Es hat nicht sollen sein

Stichworte: Spielbericht
9. Februar 2015

Der Favorit wankte aber er fiel nicht, selten waren die Black Dragons so nah an einem Punktgewinn in Halle als an diesem Sonntag. Am Ende musste man aber anerkennen, dass den Saale Bulls starke 7 Minuten im ersten Drittel ausreichten um eine Partie zu entscheiden, die sich die restliche Spielzeit auf Augenhöhe abspielte. Auf Seiten der Black Dragons konnte Coach Tim Donnelly wieder auf Benni Zech zurückgreifen, was sich im Verlauf des Spieles noch als wichtig erweisen sollte.

Wie nicht anders zu erwarten war, nahm die Partie schnell Fahrt auf, beide Teams verzichteten auf eine Abtastphase, man kennt sich ja auch aus dem Ligabetrieb. Und so dauerte es keine 30 Sekunden bis Martin Otte im Tor der Erfurter erstmals eingreifen musste. Letztlich blieb er aber gegen Topscorer Matt Abercrombie, der plötzlich allein vor ihm aufgetaucht war, der Sieger und konnte einen frühen Gegentreffer verhindern. Fast im direkten Gegenzug musste auch Glatzel das erste Mal eingreifen, hatte aber mit dem Schuss von Zurek keine größeren Probleme. Nach gut 6 Minuten sollten die Gastgeber in Führung gehen, dieser Gegentreffer fiel für die Erfurter aber äußerst unglücklich. Abercrombie hatte sich über die linke Seite ins Erfurter Drittel gespielt, brachte einen Pass vor das Erfurter Tor. Diesen wollte Oliver Kämmerer klären, fälschte dabei aber die Hartgummischeibe derart unglücklich ab, dass sie ins Tor hinter Otte trudelte. Die Gäste aus Erfurt wollten diesen Gegentreffer sofort beantworten, hatten dazu auch mehrfach gute Gelegenheiten, fanden aber letztlich in Glatzel ihren Meister. Besser machten es da die Gastgeber, diese kamen nach 12 Minuten zu einem Konter über ihre Paradereihe Albrecht, Gunkel und Abercrombie und letzterer war es dann auch, der den Puck im Erfurter Tor zum mittlerweile etwas schmeichelhaften 2:0 für die Gastgeber unterbringen konnte. Aber es sollte noch schlimmer für das Team von Drachencoach Tim Donnelly kommen, denn den Hallensern gelang nur 90 Sekunden später gar das 3:0 durch Neuzugang Marvin Deske. Dieser Gegentreffer erhitzte allerdings kurz die Gemüter, hatte Deske das Tor doch aus dem Torraumabseits erzielt. Beschwerden beim ansonsten gut leitenden Hauptschiedsrichter hatten natürlich wenig Sinn, die Entscheidung stand und es hieß 3:0. Dies war gleichzeitig der Pausenstand, auch weil es Lüsch und Sergerie versäumten, ihre Doppelchance in der 19. Minute zu nutzen. Glatzel war eigentlich bereits geschlagen, aber Lüsch zielte zu genau und scheiterte am Pfosten, den zurückprallenden Puck traf Sergerie nicht richtig und so trudelte die Scheibe links am Pfosten vorbei.

War dieser mehr als unglückliche 0:3-Rückstand nicht schon schwerwiegend genug, gab es in der ersten Pause gleich den nächsten Tiefschlag für die Erfurter, denn für Sebastian Hofmann war die Partie nach 20 Minuten mit Verdacht auf Gehirnerschütterung beendet. Nach 27. Minuten gingen die Gastgeber dann gar mit 4:0 in Front und konnten nach einem Fehlpass im Überzahlspielspiel der Erfurter per Shorthander treffen. Nicht wenige der knapp 900 Zuschauer dachten bereits hier die Punkte seien im Sack. Aber da hatten die Erfurter dann doch noch ein klein wenig was dagegen und konnten 59 Sekunden nach dem 0:4 auf 1:4 verkürzen. Die Gastgeber bekamen nach einer Doppelchance für Kämmerer und Grosch die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel geklärt und so bedankte sich Lüsch mit dem 1:4 aus Erfurter Sicht. Dieser Treffer schien die Hallenser nun komplett aus dem Konzept zu bringen, denn fortan spielten fast nur noch die Drachen. Die Bulls mussten in dieser Phase wohl ihrem durch einige Ausfälle geschrumpften Kader Tribut zollen und so kamen die Erfurter zu etlichen Großchancen, wobei Kämmerer die Größte vergeben hatte. Aber eben jener Kämmerer machte es kurz später dann besser. Links auf Höhe des Bullykreises kam er nach Zuspiel von Sergerie an den Puck und nagelte diesen humorlos ins Dreiangel des Tores der Gastgeber. Es sollte der letzte Treffer im Mittelabschnitt bleiben, denn trotz weiterer Chancen konnten die Gäste keine weitere nutzen. Und es ging mit einem 2:4 aus Erfurter Sicht in die 2. Pause.

Über weite Teile des letzten Abschnittes entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch, wobei die Erfurter zwar die bessere Spielanlage hatten, aber vor dem Tor meist noch an gefährlichen Schüssen gehindert werden konnten. Auf der Gegenseite hatten die sie 2x richtig Glück, als Schüsse der Hallenser nur gegen den Pfosten klatschten. So blieb es lange Zeit beim 2:4 aus Erfurter Sicht und kaum einer der Zuschauer dachte daran, dass hier noch etwas anbrennen könnte, abgesehen natürlich von den gut 60 mitgereisten Erfurter Fans, die ihr Team nun bedingungslos nach vorn peitschten und dies sollte sich dann doch noch einmal auszahlen. Wieder bekamen die Gastgeber den Puck nicht entscheidend genug geklärt, dieser kam über Umwege zu Grosch hinter dem Hallenser Tor und der bediente Zurek, der am langen Pfosten lauerte und zum 3:4 einschieben konnte. Daraufhin setzten die Gäste natürlich alles auf eine Karte, opferten Goalie Martin Otte zu Gunsten eines 6. Feldspielers. Dieser Schachzug hätte dann 3 Sekunden vor Ultimo auch fast noch zum Erfolg geführt, aber der Schuss von Schümann ging an die Latte und so blieb den Erfurtern der Ausgleichstreffer verwehrt, und die Gastgeber retteten das 4:3 mehr schlecht als Recht über die Zeit.

Am kommenden Freitag geht es nach den zurückliegenden 3 Auswärtsspielen endlich auch wieder vor heimischem Publikum um „Zwischenrunden-Punkte“. Dann gastieren die Jungs vom Herner EV in Erfurt. Spielbeginn ist wie immer um 20:00 Uhr.

Tore:

1:0 Matt Abercrombie (Philipp Gunkel, Eric Wunderlich) 05:51

2:0 Matt Abercrombie (Philipp Gunkel, Georg Albrecht) 11:41

3:0 Marvin Deske (Robin Sochan, Christopher Gard) 13:14

4:0 Christopher Gard (Daniel Lupzig, Michal Schön / -1) 26:12

4:1 Florian Lüsch (Brennan Menard, Christian Grosch) 27:11

4:2 Oliver Kämmerer (Adam Sergerie) 32:42

4:3 Jan Zurek (Christian Grosch, Brennan Menard) 58:17

Strafen: Halle 6 – Erfurt 6

Zuschauer: 903

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