Interview mit Martin Deutschmann und Henry Tews

16. Oktober 2019

Interview mit Martin Deutschmann (MD, im Verein zuständig für Finanzen) und Henry Tews (HT, Sportlicher Leiter)

Könnt Ihr bereits etwas zu dem Gesundheitszustand von Michal Vazan sagen?

HT: Wir können nur sagen, dass es sich um die zweite Gehirnerschütterung innerhalb eines halben Jahres handelt. Michal wird in der kommenden Woche in einem Krankenhaus der Berufs Genossenschaft (BG) intensiv untersucht.

Haben der Ausfall von Michal und die notwendige Neuverpflichtung von Joonas Toivanen finanzielle Auswirkungen für den Verein?

MD: Natürlich hat es das! Der Verein als Arbeitgeber muss die Lohnfortzahlung für 6 Wochen übernehmen, danach zahlt die Krankenkasse bzw. BG! Die Kosten für Joonas sind ungeplant aber eben erforderlich.

HT: Es gab nicht nur den finanziellen Aspekt zu betrachten! Mit Michal ist einer unserer Leistungsträger ausgefallen. Da wir Michal im Augenblick die Zeit geben wollen, die er braucht um sich vollständig zu erholen, wir aber noch so früh in der Saison auf die Position nicht verzichten können haben wir uns entschlossen schnell zu reagieren.

Im Netz war zu lesen, dass ihr mit Leon Müller einen zweiwöchigen Tryout Vertrag (Probevertrag) abschliessen wollt.

HT: Das muss noch geklärt werden, da Leon Müller bereits Kontakt zu einem anderen Verein hat. Prinzipiell stimmt das aber so.

Welche Ideen hat der Vorstand, wie mehr Zuschauer angesprochen werden können?

MD: Bei so tollem Wetter wie heute, unternehmen viele Menschen etwas mit der Familie und gehen nicht zum Hockey. Daher haben wir darüber nachgedacht, die Spiele später zu beginnen. Wir werden aber wieder, wie im letzten Jahr auch, mit einer großen Plakataktion in den Wartehäuschen des ÖPNV versuchen, viele Erfurter auf uns aufmerksam zu machen.

Unabhängig davon hoffen wir, mit dem Videostream, den wir seit Kurzem haben und der von Kay Junghanns und Lars Wannemacher vorbildlich betreut wird, eine zusätzliche Einnahmequelle gefunden zu haben. Darüber hinaus können auf diesem Weg vielleicht auch Leute fürs Eishockey begeistert werden, die bislang noch nie ein Spiel gesehen haben. Insbesondere Fans der Gäste sind hier eine Zielgruppe.

Wie hat sich der Gastrobereich entwickelt?

MD: Wir haben vieles in der Sportbar optimiert und dadurch schon jetzt einen erkennbar besseren und wirtschaftlicheren Betrieb. Die Verantwortungsübernahme von unserem Präsidenten und die Unterstützung von Ilona Gunkel, sowie die Einstellung von Stephan Pencun als Koch tragen hier erste echte Früchte.

Dann sind wir zusätzlich dabei, den Business Club zur Vernetzung von Sponsoren professioneller zu entwickeln. Hier konnten wir mit Markus Loch einen erfahrenen Mann für uns gewinnen.

Martin, wie steht Deine Familie dazu, dass Du so viel Zeit in die Vereinsarbeit investierst?

MD: Ich habe das Glück, dass meine Familie hinter mir steht. Das heißt natürlich auch, dass ich Regeln einhalten muss. Wir waren im Familienurlaub und dann stand hier die Entscheidung an, wie wir jetzt bei der Verletztenmisere agieren wollen. Da hat mein Mobiltelefon natürlich oft genug geklingelt und ich habe viele -nicht nur kurze- Gespräche führen müssen.

Wir hatten im Spätsommer die unsägliche Auseinandersetzung mit der Stadtverwaltung bezüglich unserer Kartoffelhalle. Wie hast Du das Zusammenwirken von Fans und Vorstand gesehen.

MD: Das war richtig Klasse! Mein Eindruck ist, dass die Fans noch stärker zusammengerückt sind und das gefällt mir am Besten. Damit hatte diese missliche Situation auch wieder etwas Positives.

Erschwerend war, dass wir gerade in der Saisonvorbereitung waren und dann sehr viel Zeit in die Gespräche mit Politikern investieren mussten, um denen unser Anliegen nahe zu bringen. Auch hierbei haben die Fans und der Vorstand perfekt zusammengearbeitet.

Welches ist Deine Lieblingsspeise?

Vater und Sohn (der während des Gesprächs mit am Tisch saß) im Chor: “EIS!!“

Ich möchte mich bei allen Beteiligten für dieses Gespräch bedanken.

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