Mit blauem Auge davon gekommen

Stichworte: Spielbericht
25. Februar 2017

Mit einer Energieleistung kurz vor Spielende konnten die Black Dragons am späten Freitagabend eine Niederlage beim Tabellenschlusslicht FASS Berlin gerade noch verhindern und schnappten sich am Ende sogar noch den Extrapunkt mit dem Sieg nach Overtime. Letztlich muss man allerdings sagen, dass der Erfolg gegen die Berliner doch recht glücklich ausfiel und man auf Erfurter Seite mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Zusätzlich profitierten die Black Dragons noch vom Ausrutscher der Piranhas in Hannover und haben nun mehr 5 Punkte Vorsprung auf die Ostseestädter.

Die Partie begann mit zwei Teams die durchaus auf Augenhöhe agierten. Beide Mannschaften versuchten sich vom Start weg Chancen zu erspielen, dabei schlugen die Erfurter durchaus die feinere Klinge. Die erste dicke Chance des Spieles vergab dabei Michal Vazan der plötzlich freie Schussbahn hatte, aber am glänzend aufgelegten Goalie der Berliner, Danny Bohn, scheiterte. Aber auch die Gastgeber hatten in der Anfangsphase durchaus gefährliche Chancen, so musste Goalie Reukauf nach 4 Minuten gegen Oliver Duris Kopf und Kragen riskieren um das torlose Remis festzuhalten. Nach knapp 7 Minuten hatte zunächst Oliver Otte die Chance auf den Führungstreffer, scheiterte aber ebenfalls am Goalie. Nach dem fälligen Bully kam Kapitän Grosch an den Puck trafallerdings nur den Pfosten. Nur Sekunden später erzielten die Berliner den Führungstreffer. In Überzahl kam die Scheibe zu Can Matthäs und dieser jagte die Scheibe unhaltbar für Reukauf in die Maschen des Erfurter Tores. Die Erfurter hatten allerdings die perfekte Antwort parat. Im Bullykreis kam es im Zweikampf zwischen Schümann und einem Berliner Abwehrspieler zu einem Pressschlag und der Puck landete im Berliner Tor zum Ausgleich. Es sollte der letzte Treffer im ersten Drittel bleiben, auch weil beide Teams jeweils eine Überzahl nicht nutzen konnten.

Nach einer Riesenchance für Creutzburg, der freistehend vor dem Berliner Tor über den Puck schlug, kamen die Berliner immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich eine Vielzahl guter Torchancen. Es dauerte aber bis zur 30. Spielminute bis man aus dem Chancenübergewicht endlich eine Führung machen konnte. Im dritten Nachschuss bezwang Duris Reukauf zum 2:1. Die Berliner blieben auch in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft, die Erfurter waren nur über Konter gefährlich. Einen dieser Konter brachte eine Riesenchance für Vazan, der jedoch über die Querlatte zielte. Quasi im direkten Gegenzug konterten auch die Berliner. Miethke schloss diesen Konter mit einem Lattentreffer ab, den Rebound nutzte allerdings Krüger zum 3:1-Pausenstand.

Die Erfurter kamen im 3. Drittel wie verwandelt aus der Kabine und schnürten die Berliner nun teilweise minutenlang im eigenen Drittel ein, blieben allerdings im Abschluss noch glücklos. Die Berliner versuchten sich aus der Erfurter Umklammerung zu lösen, mehr als gelegentliche Konter sprangen dabei jedoch nicht heraus. Die Zeit entwickelte sich nun immer mehr zum größten Gegner der Erfurter, denn diese tickte unaufhörlich in Richtung Spielende. Es sollte jedoch noch einmal eine große Chance für die Erfurter ergeben. Nach einer doppelten Strafzeit für die Gastgeber knapp 4 Minuten vor Spielende setzte Trainer Thomas Belitz alles auf eine Karte. Zusätzlich zur doppelten Überzahl nahm Belitz noch Goalie Reukauf vom Eis und brachte einen weiteren Stürmer. Diese 6 gegen 3 Überzahl brachte letztlich den gewünschten Erfolg und Jan Zurek verkürzte 3 Minuten vor Ultimo auf 2:3 aus Erfurter Sicht. In einfacher Überzahl, Goalie Reukauf war wieder ins Tor zurück gekehrt, kam der Puck danach zu Sochan und dieser nagelte die Scheibe humorlos durch die Schoner des Goalies zum nicht mehr erwarteten Ausgleich ins Berliner Netz.

So musste nun also die Overtime eine Entscheidung bringen. Dabei bot sich zunächst den Gastgebern die große Chance zum Siegtreffer, diesen konnte aber Reukauf gerade noch verhindern. Im Gegenzug hatte die Berliner Defensive Robin Sochan komplett übersehen, dieser wurde von Zurek klasse angespielt und versenkte die Scheibe zum 4:3-Siegtreffer im Berliner Tor.

Tore:

1:0 Can Matthäs (Nils Watzke / +1) 9:39
1:1 Felix Schümann (Marcel Weise, Jan Zurek) 12:38
2:1 Oliver Duris (Tom Fiedler, Pierre Gläser) 29:19
3:1 Kim-Joel Krüger (Marvin Miethke, Nils Watzke) 37:22
3:2 Jan Zurek (Michal Vazan, Robin Sochan / 6-3) 56:45
3:3 Robin Sochan (Michal Vazan, Christian Grosch) 57:40
3:4 Robin Sochan (Jan Zurek, Felix Schümann) 62:02

Strafen: Berlin 8 – Erfurt 10

Zuschauer: 102

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