Erfolgreicher Start in die Pokalrunde

Stichworte: Spielbericht
27. September 2014

Mit einem schwer erkämpften 6:4-Erfolg gegen die Harzer Falken gelang den Black Dragons ein durchaus gelungener Start in die diesjährige Pokalrunde. Dabei tat sich der Vorjahresfinalist gegen den Pokalneuling aus der Oberliga/Nord lange Zeit richtig schwer und hatte vor allem im Angriff über lange Zeit mehr Mühe als mancher erwartet hatte. Zunächst gab es für Coach Tim Donnelly eine leichte Entwarnung aus dem Erfurter Lazarett. Nachdem bei letzten Test in Weiden nur noch 2 gesunde Verteidiger auf dem Eis standen kehrten mit Sebastian Hofmann, Paul Klein, Oliver Kämmerer und Felix Rößner gleich 4 zuletzt angeschlagene Spieler ins Team zurück. Noch unklar ist, wie lange Felix Schümann & Hannes Ulitschka ausfallen werden, die sich zu den noch länger ausfallenden Benjamin Zech und Christopher Fischer gesellten.

Beide Teams begannen die Partie abwartend, niemand wollte den ersten Fehler machen und so waren Chancen zunächst mehr als rar gesät. Die erste gute Chance hatten dann die Gastgeber, als Adam Sergerie Paul Klein bediente und dieser nur an der Latte des Gästetores scheiterte. Nun bot sich den Gästen die Chance auf den ersten Treffer des Spieles, aber die Falken konnten ihr Überzahlspiel nicht in zählbares ummünzen und so blieb es zunächst beim torlosen Remis. In der 9. Spielminute fiel dann doch der erste Treffer, die Drachen gingen durch ihren Kapitän Christian Grosch in Führung. Aber lange sollte die Freude nicht halten und nur knapp 60 Sekunden später glichen die Falken ebenfalls durch ihren Kapitän Pipp aus. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams wieder und keine der beiden Mannschaften konnte die wenigen sich bietenden Chancen verwerten. So dauerte es bis zur 16. Minute ehe die Gäste diesmal in Führung gehen konnten. Goalie Max Gimbel konnte zunächst noch gegen Bailey retten, war dann aber gegen den Nachschuss von Pipp chancenlos. Diesen Gegentreffer mussten die Erfurter erst einmal verarbeiten und so hatten ihre Kontrahenten wenige Probleme, die knappe Führung mit in die erste Pause zu nehmen.

Auch im Mittelabschnitt war bei den Jungs von Tim Donnellyzunächst noch einiges an Sand im Getriebe. Der Angriff kam nicht so richtig ins Rollen und so hatten die Gäste zu Beginn des 2. Abschnittes relativ wenige Probleme, die Angriffsbemühungen der Erfurter zunichte zu machen. Dies galt erst recht als die Falken gar das 3:1 erzielen konnten. Billstein war es, der einen Aufbaupass der Drachen unterbinden konnte und auf dem Weg zum Torerfolg auch von Gimbel nicht mehr zu bremsen war. Dieser Treffer spielte den Falken noch zusätzlich in die Karten, immer wieder gelang es ihnen, die Angriffsbemühungen der Erfurter zu unterbinden oder den Schussversuch noch zu verhindern. Erst gegen Ende des Mittelabschnittes bekamen die Drachen wieder mehr Zugriff auf die Partie und man kam fast zwangsläufig zu guten Einschussmöglichkeiten, die aber der Falken-Goalie zunächst noch abwehren konnte. So musste ein verdeckter Schuss von Sebastian Hofmann in Überzahl den Torerfolg bringen. Olidis hatte dem Goalie die Sicht verdeckt und so schlug Hofmanns Schuss im Dreiangel des Tores ein. Dieser Treffer schien die Drachen nun endgültig geweckt zu haben, denn nur 30 Sekunden später war Jan Zurek zur Stelle und fälschte einen Schuss von Kämmerer unhaltbar ab und das Spiel war wieder ausgeglichen. Dabei blieb es bis zur 2. Pause.

Im letzten Drittel hatten die Erfurter zunächst mehr vom Spiel, konnten aber selbst klarsten Chancen nicht in Treffer ummünzen. Dabei waren die Gäste nun auch mit dem Glück im Bunde als Olidis nur den Pfosten traf. In der 48. Minute half aber auch das Glück ihnen nicht mehr. Die Falken konnten eine Chance der Erfurter nicht entscheidend genug klären, Marcel Weise brachte die Scheibe wieder vor das Tor,dort lauerte Christopher Unzeitig und brachte die Scheibe im Gästetor unter. Die Erfurter verpassten es nun, das Spiel endgültig zu entscheiden und so kam es wie es kommen musste, 5 min vor Ende der Partie glichen die Gäste zum 4:4 aus. Die knapp 400 Zuschauer in der Erfurter Eishalle richteten sich schon langsam auf eine Overtime ein, hatten aber die Rechnung ohne Jan Zurek gemacht. Dieser schien so gar keine Lust auf eine Extraschicht zu haben und traf 44 Sekunden vor dem Ende zur erneuten Führung für die Black Dragons. Falkencoach Wohlmann setzte nun auf volles Risiko und wollte seinen Goalie zu Gunsten eines weiteren Stürmers opfern. D´Antuono hatte seinen Kasten noch nicht richtig verlassen, als Paul Klein an die Scheibe kam und zum 6:4 Endstand ins leere Tor treffen konnte.

Nach dem Spiel waren sich beide Trainer einig, dass am Ende die etwas glücklichere Mannschaft das Spiel für sich entscheiden konnte. „Wir hatten nach unserem 3. Treffer das Match im Griff, hätten das 4. Tor machen können. Dies ist uns nicht gelungen und so kam Erfurt wieder ins Spiel und bestrafte unsere Fehler eiskalt“ so Braunlages Trainer Bernd Wohlmann.

Am Sonntag müssen die Erfurter nach Hannover/Langenhagen reisen und treffen dort auf die gastgebenden Hannover Scorpions.

Tore:

1:0 Grosch Christian (Weise Marcel, Zurek Jan) 08:08

1:1 Pipp Erik (Schock Christian, Bailey Andrew) 09:15

1:2 Pipp Erik (Bailey Andrew) 15:27

1:3 Bilstein Stefan (ohne Assist) 21:00

2:3 Hofmann Sebastian (Sergerie Adam, Regner Christoph / +1) 34:17

3:3 Zurek Jan (Kämmerer Oliver, Manske Enrico) 34:53

4:3 Unzeitig Christopher (Weise Marcel) 47:59

4:4 Bilstein Stefan (Fichtl Michael, Schwindt Michael) 55:32

5:4 Zurek Jan (Manske Enrico, Grosch Christian) 59:16

6:4 Klein Paul (ohne Assist /Empty Net Goal) 59:40

Strafen: Erfurt 14 – Braunlage 12

Zuschauer: 379

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