Knapper Erfolg nach Penaltyschießen in Berlin

Stichworte: Spielbericht
13. Dezember 2015
Mit 2 Punkten im Gepäck konnten die Black Dragons am späten Freitagabend die Heimreise aus der Bundeshauptstadt antreten. Dabei machte es sich das Team von Trainer Jan Vavrecka nach einer deutlichen Führung zu Beginn des Mittelabschnittes im weiteren Verlauf des Spieles selbst noch einmal unnötig schwer. Noch im Verlauf des zweiten Drittels gab man, vor allem durch zum Teil unnötige Strafzeiten und die daraus resultierenden Unterzahlspiele, eine 4-Tore-Führung aus der Hand.
Die Partie begann zunächst mit einer recht langen Abtastphase beider Teams. Zunächst waren Chancen auf beiden Seiten eher Mangelware und das Spiel fand zumeist in der neutralen Zone statt. Nach gut 6 Minuten sollte sich dies aber schlagartig ändern, die Erfurter nutzten ihre erste gute Chance zur Führung. Grosch war ins Berliner Drittel eingedrungen, hatte hinter dem Tor Zurek bedient und dieser spielte weiter auf den vor dem Tor lauernden Paul Klein welcher Lücke keine Abwehrchance ließ und zum 1:0 traf. Und die Gäste legten nach, nur 59 Sekunden später zappelte die Scheibe erneut im Netz der Berliner Gastgeber. Diesmal hatte Schümann die kleine Hartgummischeibe in Richtung Tor gebracht und Huber fälschte diese unhaltbar für Lücke in die lange Ecke ab. Der Torhunger der Black Dragons war damit aber keineswegs gestillt, nach zum Teil besten Chancen für Nemecek und Schümann war es in der 9. Minute Jan Zurek der Lücke überwinden konnte. Zunächst sah es so aus als hätte die Berliner Defensive den Erfurter Stürmer erfolgreich am Torschuss gehindert, aber Zurek war noch in Besitz des Pucks, drehte sich um seinen Gegenspieler und traf mit der Rückhand zum 0:3 aus Sicht der Gastgeber. Diese aber hatten sich nicht aufgegeben und nutzten in der 17. Minute ihr erstes Überzahlspiel prompt zum 1:3-Anschlusstreffer aus. Die Gäste aber hatten die passende Antwort in Form von Marcel Weise parat. Nach einem Berliner Puckverlust in der neutralen Zone spielte David Wiesnet den Puck zum durchlaufenden Weise, dieser scheiterte zunächst noch an der Querlatte, bekam aber seinen eigenen Rebound und nagelte diesen unter die Latte zum 4:1-Pausenstand. Der Assistpunkt von Youngstar David Wiesnet war seiner erster Scorerpunkt im vierten Einsatz in der Erfurter Oberligamannschaft.
Der Mittelabschnitt begann mit dem nächsten Nackenschlag für die Gastgeber, denn Josef Huber traf zum 1:5 aus Sicht der Berliner. Nach diesem Treffer kamen nun allerdings die Berliner etwas besser ins Match und konnten in doppelter Überzahl mit einem schönen Blueliner auch auf 2:5 verkürzen. Spätestens nach dem 3:5 durch van Lijden wurde deutlich, dass hier noch nicht aller Tage Abend ist und die Berliner hatten nun endgültig „Blut geleckt“. Zumal nur 60 Sekunden später Christian Leers, der zu wenig angegriffen wurde, der Treffer zum 4:5 gelang. Und es sollte noch schlimmer für die Gäste kommen, denn kurz vor Drittelende glichen die Berliner die Partie gar zum 5:5 aus. Torschütze war erneut van Lijden in Überzahl. Mit diesem 5:5 ging es in die zweite Pause.
Im letzten Drittel entwickelte sich nun ein Spiel auf Augenhöhe, wobei beide Mannschaften gute Chancen zu Torerfolgen hatten. Die Gäste hatten dabei die etwas besseren Chancen, aber der Berliner Goalie Phillip Lücke zeigte nun ein ums andere Mal, dass er zu Recht als großes Torwarttalent gilt und brachte die Erfurter Stürmer reihenweise fast zur Verzweiflung. So kam es wie es kommen musste, die Berliner gingen erstmals nun sogar in Führung. Die Proteste der Erfurter Spieler, die eine Behinderung des Erfurter Goalie Martin Otte ausgemacht hatten, verhallten ungehört und der Treffer behielt Gültigkeit. Die Erfurter beantworteten diesen Gegentreffer mit wütenden Gegenangriffen, scheiterten aber immer wieder am nun glänzenden Lücke im Tor der Berliner. Erst eine doppelte Überzahl der Gäste brachte den Ausgleich. Nachdem Nemecek von der blauen Linie abgezogen hatte, wehrte Lücke zu kurz ab und Klein konnte diesen Abpraller im Tor der Gastgeber unterbringen. In den letzten 10 Minuten des Spieles versuchten die Gäste noch einmal alles, aber ein weiterer Treffer wollte einfach nicht mehr gelingen und so ging die Partie in die Overtime.
Auch in dieser Overtime hatten die Erfurter deutlich mehr vom Spiel scheiterten aber zum Teil aus aussichtsreichen Positionen an Lücke oder dem Pfosten (Schümann). Erst im anschließenden Penaltyschießen sicherte Kapitän Christian Grosch mit einem toll ausgeführten Penalty den Extrapunkt. Während Goalie Martin Otte alle Berliner Versuche abwehren konnte und so den Sieg festhielt.
Tore:
0:1 Paul Klein (Jan Zurek, Christian Grosch) 6:27
0:2 Josef Huber (Felix Schümann, Oliver Kämmerer) 7:26
0:3 Jan Zurek (Maximilian Dimitrovici, Roman Nemecek) 8:51
1:3 Julian van Lijden (Patrick Czajka, Christopher Scholz / +1) 16:12
1:4 Marcel Weise (David Leon Wiesnet) 17:55
1:5 Josef Huber (Oliver Otte, Hannes Ulitschka) 21:15
2:5 Maximilian Adam (Daniel Volynec, Ryan Warttig / +2) 25:29
3:5 Julian van Lijden (Lois Spitzner) 30:03
4:5 Christian-Alexander Leers (Christian Steinbach, Justin Ludwig) 31:13
5:5 Julian van Lijden (Patrick Czajka, Fabio Patrzek / +1) 38:24
6:5 Lars Schiller (Dave Simon) 43:55
6:6 Paul Klein (Jan Zurek, Roman Nemecek / +2) 49:28
6:7 Christian Grosch (entscheidender Penalty) 65:00
Strafen: Berlin 6 – Erfurt 10
Zuschauer: 82

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