Endlich der erste „Dreier“

Stichworte: Spielbericht
7. Februar 2015

Im vierten Spiel der Verzahnungsrunde der „Oberliga/Mitte“ konnten die Black Dragons am späten Freitagabend im Waldstadion zu Niesky ihren ersten „vollen Erfolg“ der diesjährigen Runde verbuchen. Es ist schon irgendwie bezeichnend, dass die Erfurter ausgerechnet in Niesky, wo man sich eigentlich schon traditionell schwer tut, den „Bock“ umstoßen konnten und am Ende einen ungefährdeten und auch in dieser Höhe vollkommen verdienten Sieg einfahren konnten. Wie schon in den letzten Spielen musste Drachencoach Tim Donnelly seine Reihen umstellen, da neben den Langzeitausfällen Max Gimbel und Paul Klein in Niesky auch noch Robert Kelm, Benni Zech und Arne Schaufuß arbeitsbedingt ausfielen. Dafür kehrte allerdings Florian Lüsch nach seinem Einsatz in seinem Stammverein in Dresden ins Team zurück. Lüsch rutschte für Menard in die 2. Reihe zu Sergerie und Schümann, während Menard in Reihe 1. neben Grosch & Zurek stürmte. Die 3. Reihe bildeten Weise, Manske und im Wechsel Unzeitig und Otte. All dies hinderte die Erfurter aber nicht daran, ihr bisher bestes Spiel in der Verzahnungsrunde zu zeigen und so konnte man in der kalten Lausitz (man schrieb zum Ende des Spieles immerhin -8° Celsius) zeigen und vollkommen verdient die 3 Punkte mit auf die weite Heimreise nehmen.

Im dritten Gastspiel in Niesky übernahmen die Gäste aus Erfurt zunächst schnell das Kommando auf dem Eis, dies wurde noch zusätzlich begünstigt durch die Tatsache, dass auch die Gastgeber einige Spieler wegen Verletzung (Musil, Becher) bzw. Sperren (Jankovych) ersetzen. Gerade 30 Sekunden war die Partie alt, als Handrick im Tor der Gastgeber erstmals all sein Können aufbieten musste um einen frühen Rückstand gegen Menard zu verhindern. In den Anfangsminuten hatte die Erfurter Defensive noch das ein oder andere Abstimmungsproblem, aber man hatte in Löffelholz ja auch noch einen Klassegoalie in der Hinterhand, der gerade in den ersten 5 Minuten mit 2 – 3 Klassesaves zur Stelle war. Nach dieser ersten Druckphase der Gastgeber war es nun wieder an den Gästen Akzente zu setzen. Nachdem zunächst noch Grosch am Pfosten gescheitert war, kam der Rebound über Umwege zu Jan Zurek und dieser stand plötzlich frei vor Handrick, spielte den Goalie noch aus und vollstreckte zum 0:1 in der 9. Minute. Nachdem das erste Überzahlspiel der Gäste noch ohne zählbares Ergebnis abgelaufen war, machte man es im zweiten Versuch besser. Greulich hatte sich eine 2+10 Strafe (Check gegen Kopf & Nackenbereich von Menard) eingefangen und die Erfurter gaben die richtige Antwort auf dem Eis. Nachdem zunächst noch das Unterzahlbreak von Pohling verhindert werden konnte, kam die Scheibe zur blauen Linie der Gastgeber, dort lauerte Sebastian Hofmann der einen mächtigen Schlagschuss auspackte, in diesen bekam Andreas Nickel noch irgendwie den Schläger und fälschte unhaltbar für Handrick zum 0:2 ab. Kurz vor der ersten Pause kamen die Ostsachsen aber ins Spiel zurück. Die Erfurter, scheinbar gedanklich schon in der Pause bekamen den Puck nicht aus der eigenen Zone geklärt und so stand plötzlich Kuhlee vor Löffelholz frei und vollstreckte 32 Sekunden vor der ersten Sirene zum 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Damit ging es dann in die erste Pause.

