Endlich der erste Saisonsieg

Stichworte: Spielbericht
12. Oktober 2019

Im fünften Saisonspiel konnten die TecArt Black Dragons am späten Freitagabend in der Rheinlandhalle zu Krefeld endlich den Bock umstoßen und den ersten Dreier der Saison einfahren. Der Erfolg war letztlich verdient, denn bis auf eine kurze Phase zu Beginn des Mittelabschnittes hatten die Erfurter die Partie nahezu im Griff und konnten immer eine passende Antwort auf das Spiel „der jungen Wilden“ des Krefelder EV finden. Mit diesem Erfolg konnten die Erfurter auch die „rote Laterne“ des Tabellenletzten nach Duisburg weiterreichen. Eben jene Füchse aus Duisburg gastieren dann am Sonntag auch in der Erfurter Kartoffelhalle. Gelichtet hat sich vor dem Spiel in Krefeld auch das Erfurter Lazarett. So kehrten mit Felix Schümann und Jakub Körner zwei Spieler aus dem Krankenstand zurück. Weiterhin ausfallen werden dagegen Benjamin Arnold (Rückenprobleme) und Michal Vazan (Gehirnerschütterung), bei beiden Spielern ist eine genaue Ausfallzeit noch nicht bekannt und es stehen weitere Untersuchungen auf dem Plan. Für Vazan kam Kontingentersatz Joonas Toivanen zu seinem ersten Einsatz, der sich nahtlos ins Erfurter Spiel einfügte.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste aus Erfurt, die sich auch schnell erste Chancen erspielen konnten. Zunächst aber konnte Sebastian Staudt seinen Kasten sauber halten. Auf der Gegenseite verlebte Benedict Roßberg ein an sich ruhiges erstes Drittel und hatte im Verlauf des ersten Abschnittes nicht allzu viel zu tun. Bis zur 10. Spielminute dauerte es, dann gingen die Gäste verdient in Führung. Kostourek spielte die Scheibe zurück zur blauen Linie auf Jakub Körner, dessen Blueliner konnte Staudt noch abwehren, war dann aber gegen den Rebound von Sean Fischer machtlos. Auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnittes waren die Erfurter besser im Spiel, vermochten es aber bis zur 19. Spielminute nicht die sich bietenden Chancen in weitere Treffer umzumünzen. Letztlich war es wieder Sean Fischer der zur Stelle war. Kostourek hatte die Scheibe vor das Krefelder Tor gebracht, wo sie mehrfach abgefälscht wurde und genau vor Fischers Schläger liegen blieb. Dieser bedankte sich mit dem 2:0 aus Erfurter Sicht. Damit ging es in die erste Pause.

Über die ersten gut 5 Spielminuten sollte man als Erfurter besser den Mantel des Schweigens ausbreiten, aber die Chronistenpflicht gebietet es auch über diese Zeit zu berichten. Zunächst wurde es im Krefelder Überzahlspiel (Gulda saß auf der Strafbank) kontrovers. Babbert hatte per Blueliner abgezogen, Roßberg rutschte die Scheibe durch die Schoner und trudelte in Richtung Torlinie, wo sie von Körner weg geschossen wurde. Der Hauptschiedsrichter, der hinter dem Tor stand, entschied auf Weiterspielen, was beide Teams zunächst auch taten. Gut 90 Sekunden später, die Strafe gegen Gulda war nahezu abgelaufen, entschied der HSR dann doch auf Tor Krefeld. Einer seiner LSR soll die Scheibe wohl hinter der Linie gesehen haben. Alle Erfurter Proteste verhallten ungehört und es blieb bei der etwas fragwürdigen Entscheidung. Nur wenig später konnten die Gastgeber durch Kiedewicz gar ausgleichen. Es sollte aber noch schlimmer für die Erfurter kommen, und die Gastgeber bekamen einen schmeichelhaften Penalty zugesprochen. Diesen, von Rutkowski ausgeführten Penalty, aber konnte Roßberg parieren. Trotzdem gingen die Krefelder in Führung, nach einem Abspielfehler im Spielaufbau der Erfurter kam Jamieson zum 3:2. Nach diesen 3 Treffern in kurzer Folge nahm Coach Carroll sein Timeout und brachte sein Team damit wieder in die Spur. 60 Sekunden nach dem Timeout war es wieder Topreihe der Erfurter die für den Ausgleich sorgten. Gulda hatte Kostourek frei gespielt, dessen Pass veredelte Sean Fischer zum 3:3. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnittes vergaben beide Teams hochkarätige Chancen fast im Minutentakt. So musste wieder ein Überzahlspiel für den nächsten Treffer sorgen. Diesmal waren die Gäste erfolgreich. Schümann hatte auf Schüpping gespielt, der zum Tor zog, aber zunächst an Staudt scheiterte. Den Rebound aber netzte Marcel Weise zur erneuten Erfurter Führung ein. Noch vor der zweiten Pause stellte Kostourek auf Zuspiel von Fischer (der damit seinen 4. Scorerpunkt in diesem Spielsammelte) den alten 2-Tore-Abstand wieder her. Es war gleichzeitig der Pausenstand.

Das letzte Drittel ist dann schnell erzählt. Die Krefelder berannten das Erfurter Tor, agierten dabei aber recht planlos und überhastet und machten es den Erfurtern damit recht leicht, weitere Gegentreffer zu unterbinden. Selbst als die Gastgeber in den letzten 70 Sekunden in doppelter Überzahl agierten, nach einer Strafe für Schümann opferten die Gastgeber noch Goalie Staudt, kamen keine geordneten Angriffe mehr zu Stande und die Gäste konnten den verdienten 5:3-Erfolg über die Zeit bringen.

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