Im Endspurt doch noch zum Dreier

Stichworte: Spielbericht
28. November 2016

Lange mussten sich die Fans der Black Dragons am Sonntagnachmittag gedulden, bis das Team von Trainer Thomas Belitz im Endspurt doch noch den ersehnten Heimsieg erringen konnte. Nachdem man über lange Zeit einem Rückstand hinterher lief und selbst beste Chancen nicht nutzen konnte, war es am Ende ein Doppelschlag innerhalb von 22 Sekunden der die Partie doch noch kippte.

Von Beginn an hatten die Erfurter sichtlich Probleme mit dem unorthodoxen Spiel der Gäste aus Berlin. Diese verlegten sich früh darauf, dass Spiel der Gastgeber zu stören und diese zu Fehler zu zwingen, die man dann mit blitzschnellen Kontern ausnutzen wollte. So wie in der 4 Spielminute. Die Gastgeber vertändelten im Spielaufbau die Scheibe, Jentzsch passte zu Reuter und dieser überwand Reukauf zur frühen Führung für die Gäste. Nach diesem Gegentreffer benötigten die Erfurter zunächst etwas um sich zu ordnen und so dauerte es bis zur 9. Minute ehe sich Zurek die Ausgleichschance bot, dieser scheiterte allerdings an Goalie Schmidt. Nach 13 Minuten war es dann aber doch soweit. In Überzahl stocherte Vostarek die Scheibe ins Berliner Tor und glich die Partie zum 1:1 aus. Die Berliner allerdings schlugen noch im ersten Drittel erneut zu und gingen in der 17. Minute erneut in Führung. Wieder ging diesem Treffer ein Erfurter Fehler voraus und so kam Jentzsch frei vor Reukauf an den Puck und bedankte sich mit dem 1:2. Mit diesem aus Erfurter Sicht unbefriedigendem Spielstand ging es dann auch in die erste Pause.

Wer nun aber im Mittelabschnitt auf eine Reaktion der Gastgeber wartete sah sich zunächst getäuscht. Weiterhin hatte man Probleme im Spielaufbau, Pässe kamen zu ungenau und wurden so leichte Beute der Berliner Abwehr oder eben Schmidt im Berliner Tor war zur Stelle. Und wieder kam es wie es kommen musste, die Berliner nutzten einen ihrer Konter zu einem weiteren Treffer. Grunwald war es letztlich der zum 1:3 aus Erfurter Sicht ein netzte. Nun war es an den Gastgebern auf diesen 2-Tore-Rückstand möglichst schnell eine passende Antwort zu finden. Dies gelang dann auch nur 3 min später. Vazan hatte Klein bedient und dieser jagte die Scheibe humorlos ins Berliner Netz und sorgte damit wieder für Hoffnung im Erfurter Eisstadion. Es sollte allerdings der letzte Treffer im Mittelabschnitt bleiben, teilweise zu fahrlässig gingen die Erfurter mit den sich nun immer öfter bietenden Chancen um. So wie kurz vor der zweiten Pause, als es gleich 3 Drachen nicht gelang, die Scheibe ins Netz zu bugsieren. So blieb es auch zum Ende des Mittelabschnittes beim knappen Rückstand.

Im letzten Drittel kamen die Erfurter nun endlich immer besser ins Spiel, agierten mit mehr Zug zum Tor und kamen so fast zwangsläufig zu Chancen, die aber zunächst immer wieder der glänzende Schmidt vereitelte. Nur noch gelegentlich kamen die Berliner in dieser Phase zu guten Möglichkeiten, fanden ihren Meister im ebenso gut aufgelegten Erik Reukauf. So blieb es lange Zeit weiter beim knappen Rückstand der Gastgeber, die zwischenzeitlich noch 2 Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen ließen. Die Berliner hatten sich längst darauf verlegt, die Uhr herunter zu spielen. Diese Taktik allerdings ging letztlich doch noch gründlich in die Hose. Denn in der 57. Minute benötigten die Erfurter genau 2 Angriffe und 22 Sekunden um aus einem 2:3 ein 4:3 zu machen. Zunächst war es Robin Sochan, der den Puck per Blueliner zum Berliner Tor brachte, Weise fälschte ab und Schmidt war zum 3:3 geschlagen. Nach diesem Treffer schienen die Berliner angeknockt und so konnte Vostarek nahezu unbehelligt um das Berliner Tor fahren, Vazan bedienen und dieser traf zum 4:3-Siegtreffer. Die Berliner fingen sich nach einem Frustcheck von Reuter gegen Rößger noch eine Spieldauerstrafe ein und so hatten die Erfurter wenig Mühe den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Tore:

0:1 Philip Reuter (Michael Raynee, Nico Jentzsch) 3:50
1:1 Mathias Vostarek (Reto Schüpping, Michal Vazan) 12:31
1:2 Nico Jentzsch (Philip Reuter) 16:16
1:3 Phillipp Grunwald (Michael Raynee, Sebastian Pritykin) 24:04
2:3 Paul Klein (Michal Vazan, Hannes Ulitschka) 27:23
3:3 Marcel Weise (Robin Sochan, Arthur Rößger) 56:19
4:3 Michal Vazan (Christian Grosch, Mathias Vostarek) 56:41

Strafen: Erfurt 4 – Berlin 21 (+10 Jentzsch +20 Reuter)

Zuschauer: 413

Weitere News

26. November 2016

Knappe Niederlage an der Ostsee

4:3 Niederlage

26. November 2016

Knappe Niederlage an der Ostsee

4:3 Niederlage

23. November 2016

Timmendorf auswärts und Preussen zu Hause

Berlin kommt nach Erfurt

Sponsoren