Neuzugang Felix Schümann ist gekommen, um zu bleiben

Stichworte: Mannschaft
10. Oktober 2014

Neuzugang Felix Schümann ist gekommen, um zu bleiben

Obwohl er erst seit sieben Wochen bei den Black Dragons ist, fühlt sich Felix Schümann bereits heimisch in der Stadt und dem Verein.
Nun hat es also doch geklappt. Schon im letzten Sommer war Felix Schümann kurz davor, ein Drache zu werden, stand in Kontakt zu EHC-Kapitän Christian Grosch, der mit seinem besten Freund einst gemeinsam in Kaufbeuren spielte, und Ryan Olidis. Doch "Schü", wie er von allen auf dem Eis gerufen wird, wollte sich in seinem zweiten Jahr bei den Lausitzer Füchsen in der DEL 2 durchsetzen. "Anfangs lief es ganz gut, aber dann habe ich mir im Januar den Fuß gebrochen, und Weißwasser wollte dann wegen der Altersregelung auf jüngere Spieler setzen", erklärt der selbst erst 23-Jährige die Umstände, die ihn jetzt zu den Black Dragons gebracht haben.

In der Jugend aussortiert, weil er zu klein war

Vor ziemlich genau 20 Jahren, mit Dreieinhalb, stand der jetzige Eishockey-Vollprofi, geboren in Castrop-Rauxel, zum ersten Mal auf dem Eis. "Mein Vater war Fan von Dortmund, die waren damals auch im Eishockey noch eine gute Adresse und später mein erster Verein", erinnert sich Schümann. Seine geringe Körpergröße - heute misst er 1,72 Meter - wurde ihm schon in jungen Jahren zunächst zum Verhängnis: "Frank Fischöder. Den Namen werde ich nie vergessen. Er hat mich in Dortmund aussortiert, weil ich zu klein war." Von da an machte Schümann in Krefeld durch seine Schnelligkeit und Torgefahr auf sich aufmerksam und erhielt später (als er schon in Berlin spielte) ein Angebot vom Nachwuchsteam der Adler Mannheim - unterschrieben von Frank Fischöder. Noch heute muss er schmunzeln, wenn er die Anekdote erzählt.

An die Zeit bei den Eisbären Juniors, für die er mit zwölf Jahren an die Sportschule nach Berlin ging, erinnert er sich gern zurück: "Vier schöne Jahre und ein wichtiger Schritt für meine sportliche und charakterliche Entwicklung."

So wichtig, dass er mit 15 sogar ins Jugend-Nationalteam berufen wurde, zu dessen Kader er zwei Jahre gehörte. "Zu der Zeit habe ich natürlich von der DEL oder anderen europäischen Topligen geträumt", verrät er. Doch als er - mittlerweile im Düsseldorfer Nachwuchs aktiv - die Chance hatte, in der damals eingleisigen Oberliga den nächsten Karriereschritt zu gehen, entschied er sich anders. Er begann eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und spielte für das 1b-Team der DEG Regionalliga. "Die hatten dann auf einmal kein Geld mehr und ich habe meine Ausbildung abgebrochen", sagt der Rechtsaußen, der nach seiner Eishockey-Karriere weiter im Sportbereich, vielleicht auch wieder als Veranstaltungskaufmann, arbeiten will.

Über die Stationen Dortmund, Chemnitz und Weißwasser/Jonsdorf landete er nun schließlich in Erfurt. Ein Wandervogel also? "Nein, ich bin definitiv auf der Suche nach einer sportlichen Heimat, einem Verein, für den ich mehrere Jahre spiele. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das die Black Dragons sind."

Wenn man ihn über die Domstadt und den EHC reden hört, merkt man, dass das keine bloße Floskel ist. Er schwärmt vom schönen, sauberen Stadtkern, den netten Bars und Restaurants. "Die Nudelmacher" hat der Pasta-Liebhaber bereits für sich entdeckt, auch im "Übersee" gefällt es ihm.

Das wichtigste aber: Der Verein und Coach Tim Donnelly wissen ihn als Spieler zu schätzen, er wiederum die professionelle Struktur. "Und die Kameradschaft im Team ist super, DJ Barry Blend hat mir gleich alles gezeigt und mir das Einleben hier total leicht gemacht." DJ wer? "Den Namen hat sich Andi Nickel selbst verpasst, er sagt, er sei der beste DJ der Liga", grinst Schümann. "Er hat die Musikanlage in der Kabine gut im Griff, aber wenn die Beats allzu hart werden, versuche ich Einfluss zu nehmen", sagt der Black- und Rock-Fan.

Einig ist er sich mit den Teamkollegen aber über die sportlichen Ambitionen: "Wir haben drei starke Reihen. Natürlich wollen wir die Liga aufmischen!" Spätestens für das Heimspiel am Freitag gegen Fass Berlin (20 Uhr) hofft er, nach seiner Leistenzerrung endlich grünes Licht für einen Einsatz zu bekommen.

Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/erfurt/detail/-/specific/Black-Dragons-Neuzugang-Felix-Schuemann-ist-gekommen-um-zu-bleiben-1267450013

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