Favoriten lange geärgert

Stichworte: Spielbericht
3. Oktober 2016

Zwar mussten sich die Black Dragons am Sonntagabend ohne Punkte aus Duisburg auf den langen Heimweg begeben, jedoch konnten die Erfurter mit der gezeigten Leistung mehr als zufrieden sein. Über fast 50 Minuten boten die Gäste aus Thüringen dem großen Favoriten und amtierenden Meister aus Duisburg sehr gut Paroli und konnten erhobenen Hauptes und gefeiert von den mitgereisten Fans das Eis verlassen. Sicher die Gastgeber „schlugen“ die technisch feinere Klinge, diesem aber setzten die Black Dragons unbändigen Kampfeswillen entgegen und konnten so die Partie lange offen gestalten.

Schnell wurde klar, dass die gastgebenden Füchse gewillt waren, die Partie frühzeitig auf Sieg zu stellen. Aber man hatte die Rechnung wohl ohne die Erfurter gemacht. Diese wollten sich so gar nicht kampflos geschlagen geben. Die Duisburger erspielten sich zwar schnell ein optisches Übergewicht, aber die Defensive der Erfurter um einen bestens aufgelegten Martin Otte stand bombensicher. So konnten die knapp 1200 Zuschauer im ersten Drittel auch nur einmal jubeln. Cornelius Krämer war es vorbehalten, Martin Otte im Erfurter Tor zu bezwingen. Dazu war allerdings ein Überzahlspiel nötig. Die Füchse berannten im ersten Drittel weiter das Erfurter Tor, doch mehr als diesen einen Gegentreffer ließen die Gäste nicht zu und so ging es mit diesem knapp 0:1 aus Erfurter Sicht in die 1. Pause.

Im Mittelabschnitt ging es quasi nahtlos so weiter wie im ersten Drittel, die Füchse rannten, zumeist recht planlos an,und die Erfurter verteidigten die eigene Zone sehr effektiv. Als die Gastgeber in der 24. Minute das 2:0 erzielen konnten, dachten nicht wenige der anwesenden Zuschauer, dass die Partie nun endlich in die „geplante Richtung“ laufen würde. Aber wieder hatte man die Rechnung ohne die Erfurter gemacht. Denn nur 12 Sekunden später verkürzten die Erfurter durch Vazan auf 1:2. Klasse freigespielt von Grosch, war Vazan plötzlich auf und davon und ließ auch Schrörs im Tor der Füchse keine Abwehrchance. In der 27. Minute regierte dann kurzzeitig das pure Chaos im Fuchsbau. Die Erfurter hatten zunächst durch Schümann die große Ausgleichschance, diese aber konnte Schrörs noch abwehren. Dabei ließ er die Scheibe jedoch nach vorn abprallen, genau auf den Schläger von Zurek. Zurek wollte die Scheibe nun im Duisburger Tor unterbringen, jedoch hatte Schrörs zwischenzeitlich das Tor aus der Verankerung gerissen. HSR Hertich entschied zunächst auf technisches Tor für die Black Dragons, nahm diese Entscheidung aber wieder zurück und es ging beim Stand von 2:1 für Duisburg weiter. Zusätzlich angestachelt durch diesen nicht gegebenen Treffer setzten die Erfurter nach und kamen noch im Mittelabschnitt zum Ausgleichstreffer. Wieder war Vazan der Torschütze. Das Unterzahlspiel hatten die Füchse noch schadlos überstanden, doch die Strafe war gerade abgelaufen, als Manske Vazan bedient hatte und dieser zum 2:2 traf. Mit diesem2:2 ging es in die 2. Pause.

Im letzten Drittel erhöhten die Füchse nochmals die Schlagzahl und konnten durch einen Doppelschlag von Krämer und Klöpper innerhalb von knapp 60 Sekunden die Partie doch noch für die Duisburger entscheiden. Bis zur Schlusssirene versuchten die Erfurter zwar nochmals alles, aber es sollte kein weiterer Treffer gelingen und so ging die Partie mit einem durchaus verdienten, aber bei weitem nicht so leicht wie erwarteten, Sieg für die Gastgeber. Verstecken müssen sich die Erfurter ob der gezeigten Leistung aber mit Sicherheit nicht.

Tore:

1:0 Cornelius Krämer (ohne Assist / +1) 6:57
2:0 Viktor Beck (Jari Neugebauer) 23:06
2:1 Michal Vazan (Robin Sochan, Christian Grosch) 23:18
2:2 Michal Vazan (Christian Grosch, Enrico Manske) 36:51
3:2 Cornelius Krämer (Jari Neugebauer, Manuel Neumann) 45:48
4:2 Patrick Klöpper (Chris St.Jacques) 46:55

Strafen: Duisburg 10 – Erfurt 10

Zuschauer: 1261

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