Einen Punkt aus dem Fuchsbau entführt

Stichworte: Spielbericht
25. Februar 2019
Am späten Freitagabend mussten sich die TecArt Black Dragons gegen die Füchse Duisburg erst in der Overtime geschlagen geben. Damit konnten sich die Schützlinge von Coach Carroll für einen couragierten Auftritt mit zumindest einem Punkt belohnen. Es hätten durchaus auch 3 Punkte sein können. Dabei musste Coach Carroll wieder umstellen. Für den erkrankten Philip Lehr rückte Martin Otte zwischen die Pfosten, den Platz als Backup übernahm „Junior“ Erik Dressel. Neben Dressel bekamen gleich 5 weitere Junioren eine Chance sich zu beweisen. Neben den bereits „Etablierten“ Enzo Herrschaft, Tilmann Pfister und Joe Kiss sowie Fritz Denner (der am letzten Wochenende sein Oberligadebut gab) kam in Duisburg Tim Odrich zu seinem Oberligadebut. Die „jungen Wilden“ starteten zwar mit reichlich Respekt vor so manch großem Namen auf der Gegenseite in die Partie, legte diesen Respekt aber schnell ab und boten eine überzeugende Leistung. Der Punktgewinn der letztlich dabei heraussprang, war mehr als verdient.

Für die Erfurter begann die Partie an der Duisburger Wedau dabei alles andere als gut. Gerade 41 Sekunden war die Partie alt, als die Gastgeber die Führung erzielen konnten. Topscorer Pisarik hatte zugeschlagen und das frühe 1:0 erzielt. Nicht wenige der gut 900 Besucher erwarteten nun einen ähnlichen Spielverlauf wie vor Wochenfrist, als man an gleicher Stelle dem ECC Preussen gleich 10 Stück einschenken konnte. Die Erfurter jedoch hatten da so ganz andere Pläne. Nur 60 Sekunden später war die Partie wieder auf „Null“ gestellt. Benjamin Arnold war es, der den Puck irgendwie im Duisburger Tor unterbringen konnte. Im weiteren Spielverlauf hatten die Gastgeber zwar ein leichtes optisches Übergewicht, wobei die Erfurter jedoch über schnelle Konter stets gefährlich blieben. Nachdem die Gastgeber eine erste Unterzahl schadlos überstanden hatten, schlugen sie in Form von Jan Tramm erneut zu und gingen wieder in Führung. Diese Führung hätten die Füchse gut 2 min vor der Pause noch ausbauen können. Gegen den durchgebrochenen Steven Deeg musste Robin Sochan die „Notbremse“ ziehen, den fälligen Penalty vergab der Duisburger Stürmer jedoch. Kurz vor Drittelende bot sich dann Joe Kiss noch einmal die große Ausgleichschance, die jedoch von Sebastian Staudt vereitelt werden konnte. Staudt hielt damit die 2:1-Pausenführung fest.

Der Start in den Mittelabschnitt stand zunächst ganz im Zeichen der Black Dragons. Zunächst bot sich Fritz Denner die Möglichkeit zum Ausgleich. Diese wurde von Tramm mit unlauteren Mitteln vereitelt, welcher dafür eine verdiente Strafzeit kassierte. Die daraus folgende Überzahl nutzten die Erfurter zum 2:2-Ausgleich. Kämmerer hatte Keil bedient, welcher über die linke Seite ins Duisburger Drittel eindrang und den Puck in die Mitte spielte. Dort haute Schüpping zunächst über den Puck. Das jedoch brachte Benni Arnold in nahezu perfekte Abschlussposition und der nagelte die Scheibe kompromisslos unter die Latte des Duisburger Tores. Dieser Treffer schien die Gastgeber bis ins Mark zu treffen, denn fortan kamen die Gastgeber kaum noch zu großen Chancen. Zwar hatte man den Puck über weite Strecken in eigenem Besitz, konnte sich aber kaum gegen die gut organisierte Erfurter Abwehr durchsetzen. Mit schnellen Kontern hatten die Erfurter in dieser Phase durchaus mehr vom Spiel und der Führungstreffer der Gäste lag in der Luft. Nach 32 Minuten war es dann auch soweit. Reto Schüpping erwies sich als Schlitzohr, überrumpelte Staudt und erzielte den 3:2-Führungstreffer für die Gäste. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts waren die Gäste aus Thüringen das ein oder andere Mal dem 4:2 deutlich näher, als die Duisburger dem Ausgleich. Es blieb aber bis zur Pause bei der knappen Führung der Drachen.

Im letzten Drittel mussten die Erfurter zunächst dem hohen Tempo ein klein wenig Tribut zollen und waren vor allem in der Defensive gebunden. Doch die Verteidigung stand lange Zeit sattelfest. Bestens organisiert von Sochan, Kämmerer und Rückkehrer Hofmann erledigte die Erfurter Hintermannschaft ihre Aufgaben bravourös. Nicht zuletzt die „Junioren“ verdienten sich ein ums andere Mal ein Extralob. SIe hatten ihre anfängliche Nervosität längst abgelegt und zeigten dabei auch keinerlei Respekt „vor großen Namen“ in den Reihen der Füchse. So verging Minute um Minute und die Zeit verlief so ganz im Sinne der Gäste. Diese hätten gut 4 min vor Spielende fast für die Entscheidung gesorgt. Kapitän Weise hatte sich hinter das Duisburger Tor durchgetankt, legte klug zurück vor das Tor, wo Fritz Denner angestürmt kam und den Puck nur Zentimeter über die Torlatte platzierte. Nur wenig später kamen die Gastgeber doch noch zum Ausgleichstreffer, dabei nutzte Fomin einen Abpraller von Otte zum nicht mehr erwarteten Ausgleich. Knapp 60 Sekunden vor Spielende sprach HSR Sterkens eine zumindest diskussionswürdige Strafe gegen Paul Klein aus. Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnten die Erfurter einen weiteren Treffer jedoch verhindern. So mussten die Dragons die ersten 60 Sekunden der folgenden Overtime in Unterzahl agieren und kassierten nach nur 25 Sekunden den entscheidenden Treffer von Tegkaev.

Auch wenn am Ende die Enttäuschung überwog, auf diesen nicht erwarteten Punktgewinn beim „Angstgegner“ Duisburg (man konnte zuletzt 1998 gegen die Füchse gewinnen) können die TecArt Black Dragons durchaus stolz sein.

Tore:
1:0 Pisarik (Uusivirta) 00:41
1:1 Arnold (Schüpping) 01:40
2:1 Tramm (Huebscher, Verelst / +1) 14:32
2:2 Arnold (Keil, Kämmerer / +1) 22:43
2:3 Schüpping (Arnold, Kämmerer) 31:00
3:3 Fomin (Hofland, Cespina) 57:31
4:3 Tegkaev (Cespina, Pisarik / +1) 60:25

Strafen: Duisburg 6 – Erfurt 8

Zuschauer: 897

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