Kantersieg gegen Akademiker

Stichworte: Spielbericht
11. Oktober 2014

Mit einem 11:2-Kantersieg gegen FASS Berlin starteten die Black Dragons am Freitagabend in ein durchaus bereits wegweisendes Wochenende. Denn nach selten gefährdeten und am Ende auch in der Höhe verdienten Erfolg gegen die Akademiker aus dem Berliner Wedding steht am kommenden Sonntag das erste Duell mit dem amtierenden Meister Leipzig auf dem Programm. Drachencoach Tim Donnelly konnte zwar auf die zuletzt fehlenden Schümann & Ulitschka zurückgreifen, musste aber gleichzeitig O. Otte (beruflich verhindert) und E. Manske (gesperrt) ersetzen. Angesichts des Ergebnisses war Donnelly mit dem Spiel dennoch mehr als zufrieden. „Wir haben teilweise richtig schönes Eishockey gezeigt und so fielen die Tore fast zwangsläufig“ sagte Donnelly nach dem Spiel. Sein Gegenüber Rumid Masche sah es ähnlich und meinte: „wir hatten heute quasi von Beginn an keine Chance. Lediglich nach dem 2:3-Anschluss wackelte Erfurt kurz nutzte dann aber unsere Fehler eiskalt aus und so geht der Erfolg auch vollkommen in Ordnung“.

In den ersten 10 min des Spieles wurden die Gäste aus Berlin von den Erfurtern quasi an die Wand gespielt. Die Uhr zeigte gerade 34 gespielte Sekunden an, als Gräubig im Tor der Weddinger erstmals Kopf und Kragen riskieren musste. Nachdem diese erste Chance noch vergeben wurde, machten es die Gastgeber im 2. Versuch besser. Gerade 68 Sekunden war die Partie alt, als alle Pläne von FASS-Trainer Rumid Masche über den Haufen geworfen waren und Drachenkapitän Christian Grosch die frühe erzielt hatte. Weiterhin lief das Spiel fast nur in eine Richtung, in das des Gästetores. Während die Berliner kaum einmal ins Erfurter Drittel kamen nutzen die Gastgeber ihre Chancen weiter aus. Nach einem Bilderbuch-Spielzug kam die Scheibe über Hofmann und Grosch zu Sergerie und dieser brauchte sie nur noch zum 2:0 über die Linie zu schieben. Gerade als die Berliner nach knapp 8 min eine Strafzeit schadlos überstanden hatten und komplett waren, griff Adam Sergerie wieder einmal tief in seine Trickkiste. Neben dem Gästetor stehend schoss er Gräubig an die Schoner und von dort prallte die kleine Hartgummischeibe ins Gästetor zum 3:0. Nachdem der Erfurter Sturmlauf etwas abgeebbt war, kamen nun auch die Gäste etwas besser zum Zug und nutzen quasi ihre erste richtige Chance zum 1:3-Zwischenstand, Torschütze war Simon in der 13. Minute. Nach diesem Treffer übernahmen die Erfurter wieder das Kommando auf dem Eis, versäumten es aber ihre weiteren Chancen zu nutzen und so ging es mit diesem 3:1 in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt übernahmen zunächst die Gäste die Initiative auf dem Eis. Gefährliche Aktionen vor dem von Martin Otte gehüteten Erfurter Tor bleiben aber Mangelware, denn die Erfurter Defensive stand meist sicher und verhinderte Berliner Chancen. Zumindest bis zur 25. Minute, dann bekam Justin Ludwig den Puck aus der eigenen Defensive serviert und nutzte diesen Traumpass zum 2:3-Anschlusstreffer. Kurz wackelte daraufhin die Erfurter Defensive, aber die Berliner spielten den Gastgebern etwas in die Karten und kassierten eine Strafzeit. Dieses Überzahlspiel nutzten die Erfurter auch prompt zum 4:2 durch Grosch. Damit war der Berliner Angriffsschwung gleich wieder ausgebremst und die Black Dragons waren wieder „Herr im Haus“. Spätestens nach dem von Olidis sicher verwandelten Penalty in der 28. Minute war die Partie entschieden. Gräubig im Tor der Berliner bekam nun wieder mehr zu tun als ihm lieb war, aber er konnte zunächst seinen Kasten sauber halten. Erst in der 39. Minute war auch Gräubig geschlagen und Grosch hatte in Unterzahl sein 3. Tor des Abends erzielt. Mit diesem 6:2 ging es nach 40 Minuten in die 2. Pause.

Im letzten Spieldrittel spielten sich die Black Dragons zeitweise in einen wahren Rausch und erzielten in knapp 8 Minuten 5 weitere Treffer. Den Torreigen eröffnete Felix Schümann mit seinem ersten Pflichtspieltor. Knapp 2 min später war erneut Kapitän Christian Grosch zur Stelle und erzielte seinen 4. Treffer des Abends. Bis zum nächsten Treffer der Gastgeber dauerte es wieder nur knapp 2 Minuten. In Überzahl war Ryan Olidis zur Stelle und traf zum 9:2-Zwischenstand. Nach diesem Treffer hatte Dominik Gräubig genug und er verließ entnervt sein Tor, der Torhunger der Gastgeber war aber noch lange nicht gestillt und so war es wieder Schümann der das Ergebnis zweistellig machte. Mit dem Treffer von Richard Belitz zum 11:2 in der 50. Minute hatten dann auch die Erfurter genug und schalteten den ein oder anderen Gang zurück. Man spielte die letzten 10 min routiniert von der Uhr und am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Mit diesem Erfolg im Rücken reisen die Black Dragons am Sonntag als Tabellenführer zum Meister nach Leipzig. Spielbeginn in Leipzig wird um 18:00 Uhr sein.

Tore:

1:0 Christian Grosch (Adam Sergerie, Jan Zurek) 01:08

2:0 Adam Sergerie (Jan Zurek, Sebastian Hofmann) 04:29

3:0 Adam Sergerie (Andreas Nickel, Christian Grosch) 07:44

3:1 Dave Simon (Justin Ludwig) 12:47

3:2 Justin Ludwig (Dave Simon) 24:58

4:2 Christian Grosch (Adam Sergerie, Andreas Nickel / +1) 25:33

5:2 Ryan Olidis (Penalty) 27:11

6:2 Christian Grosch (Jan Zurek, Oliver Kämmerer / -1) 38:00

7:2 Felix Schümann (Hannes Ulitschka, Richard Belitz) 41:24

8:2 Christian Grosch (Adam Sergerie, Oliver Kämmerer) 43:35

9:2 Ryan Olidis (Adam Sergerie, Oliver Kämmerer / +1) 45:39

10:2 Felix Schümann (Christian Grosch, Sebastian Hofmann / +1) 48:33

11:2 Richard Belitz (Christopher Unzeitig, Arne Schaufuß) 49:16

Zuschauer: 421

Strafen: Erfurt 8 – FASS Berlin 14

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