Klassenerhalt geschafft

Stichworte: Spielbericht
29. Februar 2016

Nach am Ende nervenaufreibenden 60 Minuten und einem 9:8-Erfolg in Wedemark können die Black Dragons den vorzeitigen Klassenerhalt feiern. Durch den „Dreier“ gegen die Scorpions und die gleichzeitige Niederlage des HSV in Braunlage beträgt der Vorsprung der Drachen bei nur noch 2 ausstehenden Begegnungen nunmehr 7 Punkte. Kann also selbst bei 2 Siegen des HSV, in Timmendorf und in Wedemark, nicht mehr aufgeholt werden.

Die Partie begann so gar nicht nach dem Geschmack der Gäste aus Thüringen, denn schon mit dem ersten Angriff gingen die Scorpions in Führung. Zunächst konnten die Erfurter sich nicht entscheidend genug befreien, so kam die Scheibe über Umwege zu Brett Beebe und dieser bezwang Max Gimbel im Erfurter Tor zur frühen 1:0-Führung. Aber die Erfurter brauchten nicht lange um diesen frühen Schock zu überwinden und machten sich nahezu sofort daran diesen „Ausrutscher“ zu egalisieren. Knapp 90 Sekunden nach dem Rückstand war es dann auch soweit und die Drachen konnten zum ersten Mal jubeln. Nach einer schönen Kombination über Weise und Manske spielte letzterer den Puck in den Slot vor das Tor, wo Oliver Otte lauerte und unbedrängt zum 1:1 einschieben konnte. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels hatten die Erfurter weitaus mehr vom Spiel versäumten es aber zunächst ihre Chancen in zählbares auf der Anzeigetafel umzuwandeln. So dauerte es bis zur 13. Minute ehe wieder Otte zuschlug. Nach einem Wechselfehler der Gastgeber, die mitten in einen Erfurter Angriff zum Reihenwechsel fuhren, tauchten Otte und Manske allein vor dem Goalie der Gastgeber auf. Otte täuschte den Pass zu Manske an und vollstreckte dann eiskalt zur Erfurter Führung. Diese Führung schien die Scorpions bis ins Mark zu treffen und man bekam bis zur ersten Pause kaum noch einen geregelten Angriff zu Stande. Ganz anders die Erfurter, die nun ihre Chancen auch konsequent in Tore ummünzten. Zunächst war Kapitän Christian Grosch zur Stelle und stellte auf 3:1für die Gäste und etwa 2 Minuten später legten die Erfurter durch einen Überzahltreffer von Vostarek noch das 4:1 nach. Mit dieser vermeintlich sicheren Führung ging es in die erste Pause.

Die Pausenansprache von Scorpions-Coach Dieter Reiss muss dann ziemlich heftig ausgefallen sein. Denn die Gastgeber kamen wie verwandelt aus der Kabine und setzten die Erfurter gleich mächtig unter Druck. Nachdem diese zunächst noch eine gute Kontermöglichkeit nicht hatten nutzen können, machten es die Scorpions deutlich besser. Zunächst nutzte Weikamp ein Zuspiel von Michael Budd zum 2:4 und nur wenig später gelang den Gastgebern gar das 3:4. In Überzahl, David Wiesnet drückte die Strafbank, konnte Jakub Pekarek den Anschlusstreffer markieren. Eben jener David Wiesnet war es dann aber, der etwa 3 Minuten später einen klassischen Konter zum 5:3 nutzen konnte. In einem 2 auf 1 lief er mit Schüpping auf das Tor der Gastgeber zu und zirkelte die Scheibe am Goalie vorbei an den Innenpfosten und von dort trudelte der Puck über die Linie. Die Scorpions hatten aber auf diesen erneuten 2-Tore-Rückstand die passende Antwort parat und konnten nur 70 Sekunden später erneut verkürzen. In der Schlussphase des Mittelabschnittes konnten die Erfurter allerdings noch zweimal einnetzen, dabei profitierte man von teils haarsträubenden Fehlern in der Defensive der Gastgeber. So war es zunächst Grosch, der einem Verteidiger an der blauen Linie den Puck stibitzte und allein auf den Goalie zustürmte. Grosch scheiterte zwar am Goalie, den Abpraller aber netzte Vazan ein und stellte wieder auf 2-Tore-Vorsprung. Auch dem 7. Erfurter Treffer ging ein grober Fehler in der Defensive voraus. Statt die Scheibe nach einem gewonnenen Zweikampf an der Bande zum Icing zu spielen und so zu klären wurde der Puck vor das eigene Tor gespielt, wo sich Manske artig bedankte und zum 7:4 ein netzte. Nachdem sich in den Schlusssekunden Wiesnet noch eine 2+2 eingefangen hatte ging das 2. Drittel zu Ende.

Wer nun aber dachte die Gastgeber hätten sich angesichts des 3 Tore Rückstandes aufgegeben, der sah sich ziemlich schnell getäuscht. Durch Überzahltreffer von Beebe und Budd war man schnell wieder auf ein Tor ran und setzte nun alles daran, die Partie auszugleichen. Von den Gästen kam in dieser Phase zu wenig konstruktives und so waren Erfurter Chancen eher Mangelware und so brachte man die Scorpions zusätzlich noch in Schwung. Und so kam es fast zwangsläufig wie es kommen musste, in der 57. Minute glichen die Gastgeber zum 7:7 durch Keven Gall aus. Aber nach diesem Treffer erwachten auch die Drachen wieder und gingen durch Grosch, der im Fallen ein Zuspiel von Nemecek veredeln konnte wieder in Führung. Die Gastgeber setzten nun alles auf eine Karte, nahmen den Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Nachdem Oliver Otte zunächst das Empty Net Goal noch verpasste, machte es Reto Schüpping dann besser und traf zum 9:7. Der letzte Treffer der Gastgeber von Weikamp war so nur noch für die Statistik. Der Rest ging dann im Erfurter Jubel unter, die mit den mitgereisten Fans den geschafften Klassenerhalt ausgiebig feierten.

Tore:

1:0 Brett Beebe (Michael Budd, Justin Spenke) 0:22
1:1 Oliver Otte (Enrico Manske, Marcel Weise) 2:07
1:2 Oliver Otte (Hannes Ulitschka, Felix Schümann) 12:40
1:3 Christian Grosch (Mathias Vostarek, Michal Vazan) 13:58
1:4 Mathias Vostarek (Christian Grosch, Michal Vazan / +1) 16:58
2:4 Jörn Weikamp (Michael Budd, Dominik Sobczak) 23:32
3:4 Jakub Pekarek (Michael Budd, Brett Beebe / +1) 25:28
3:5 David Wiesnet (Enrico Manske, Roman Nemecek) 28:21
4:5 Sebastian Pigache (Christopher Del Castillo, Reiko Berblinger) 29:31
4:6 Michal Vazan (Christian Grosch, Mathias Vostarek) 35:21
4:7 Enrico Manske (Reto Schüpping) 37:59
5:7 Brett Beebe (Keven Gall, Michael Budd / +1) 41:53
6:7 Michael Budd (Keven Gall, Brett Beebe / +1) 43:13
7:7 Keven Gall (Jakub Pekarek, Michael Budd) 56:19
7:8 Christian Grosch (Roman Nemecek) 58:31
7:9 Reto Schüpping (Oliver Otte, Felix Schümann / Empty Net) 59:55
8:9 Jörn Weikamp (Magnar Aaltonen, Robin Langmann) 59:58

Strafen: Wedemark 8 (+10 Pigache) – Erfurt 10

Zuschauer: 207

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