Ein Spiel mit zwei Gesichtern

Stichworte: Spielbericht
30. Januar 2016

Die 460 Zuschauer, die am Freitagabend in die Erfurter Eishalle gekommen waren, sahen eine Partie, die sie so schnell nicht vergessen werden. Eine Partie die sich mit zwei vollkommen unterschiedlichen „Gesichtern“ zeigte. Sah es zunächst noch so aus, als sollten die Gastgeber ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht werden, verloren die Erfurter in den zweiten 30 Minuten der Partie vollkommen den Faden. Am Ende mussten sich die Gastgeber, trotz zwischenzeitlicher 4:1-Führung, dem Vorletzten aus Berlin noch hochverdient mit 4:7 geschlagen geben.

Das erste Spieldrittel begann zunächst so, wie es sich die Erfurter und ihre Fans vorgestellt hatten. In ihrem ersten Überzahlspiel konnten die Erfurter die frühe Führung markieren. Nachdem Kämmerer einen verdeckten Blueliner in Richtung Tor gebracht hatte, konnte Vostarek den Rebound im Netz der Berliner unterbringen. Auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnittes hatten die Gastgeber die deutlich besseren Chancen, versäumten es aber diese in zählbares auf der Anzeigetafel umzumünzen. Ganz anders die Gäste, mit ihrer ersten richtig guten Chance konnten die Berliner den Ausgleich erzielen. Justin Ludwig war es, der den Puck zum Ausgleich in die Erfurter Maschen bringen konnte. Die Black Dragons aber hatten auf diesen Treffer die passende Antwort und gingen nur knapp 60 Sekunden später erneut in Führung. Nickel hatte im Gästedrittel den Puck erobert und diesen Grosch auf die Kelle serviert. Der Erfurter Kapitän brauchte nur noch zum 2:1 einzuschieben. Weitere Chancen, die die Erfurter durchaus hatten konnten leider nicht genutzt werden und so dauerte es bis zur 17. Minute ehe die nächsten Treffer fallen sollten. Mit einem Doppelschlag von Wiesnet und Nickel innerhalb von 16 Sekunden zogen die Erfurter auf 4:1 davon. Kurz vor der Pause erzielten die Gäste noch das 2:4. Nach diesem Drittel ahnte niemand der anwesenden Zuschauer welch dramatische Wendung die Partie noch nehmen sollte.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Gastgeber noch die besseren Chancen, dabei hatte Andreas Nickel mit einem Lattenschuss noch die größte Chance. Etwa zur Hälfte der Spielzeit kamen die Gäste vollkommen überraschend zum 3:4-Anschlusstreffer. Dieser Treffer schien die Gastgeber vollkommen aus dem Konzept zu bringen, denn fortan spielten nur noch die Gäste. Nur knapp 2 min später erzielten die Gäste gar das 4:4 und hätten bis zur Drittelpause durchaus noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können. Aber es blieb zunächst beim 4:4.

Dies sollte sich aber im letzten Drittel schnell ändern. Die Erfurter hatten gerade eine Unterzahlsituation schadlos überstanden, als es dann doch noch passierte. Leers erzielte die mittlerweile verdiente Führung der Gäste. Diese Führung konnten die Berliner knapp 2 min später gar noch zum 4:6 ausbauen. Diese Zwei-Tore-Führung verteidigten die Akademiker fortan routiniert, während die Erfurter zumeist planlos anrannten und es den Gästen so noch zusätzlich einfach machten den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Kurz vor Ende der Partie, die Gastgeber hatten alles auf eine Karte gesetzt und den Goalie zu Gunsten eines weiteren Stürmers geopfert, erzielten die Berliner gar noch das 4:7 und damit den Endstand.

Nun gilt es diese herbe Pleite schnell aus den Köpfen zu bekommen, denn in der kommenden Woche geht es in den Harz zu den Falken aus Braunlage. Hier könnte durchaus bereits eine Vorentscheidung im Kampf gegen die Play Downs fallen.

Tore:

1:0 Mathias Vostarek (Oliver Kämmerer, Felix Schümann / +1) 3:54
1:1 Justin Ludwig (Christian-Alexander Leers, Dave Simon) 8:11
2:1 Christian Grosch (Andreas Nickel, Paul Klein) 9:55
3:1 David Leon Wiesnet (Oliver Otte, Reto Schüpping) 16:38
4:1 Andreas Nickel (Paul Klein, Roman Nemecek) 16:54
4:2 Patrick Czajka (Fabio Patrzek, Lars Schiller) 19:51
4:3 Julian van Lijden (Patrick Czajka, Fabio Patrzek) 30:53
4:4 Fabio Patrzek (Pavel Sedlacek, Nils Watzke / +1) 32:55
4:5 Christian-Alexander Leers (Patrick Czajka, Justin Ludwig) 42:01
4:6 Can Matthäs (Pavel Sedlacek) 44:27
4:7 Lois Spitzner (Empty Net) (Can Matthäs) 59:45

Strafen: Erfurt 8 (+10 Dimitrovici) – Berlin 8

Zuschauer: 462

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