Nichts drin am Westbahnhof

Stichworte: Spielbericht
22. Januar 2019
Zwei Tage nach der bitteren und verdienten Heimniederlage gegen Duisburg mussten die TecArt Black Dragons am gestrigen Sonntag in Essen am traditionsreichen Westbahnhof antreten. Noch während des Spieles gegen Duisburg, in dem Torjäger Reto Schüpping das 100. Saisontor der Erfurter erzielen konnte, gesellte sich Christoph Ziolkowski zum Erfurter Lazarett hinzu. Mit Ziolkowski, Körner & Hofmann musste Coach Fred Carroll in Essen also gleich 3 Stammkräfte ersetzen. So liefen in der Defensive mit Tim Heyter (19), Enzo Herrschaft (18) und Tilman Pfister (18) gleich 3 Youngsters auf. Und eines vornweg, sie haben ihren Job bestens erledigt. Trotz des Einsatzes der Youngster hatte Coach Fred Caroll nur 15 Feldspieler zur Verfügung. Die Voraussetzungen waren also alles andere als gut, was sich auch auf die Anreise bezog. So musste kurz vor der Abfahrt nach Essen auf Grund eines Defekts der Bus getauscht werden.

Beide Mannschaften starteten sehr verhalten in die Partie, so dass gute Torchancen zunächst Mangelware waren. Erst nach gut 7 Minuten, die Gastgeber agierten erstmals in Überzahl, kam erstmals Schwerstarbeit auf die Erfurter Defensivabteilung zu. Diese aber überstand die brenzlige Situation schadlos, auch weil die Gastgeber Riesenmöglichkeiten zum Teil schon fahrlässig vergaben. Ganz anders die Erfurter, diese sorgten mit ihren wenigen Chancen immer wieder für Gefahr vor dem Essener Tor. Die größte hatte dabei Maurice Keil, der nur am Pfosten scheiterte. Auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts vermochte es kein Team einen Treffer zu erzielen und so ging es mit einem torlosen Remis zum ersten Pausentee.

Den besseren Start in den Mittelabschnitt hatten zunächst die Gäste aus Erfurt. Gleich mehrfach hatte man die Führung auf dem Schläger, aber Goalie Cerveny hielt sein Tor u.a. gegen Sochan, Vazan und auch Fiedler sauber. Glück hatte er als Reto Schüpping, freistehend über den Puck senste und so am leeren Tor scheiterte. Nach gut 32 Minuten tankte sich Michal Vazan über die linke Seite ins Drittel der Moskitos, leider stand ausgerechnet der HSR im Weg und verhinderte so, dass Vazan zum Torabschluss kam. Im direkten Gegenzug bekam die Erfurter Defensive die Scheibe nicht konsequent genug geklärt und McLeod kam schließlich frei zum Schuss und traf zur 1:0-Führung. Keine 60 Sekunden später stand es bereits 2:0, Goalie Philip Lehr beschwerte sich zwar beim HSR über eine Goaliebehinderung, der Treffer von Neuzugang Moritz Israel aber zählte. Und es sollte noch schlimmer kommen. Denn Gerartz, für die Erfurter sowas wie der personifizierte Albtraum, erzielte das 3:0. Alle 3 Treffer fielen innerhalb von nur 89 Sekunden, im Anschluss nahm Fred Caroll eine Auszeit um sein Team wach zu rütteln. Dies schien von Erfolg gekrönt zu sein, und so kamen die Erfurter noch vor der Pause zum 1:3-Anschlusstreffer durch Kämmerer.

Im letzten Spieldrittel mussten die Erfurter dem hohen Kräfteverschleiß deutlich Tribut zollen und kamen kaum noch zu guten Möglichkeiten. Die Gastgeber versäumten es aber ihre nun vermehrt vorkommenden Überzahlmöglichkeiten besser zu nutzen. Gleich 5x mussten die Erfurter allein im letzten Abschnitt in Unterzahl agieren, zweimal sogar in doppelter Unterzahl. Die Gastgeber erzielten so noch 2 weitere Treffer durch McLeod (Powerplay) und erneut Gerartz, der zum 5:1-Endstand traf.

Am kommenden Wochenende steht nur eine Partie für die Erfurter auf dem Plan. Nach dem spielfreien Freitag geht es am Sonntag zum Ligaprimus nach Tilburg. Hier sind die Erfurter natürlich krasser Außenseiter.

Tore:
1:0 McLeod (Gerartz, Fern) 33:06
2:0 Israel (Grötzinger, Pfänder) 33:59
3:0 Gerartz (McLeod, Miglio) 34:35
3:1 Kämmerer (Vazan, Schümann) 39:47
4:1 McLeod (Israel, Pfänder / +1) 52:48
5:1 Gerartz (Miglio) 57:28

Strafen: Essen 8 (+10 Miglio) – Erfurt 14

Zuschauer: 911

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