Interview am Rande der Bande mit Benjamin Arnold

Stichworte: Spieler
11. November 2019

Heute mit Benjamin Arnold

Hallo Benni,

in Ermangelung von Kalle, der sich bereits jetzt schon auf einer Weihnachtsfeier rumtreibt, darf ich heute Fragen stellend unterwegs sein.

Wer nicht dabei war, hat was verpasst! Der Sieg über Tilburg am Freitag, war das nicht der Hammer?

Ich habe es gewusst! Mir war vor dem Spiel klar: So, wie es momentan läuft, können wir solche Spiele wie heute abliefern. Das war eine absolut gute Leistung vom Team, von der ersten bis zur letzten Minute. Ich kann und will gar keinen herausheben, das war eine großartige Teamleistung. Und es macht mich stolz, Teil von so einem geilen Team zu sein.

Für so manchen Zuschauer stellte sich vor dem heutigen Spiel nur die Frage, wie hoch wir gegen den Spitzenreiter verlieren werden.

Wir haben in dieser Saison so viele neue Spieler dabei, die mussten sich erst einmal finden. Das war also nur eine Frage der Zeit. Es passt intern, in der Mannschaft ist eine so hohe Qualität und jetzt läuft es!

Selly hat die Unterstützung von den Rängen offenbar erfolgreich eingefordert!

Ja, was von dort während des gesamten Spiels abgeliefert wurde, war schon stark. Leider sind nicht so viele Zuschauer wie in der letzten Woche gekommen. Aber mit solchen Fans im Rücken wie heute, ist eine solche Leistung der Mannschaft erst möglich!

Als „Drachenhüterin“ mache ich mir natürlich Sorgen um einen Spieler, wenn wir ihn zwar in der Vorbereitung, danach jedoch nicht mehr auf dem Eis gesehen haben. In einer so familiären Eishalle wie der unseren, wabert in einem solchen Fall oftmals jede Menge Halbwissen umher. Das geht von „beruflich ganz stark eingespannt“, über „sehr schwer verletzt“, bis hin zu „Karriereende“. Reden wir also nicht länger über Dich, sondern mit Dir. Wie geht es Dir?

Seit der Saisonvorbereitung nicht so gut. Der Rücken hat sich gemeldet und da ist ein Nerv entzündet. Dank der Hilfe unserer super Physiotherapie und der Ärzte hoffe ich, dass es sich bald wieder legt. Ich habe mir dieses Jahr deutlich anders vorgestellt und gerade an Tagen wie heute, fällt es mir besonders schwer, meine Situation zu akzeptieren.

An anderer Stelle konnten wir bereits lesen, dass Du trotz „Eisunfähigkeitsbescheinigung“ in Deinem Beruf als Lehrer arbeiten kannst. An welcher Schule, in welcher Klassenstufe und in welchen Fächern bist Du tätig?

In der Regelschule in Tambach-Dietharz unterrichte ich von der 5. bis zur 10. Klasse Englisch und Sport. MEINE Klasse ist die 10.!

Wie in der letzten Saison unschwer zu übersehen war, bist Du bei Deinen Schülerinnen und Schülern recht beliebt. Ist nach Deiner Rückkehr aufs Eis wieder mit jubelnden Zehntklässlern und einem „Arni“-Transparent zu rechnen?

-Lacht- Ja, meine Schüler haben sich schon angemeldet! Das Transparent war allerdings nicht von ihnen, sondern von ehemaligen Lehrerkollegen aus Augsburg.

Ist es für Dich jemals ein Thema gewesen, Eishockey „hauptberuflich“ zu betreiben?

Schon, so mit 18, 19 Jahren. Es hat sich aber nicht so entwickelt, dass darin eine 100%ige Zukunft zu sehen war. Ich hatte dann die Möglichkeit zum Studium in Augsburg, um meinen Traumjob „Lehramt“ zu verwirklichen. Heute kann ich -als Spieler bei den Drachen- glücklicherweise beides miteinander verbinden.

Vielen Dank für das interessante Gespräch. Gute Besserung und auf ein baldiges Wiedersehen mit Dir auf dem Eis, als Teil Deines geilen Teams.

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