (Christian Grosch) 27:02
6:3 Tobias Schwab (Maximilian Bauer, Alexander Engel / +1) 29:06
7:3 Felix Schümann (Arthur Rößger, Christian Grosch) 31:16
7:4 Tobias Schwab (Brennan Bosch, Kevin Undershute) 33:39
8:4 Paul Klein (Christian Grosch, Felix Schümann) 37:08
8:5 Brennan Bosch (Tobias Schwab, Kevin Undershute) 39:32
9:5 Felix Schümann (Sebastian Hofmann, Christian Grosch / +1) 42:27
10:5 Enrico Manske (Josef Huber, Marcel Weise) 43:31
10:6 Brennan Bosch (Tobias Schwab) 44:36
11:6 Felix Schümann (Enrico Manske, Marcel Weise) 52:38
Strafen: Erfurt 6 – Braunlage 19 (+10 Böhm + 20 C. Wittmann + 20 Schmid + 10 + 20 Pyszynski)
Zuschauer: 943

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