Die erste Chance im Mittelabschnitt hatten nun die Tornadosaber Löffelholz war mit starkem Save gegen Wimmer zur Stelle. Auf der Gegenseite machten es die Erfurter besser. In Höhe des Bullykreises kam Grosch an den Puck, passte wunderbar auf Kämmerer und dieser musste in der 22. min nur noch den Schläger in den Pass halten um die Hartgummischeibe im Tor der Gastgeber unterbringen zu können. Niesky hatte aber die passende Antwort parat und kamen nur 2 min später zum erneuten Anschlusstreffer durch Bauer. Dieser Treffer beflügelte die sie noch zusätzlich, aber auch ein Überzahlspiel der Tornados konnte nicht genutzt werden, was vor allem am über sich hinauswachsenden Löffelholz lag. Dieser hatte mit einigen fast artistischen Paraden einen weiteren Gegentreffer verhindern konnte. Gerade als die Erfurter wieder komplett waren und Lüsch die Strafbank verlassen hatte schlugen die Drachen wieder zu. Wieder wurde der Weg zum Torerfolg über einen Blueliner von Hofmann geebnet, diesen hatte diesmal Felix Schümann abgefälscht und wieder war Handrick machtlos und es stand 4:2 für die Erfurter. Dieser Treffer, der mitten in eine Drangphase der Gastgeber fiel, schien diese schon zu beindrucken und fortan bestimmten die Gäste das Geschehen auf dem Eis. So konnten sie ihre Überlegenheit 14 Sekunden vor der zweiten Pause nochmals auf die Anzeigetafel bringen. Einen schnellen Tempogegenstoß über Hofmann und Lüsch veredelte am Ende Adam Sergerie zum 5:2-Zwischenstand nach 40. Minuten.

Der letzte Treffer hatte den Gastgebern scheinbar den berühmten „Zahn“ gezogen und so kam von ihnen im letzten Drittel nicht mehr allzu viel, oder anders gesagt die Erfurter ließen kaum noch etwas zu. Sie spielten routiniert die Zeit von der Uhr, ohne das eines der beiden Teams zunächst zu größeren Chancen kam. Während die Drachen in dieser Phase nur noch das Nötigste taten um das Ergebnis verwalten zu können, war bei den Gastgebern etwas die Luft raus. Kurz vor Spielende sollten dann doch noch einmal Tore fallen. Dabei legten die Erfurter mit einem Doppelschlag vor. Zunächst war Enrico Manske zum 6:2 erfolgreich, 62 Sekunden später war es an Brennan Menard, für das letzte Erfurter Tor zu sorgen. Der Schlusspunkt im Spiel war dann noch einmal Nieskyvorbehalten, 74 Sekunden vor Ultimo konnte zum 3:7-Endstand getroffen werden.

Auch am Sonntag müssen die Erfurter auf Reisen gehen, ab 18:00 Uhr ist man bei den Saale Bulls in Halle gefordert. Alles in allem für die Drachen ein klar verdienter Sieg, der Selbstvertrauen für die weiteren Spiele schenken sollte!

Tore:

0:1 Jan Zurek (Christian Grosch, Brennan Menard) 08:11

0:2 Andreas Nickel (Sebastian Hofmann, Oliver Kämmerer / +1) 16:48

1:2 Stephan Kuhlee (Andreas Brill, Marco Noack) 19:28

1:3 Oliver Kämmerer (Christian Grosch, Brennan Menard) 21:04

2:3 Philipp Bauer (Richard Rentsch, Richard Jandik) 23:01

2:4 Felix Schümann (Andreas Nickel, Sebastian Hofmann) 32:08

2:5 Adam Sergerie (Florian Lüsch, Sebastian Hofmann) 39:46

2:6 Enrico Manske (Marcel Weise, Oliver Otte) 56:27

2:7 Brennan Menard (Jan Zurek, Christian Grosch) 57:29

3:7 Chris Neumann (Christian Rößler, Sebastian Greulich) 58:46

Strafen: Niesky 4 (+10 Greulich) – Erfurt 10

Zuschauer: 267

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