Favorit wankte, fiel aber nicht

Stichworte: Spielbericht
9. Dezember 2017

Ohne Punkte im Gepäck mussten sich die TecArt Black Dragons am späten Freitagabend auf den langen Heimweg aus dem winterlichen Duisburg machen. Dabei verlangten die Erfurter dem Topfavoriten alles ab und schnupperten lange Zeit am Punktgewinn. Erst in den Schlusssekunden konnten die Gastgeber mit einem Empty Net Goal für klare Verhältnisse sorgen. Die Erfurter hingegen, die auf Oliver Kämmerer, Jakub Wiecki und Josef Huber verzichten mussten, belohnten sich wieder einmal nicht für einen couragierten Auftritt gegen ein vermeintliches Topteam der Oberliga/Nord.

Die Gastgeber übernahmen, beim ersten Auftritt unter dem neuen Coach F. Petrozza, sofort die Initiative. Es blieb aber lange Zeit meist nur Stückwerk und klare Chancen waren zunächst Mangelware. Die Erfurter konzentrierten sich zunächst voll auf die Defensive und machen es dem Gastgebern so alles andere als leicht ihr gefürchtetes Kombinationsspiel zu etablieren. Immer wieder konnte der letzte Pass abgewehrt werden, so mussten die Duisburger immer wieder Fernschüsse nehmen die letztlich keine großen Probleme für Erik Reukauf darstellten. Auf der Gegenseite hatte Mathis zunächst kaum etwas zu tun, erst ein klasse gespielter Konter über Vazan und Gosdeck brachte erstmals Gefahr. Hier musste Mathis dann auch gleich Kopf und Kragen riskieren um einen durchaus möglichen Rückstand zu verhindern. So blieb es bei einem torlosen ersten Spielabschnitt und es ging mit einem 0:0 zum ersten Pausentee.

Auch im Mitteldrittel änderte sich das Spiel zunächst nicht, Duisburg rannte sich in der Erfurter Defensive fest und die konterten. Nach 29 Minuten passierte dann, was passieren musste, einer dieser Erfurter Konter führte zum 0:1. Vazan war über die linke Seite ins Duisburger Drittel gestürmt, passte klug zurück auf Maaßen und der traf zum 0:1. Lange hatten die Erfurter an dieser Führung jedoch keine Freude und Beck traf zum 1:1, nur knapp 3 min nach der Gästeführung. In der 35. Minute kassierte der Erfurter Hannes Ulitschka eine zumindest diskussionswürdige Matchstrafe. Ja sicher, es war ein Bandencheck gegen Viktor Beck, aber eine 2+10-Strafe gegen Ulitschka wäre weitaus angebrachter gewesen, zumal Beck nach kurzer Behandlung weiter machen konnte. In der darauffolgenden 5-minütigen Überzahl konnten die Gastgeber durch Joly in Führung gehen. Es blieb der letzte Treffer im Mittelabschnitt, denn die Erfurter verteidigten weiterhin mit viel Herz und überstanden die restliche Unterzahl schadlos und es blieb beim 1:2-Rückstand bis zur 2. Pause.

Das letzte Spieldrittel sollte es dann noch einmal ordentlich in sich haben. Sage und schreibe 9 Treffer sahen die knapp 1000 Zuschauer in den letzten 20 Minuten. Zunächst glichen die Erfurter zum 2:2 aus, Wiesnet und Schüpping hatten Maaßen bedient und der erzielte mit dem 2:2 seinen 2. Treffer des Abends. Nach einem Doppelschlag von Ziolkowski und Slanina antworteten die Gastgeber, wer aber nach diesem 4:2 dachte die Füchse hätten die Gästen endgültig den Zahn gezogen und die Partie würde endlich in die erwartete Richtung laufen, sah sich schwer getäuscht. Denn die Gäste aus Erfurt wollten sich so gar nicht in ihr Schicksal ergeben und kamen durch Vazan zum 3:4-Anschluss. Drei Minuten später gar der erneute Ausgleich, dabei macht Mathis keine allzu gute Figur. Gosdeck hatte abgezogen, Mathis lies prallen und Sochan bedankte sich mit dem 4:4. Fünf Minuten vor dem Ende waren die Duisburger erneut durch einen Doppelschlag, innerhalb von 14 Sekunden, auf 2 Tore enteilt. Torschützen waren Slanina und Huebscher. Aufgeben war aber so gar nicht im Sinn der Gäste aus Erfurt und so sorgte Gosdeck noch einmal für Erfurter Hoffnung. Diese zerstörte dann erst Joly mit seinem Empty Net Goal 2 Sekunden vor dem Ende.

Tore:

0:1 Maaßen (Vazan, Ulitschka) 28:06
1:1 Beck (Cespina, Berzins) 30:54
2:1 Joly (Barta, Huebscher / +1) 35:17
2:2 Maaßen (Schüpping, Wiesnet) 41:36
3:2 Ziolkowski (Slanina, Grözinger / +1) 44:04
4:2 Slanina (Krämer) 45:05
4:3 Vazan (Gosdeck, Schümann) 47:00
4:4 Sochan (Gosdeck, Schümann) 50:07
5:4 Slanina (Beck, Cespina) 54:45
6:4 Huebscher (Joly, Grözinger) 54:59
6:5 Gosdeck (Sochan, Vazan) 56:24
7:5 Joly (Nägele, Slanina / Empty Net Goal) 59:58

Strafen: Duisburg 4 – Erfurt 10 (+25 Ulitschka)

Zuschauer: 983

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