Sieben Minuten reichen nicht

Stichworte: Spielbericht
14. Oktober 2019

Joonas Toivanen (beobachtet von Sean Fischer, dem Matchwinner des Krefeld-Spiels) traf gestern gegen Duisburg in seinem zweiten Spiel für die TecArt Black Dragons zum ersten Mal. Der Finne besetzt vorerst die zweite Kontingentstelle des verletzten Michal Vazan.

Erfurt Das unwirsche Dauergrummeln auf den Rängen war klares Indiz dafür, was die 342 Zuschauer auf dem Eis geboten bekamen: ein fürchterliches Gewürge. An dem beide Mannschaften ihren Anteil hatten, was aber nach dem laut Augenzeuge tollen, am Freitag mit 5:3 gewonnenen Spiel in Krefeld nicht das war, was man gestern von den TecArt Black Dragons gestern gegen Duisburg erwartet hatte.

Auf den Rängen wurden von den Drachenfans auch weit gereiste Gäste aus der Slowakei begrüßt. Sie wollten, so wie jede Saison einmal, ihren Michal Vazan spielen sehen. Daraus wurde aber nichts. Der Stürmer hat noch immer mit den Folgen der schweren Gehirnerschütterung zu kämpfen, die er einem selten brutalen Foul des Leipzigers Virch im Heimspiel am 6. Oktober zu verdanken hat. Sechs bis acht Wochen wird Vazan ausfallen, wobei nicht klar ist, ob diese schwere Verletzung, die zweite dieser Art in einem halben Jahr, noch weitreichendere Folgen haben wird.

Die Erfurter hatten angesichts der Verletztenmisere auf dem Transfermarkt nachgeschaut und waren fündig geworden. In Finnland. Man entschied sich unter mehreren Kandidaten für Joonas Toivanen, einen 28-jährigen, 1,87 Meter großen Angreifer, der einen befristeten Vertrag erhielt. Der Neue sollte später noch Bedeutung erlangen.

Erst in den letzten zwei Minuten trifft Erfurt

Zuvor war es allerdings nicht zum Ansehen. So ein Geschludere, so ein Fehlpassfestival auf beiden Seiten, hatten die Fans in der Kartoffelhalle lange nicht geboten bekommen. Keine Torchancen, schwache Abschlüsse, Scheibenverluste en masse, keine spielerische Struktur – es war zum Davonlaufen. In der 14. Minute hatte dann eines der beiden schwachen Teams Glück. Ein Schuss von Schirmacher fand den Weg durch die Matratzen von Torwart Martin Otte-Günzler. 55 Sekunden vor der Pausensirene hatte dann Kostourek den Ausgleich auf der Kelle, aber der Schuss zischte vorbei.

Es konnte nur besser werden. Dachten alle. Aber es wurde nicht besser. Das gleiche Bild. Bis zur 28. Minute. Schümann vertändelte den Puck im eigenen Drittel, der Duisburger Spister bedankte sich mit dem 0:2. Drittel zwei fand für die Black Dragons zudem zur Hälfte mit einem Mann weniger statt. Zum wenig überzeugenden Spiel steuerte der Referee zuweilen recht eigenartige und einseitige Entscheidungen und Strafen bei. Eine davon führte zum dritten Treffer der Füchse durch Abercrombie (34.). Das roch zwar arg nach Torraumabseits, aber alle Proteste liefen ins Leere.

Im Schlussdurchgang wieder nichts. Das gleiche gruselige Bild. Bis zur 53. Minute. Plötzlich hatte irgendwer die Stromversorgung im Erfurter Spielsystem zugeschaltet und ab ging die Post. Immer wieder rannten die Drachen nun an, scheiterten aber am eigenen Unvermögen oder am gut aufgelegten Duisburger Torhüter. Kämmerer, Weise, Keil – alle versuchten sich, keiner traf. Dann kam der finnische Drache. Joonas Toivanen schmuggelte einen Abstauber ins Füchse-Tor, nachdem Gulda und Fischer vorbereitet hatten. Alles oder nichts hieß es nun. Torwart raus. Und nur 53 Sekunden später lag die Scheibe tatsächlich wieder im Duisburger Tor. Kostourek hatte getroffen. Zu später. Was man zuvor versäumt hatte, war in den verbleibenden 41,2 Sekunden nicht mehr aufzuholen.

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