Krimizeit in Erfurt

Stichworte: Spielbericht
15. Februar 2016
Zwei Tage nach dem 6:3-Erfolg in Braunlage konnten die Black Dragons die Punkte vom Freitag mit zwei weiteren Zählern veredeln und siegten gegen den Favoriten aus Leipzig am Ende verdient mit 6:5 nach Overtime, bis dahin sollten die Zuschauer aber ein Wechselbad der Gefühle und am Ende einen echten Krimi erleben. Damit konnte dieses Wochenende mit 5 Punkten durchaus als Erfolg verbucht werden.
Die Partie nahm ohne großes Abtasten sofort Fahrt auf und beide Mannschaften erspielten sich schnell erste Chancen, diese konnte aber kein Team nutzen und so blieb es beim 0:0. Ebenso blieben beide in ihren Überzahlspielen zunächst ohne Treffer, boten den Zuschauern aber eine gutklassige Oberligapartie, einzig die Tore fehlten. Dies sollte auch noch eine ganze Weile so bleiben. Die Gastgeber hatten im ersten Drittel die klareren Chancen, wobei Mathias Vostarek zunächst die größte vergeben hatte. Frei vor Reukauf zog er die Scheibe am langen Pfosten vorbei. Dies sollte aber nur der Startschuss für eine Schlussoffensive der Gastgeber sein. Diese erlebte ihren Höhepunkt zwei Sekunden vor der Drittelpause, als Michal Vazan Reukauf doch noch überwinden konnte und die Erfurter so in Führung brachte.
Der Mittelabschnitt stand zunächst ganz im Zeichen der Gastgeber, die nun klar Herr im Hause waren. Nach knapp 5 Minuten im Mittelabschnitt konnten die Drachen ihre Überlegenheit auch endlich in zählbares umwandeln. In Überzahl hatten sie zunächst die Scheibe im Leipziger Drittel verloren. Paul Klein jedoch konnte den Befreiungsversuch der Gäste unterbinden und spielte mit einem Zuckerpass den startenden Reto Schüpping frei und dieser ließ Reukauf im Gästetor keine Abwehrchance und netzte zum 2:0 ein. Nach diesem erneuten Gegentreffer versuchten die Icefighters alles um wieder ins Spiel zu kommen, riskierten allerdings zu viel und liefen prompt in einen Erfurter Konter. Vostarek brachte die Scheibe vor das Tor, wo wieder Vazan lauerte und seinen zweiten Treffer markieren konnte. In der Folgezeit beruhigte sich die Partie ein wenig, ohne dabei jedoch an Spannung zu verlieren. Auch weil die Gastgeber etwa zur Hälfte der Spielzeit gleich 3 Strafzeiten in kurzer Folge hinnehmen mussten. Nachdem die Erfurter eine 3 gegen 5 Unterzahl noch schadlos überstanden hatten, fiel bei 4 gegen 5 dann doch das 1:3 durch Hofverberg. Diesen Gegentreffer konnten die Erfurter aber relativ schnell beantworten und erzielten durch Enrico Manske, erneut in Überzahl, das 4:1. Die Icefighters jedoch kamen noch im Mittelabschnitt, ebenfalls in Überzahl, noch auf 2:4 heran. Torschütze war Berger. Damit ging es in die zweite Pause.
Im letzten Spieldrittel konnten die Erfurter zunächst noch einmal einen 3-Tore-Vorsprung herausschießen. Wieder war es ein Überzahltreffer und wieder war Paul Klein mit einem tollen Pass auf Roman Nemecek daran beteiligt. Nemecek hatte nach dem Zuspiel von Klein keinerlei Mühe mehr den Puck an Reukauf vorbei im Tor unterzubringen. Mit fortlaufender Spielzeit mussten die Gastgeber aber dem hohen Tempo der Partie Tribut zollen und gerieten immer mehr unter Druck. Etwa 10 Minuten vor Ende der Partie kamen die Gäste auf 3:5 heran, Hofverberg war der Torschütze. Dieser Treffer beflügelte die Gäste noch einmal zusätzlich und man erhöhte den Druck noch einmal beträchtlich. In den letzten zwei Spielminuten setzten die Gäste alles auf eine Karte und opferten Goalie Reukauf zu Gunsten eines weiteren Feldspielers, dieses Risiko sollte diesmal auch belohnt werden. Denn durch Treffer von Albrecht und Psurny konnten die Leipziger die Partie tatsächlich noch ausgleichen und eine Overtime erzwingen.
In dieser Overtime bot sich den Erfurtern zunächst die große Chance auf den Siegtreffer, aber Oliver Kämmerer scheiterte per Penalty an Goalie Reukauf. Eben jener sollte aber dann doch noch zum Helden der Partie für die Erfurter werden. Denn knapp 90 Sekunden vor Ende der Overtime wurde Kämmerer mustergültig von Schümann und Klein bedient und hatte dann keine große Mühe mehr, den Puck zum umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber im Netz unterzubringen.
In der kommenden Woche gehen die Erfurter als krasser Außenseiter in beide Partien. Zunächst müssen die Drachen am Freitag beim Tabellenführer in Duisburg antreten. Zwei Tage später kommt der Tabellenzweite aus Tilburg nach Erfurt.
Tore:
1:0 Michal Vazan (Christian Grosch, Mathias Vostarek) 19:58
2:0 Reto Schüpping (Paul Klein / +1) 24:50
3:0 Michal Vazan (Mathias Vostarek) 27:23
3:1 Esbjörn Hofverberg (Damian Martin, Michal Psurny / +1) 34:34
4:1 Enrico Manske (Reto Schüpping, Sebastian Hofmann / +1) 37:41
4:2 Hubert Berger (Bradley Snetsinger, Esbjörn Hofverberg / +1) 38:19
5:2 Roman Nemecek (Paul Klein, Christian Grosch / +1) 43:52
5:3 Esbjörn Hofverberg (Denis Fominych, Patrick Fischer) 49:17
5:4 Hannes Albrecht (Florian Eichelkraut, Michal Psurny / 6-5) 58:58
5:5 Michal Psurny (Esbjörn Hofverberg, Hannes Albrecht / 6-5) 59:25
6:5 Oliver Kämmerer (Paul Klein, Felix Schümann) 63:26
Strafen: Erfurt 10 (+10 Klein) – Leipzig 14
Zuschauer: 670

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