Penaltyniederlage gegen die Indians

Stichworte: Spielbericht
24. November 2018
Am Ende der zum Teil nervenaufreibenden 65 Minuten Eishockey waren sich viele Erfurter Fans nicht so ganz sicher, was man von dem Punktgewinn halten soll. Vor dem Spiel hätte man diesen einen Punkt wohl liebend gern genommen, immerhin standen zuletzt 4 Niederlagen in der Statistik. Nach dem Spielverlauf ist dieser Punktgewinn eigentlich zu wenig. Aber es war wie schon so oft in dieser Spielzeit, die TecArt Black Dragons belohnen sich für ihre zum Teil wirklich tollen Leistungen zu selten.

Mit viel Elan starteten die Erfurter in die Partie und drängten die Gäste schnell in die Defensive. Aber erste zum Teil sehr gute Torchancen konnten zum Beispiel von Arnold, Klein oder Schüpping nicht genutzt werden. Nach gut 10 Minuten hatten die knapp 650 Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, zumindest die, die es mit den Erfurtern hielten. Aber Gästegoalie Beech verhinderte den Gegentreffer indem er das Tor aus der Verankerung riss. Folgerichtig kassierte er dafür eine Strafe, diese blieb aber seitens der Gastgeber ungenutzt, auch wenn die Gäste vom Pferdeturm das ein oder andere Mal sehr viel Glück hatten. Nach dieser Unterzahl kamen dann auch die Hannoveraner etwas besser ins Spiel, ohne sich jedoch große Chancen erarbeiten zu können. Selbst in Überzahl konnten beide Teams nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen und so ging es mit 0:0 in die erste Pause, für die Gäste durchaus glücklich.

Im Mittelabschnitt sahen die Zuschauer eine ähnliche Partie, die besseren Chancen hatten weiter die Gastgeber, aber Keil (Pfosten), Schümann, Ziolkowski oder Vazan scheiterten am besten Hannoveraner, Goalie Beech. Die Gäste versuchten derweil über Konter zum Erfolg zu kommen, aber Martin Otte-Günzler stand seinem Gegenüber Beech in nichts nach und hielt sein Tor lange Zeit sauber. Nach 35 Minuten stellten die Gäste den Spielverlauf dann etwas auf den Kopf und gingen, in Überzahl spielend, etwas überraschend mit 1:0 in Führung. Morczinietz war es letztlich, der einen Blueliner von Turnwald abfälschen und so den Führungstreffer erzielen konnte. In den folgenden Minuten konnten sich die Erfurter bei ihrem Goalie bedanken, der zweimal klasse gegen Norris und Pohanka reagierte und so den knappen Rückstand festhielt. Somit ging es mit einer knappen Gästeführung in die 2. Pause.

Im letzten Drittel hatten zunächst die Gäste mehr vom Spiel, ohne aber diese optische Überlegenheit in Torchancen ummünzen zu können. Auf der Gegenseite verzweifelten die Gastgeber fast an Beech, der immer wieder mit zum Teil unfassbaren Paraden die Führung für sein Team festhielt. Nach 46 Minuten hatte Beech dann ein weiteres Mal Glück, als der Schuss von Ziolkowski nur am Pfosten landete. Nur Sekunden später aber war es dann doch endlich soweit und die Erfurter erzielten den hochverdienten Ausgleich. Sebastian Hofmann brachte die Scheibe zum Tor der Gäste und diese strich an Freund und Feind vorbei und trudelte über die Torlinie. Dieser Treffer schien die Erfurter wieder zusätzlich zu beflügeln, aber auch nach dem Ausgleich hatte immer wieder Beech das bessere Ende für sich und die reguläre Spielzeit endete mit 1:1.

In der Overtime überstanden die Gastgeber zunächst eine Unterzahl relativ problemlos, kamen dann aber bei eigener Überzahl nicht zu klaren Möglichkeiten. Bis auf einen Schuss von Sochan blieben gute Chancen aus. Also hieß es Penaltyschießen. Auch dieses Penaltyschießen stand, wie schon das komplette Spiel ganz im Zeichen zweier überragender Goalies. Beech konnte 6 Erfurter Versuche parieren, Otte konnte leider nur deren 5 Versuche vereiteln und so nahmen die Gäste durch den Treffer von Pohanka den Zusatzpunkt mit nach Hannover.
Schon morgen müssen die Erfurter wieder ran, dann geht es am Gysenberg gegen den dort beheimateten Herner EV. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Tore:
0:1 Morczinietz (Turnwald, Bacek / +1) 34:07
1:1 Hofmann (Keil / +1) 47:55
1:2 Pohanka (entscheidender Penalty) 65:00

Strafen: Erfurt 8 – Hannover 16

Zuschauer: 625
Foto: Lars Wannemacher

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