Sieg im Penaltyschießen gegen Niesky

Stichworte: Spielbericht
8. Dezember 2014

Nach nahezu 3 Jahren konnten die Black Dragons am Sonntag wieder ein Penaltyschießen für sich entscheiden. Der letzte Erfolg datiert vom 16.10.2011, seinerzeit siegten die Erfurter noch in der Messehalle 6 gegen die Icefighters Leipzig mit 3:2. Dieser Fluch konnte am Sonntag gegen die Tornados aus Niesky endlich gebrochen werden. Dabei sah es lange gar nicht nach einem Punktgewinn aus, taktisch clever agierende Gäste aus der Lausitz machten es den Black Dragons extrem schwer, aber am Ende konnten sich die Männer von Trainer Tim Donnelly und nicht unverdient zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen. So sagte Marcel Weise nach dem Spiel dann auch: „Es war das erwartet schwere Spiel, Niesky hat cleveres, einfaches Eishockey gespielt und waren taktisch hervorragend eingestellt. Ich bin stolz auf mein Team, dass wir das Spiel am Ende noch umbiegen konnten und zumindest 2 Punkte erringen konnten.“

Die Gäste aus der Lausitz agierten von Beginn an mit einer Taktik, die eher auf Defensive ausgerichtet war, blieben aber mit ihren blitzschnellen Kontern vor allem über Jankovych und Musil stets gefährlich. Einer dieser Konter brachte nach gut 5 Minuten auch die Führung. Jankovych war über die rechte Seite ins Erfurter Drittel eingedrungen, bediente den mitgelaufenen Leyva und dieser konnte Otte im Erfurter Tor mit einem verdeckten Schuss überwinden. In der Folgezeit versuchten die Gastgeber alles um diesen Rückstand zu egalisieren, hatten aber immer wieder Probleme ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Immer wieder schafften es die Lusitzer, den letzten entscheidenden Pass noch zu vereiteln. So blieb es bei den Gastgebern meist bei Weitschüssen, die eine sichere Beute von Ivonne Schröder wurden. Nach etwa 9 Minuten gab es eine Schrecksekunde für Niesky, als Nationaltorhüterin Ivonne Schröder verletzt liegen blieb und ausgewechselt werden musste. Fortan hütete Robert Handrick das Tor der Gäste, der aber ebenfalls eine tolle Leistung ablieferte. Trotz mehrerer guter Einschussmöglichkeiten blieb den Drachen im ersten Drittel ein Treffer verwehrt.

Der Mittelabschnitt begann dann so ganz nach dem Geschmack der knapp 450 Zuschauer. Gerade 35 Sekunden war das Drittel alt, als die Gäste in Unterzahl gerieten. Und diese Unterzahl sollte auch recht schnell Folgen für die Gäste haben, denn genau 27 Sekunden später zappelte der Puck hinter Handrick im Netz des Gästetores. Waren Grosch und Manske zunächst noch gescheitert konnte letztlich Nickel die Scheibe im Tor unterbringen. Dieser Treffer schien die Erfurter etwas zu beflügeln und Angriff auf Angriff rollte nun auf die Gästeabwehr zu, aber es schien wie verhext zu sein, der Puck wollte einfach nicht ins Tor. Nachdem die Gäste diese Druckphase der Gastgeber schadlos überstanden hatten bekamen nun auch sie die erste Möglichkeit im Überzahlspiel zu agieren. Und auch die Tornados zeigten, dass sie im Powerplay überaus gefährlich sind. Letztlich war es Kuhlee, der sein Team erneut in Führung schießen konnte. Dieser erneute Rückstand beflügelte nun die Gäste und Erfurts Goalie Martin Otte musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren um einen größeren Rückstand, der durchaus im Bereich des möglichen lag, zu verhindern. So gingen die Drachen auch in die 2. Pause mit einem Rückstand.

Zu Beginn des letzten Spielabschnittes agierten die Tornados, wie schon zu Beginn des Spieles, aus einer geschlossenen Defensive und machten es den Gastgebern damit immens schwer zum Zug zu kommen. Dabei blieben sie mit ihren Kontern aber immer kreuzgefährlich. Nicht zuletzt einem bestens aufgelegten Martin Otte verdankten es die Erfurter, dass sie zu diesem Zeitpunkt im Spiel blieben. In der 50. Minute fasste sich dann Enrico Manske ein Herz und zog aus halbrechter Position einfach mal ab und überraschte mit diesem Schuss Handrick im Tor der Tornados und traf so zum 2:2-Ausgleich. Aber die Lausitzer hatten auf diesen Ausgleichstreffer noch einmal die passende Antwort parat und so konnte Neumann nur 2 min später sein Team zum 3x in Führung bringen. Die Erfurter mussten nun noch einmal alles riskieren, wollte man nicht die erste Heimniederlage der Saison 2014/15 einstecken. Nach 55 Minuten wurde dieses Risiko auch belohnt. In Überzahl agierend kam der Puck zu Sergerie an die blaue Linie, der Erfurter Top-Scorer zog sofort ab, Handrick aber konnte diesen Schuss parieren. Verlor dann aber den Puck aus dem Blickfeld und dieser senkte sich hinter ihm ins eigene Netz zum erneuten Ausgleich. Dieser erneute Ausgleich mobilisierte noch einmal zusätzliche Kräfte bei den Gastgebern und man drückte nun vehement auf den Siegtreffer. Doch selbst in einer doppelten Überzahl wollte der Treffer einfach nicht fallen. Dabei hatte Niesky nun auch noch das nötige Glück und so klatschte ein Schuss von Kämmerer nur an den Pfosten. So blieb es also beim 3:3 nach regulärer Spielzeit und die Overtime musste entscheiden.

Hier wogte das Spiel hin und her mit guten Chancen auf beiden Seiten, aber beide Goalies liefen nun noch einmal zu Höchstform auf und konnten ihre jeweiligen Tore sauber halten. Dies hieß nun also Penaltyschießen. Eine Disziplin die nun wahrlich nicht unbedingt zu den Erfurter Stärken zählt. Doch diesmal sollte alles anders sein. Nachdem zunächst Manske und Jankovych ihre Versuche verwandeln konnten, traf auch Sergerie für die Gastgeber. Leyva hingegen scheiterte an Martin Otte. Nun konnte Christian Grosch den Sieg sichern, aber auch er scheiterte. Martin Otte aber hielt auch gegen Chris Neumann und so konnten sich die Black Dragons den Zusatzpunkt doch noch auf ihrem Konto gutschreiben.

Am kommenden Freitag gehen die Erfurter wieder auf Reisen, dann warten in Berlin die Akademiker auf das Team von Tim Donnelly. Spielbeginn in Berlin wird um 19:30 Uhr sein.

Tore:

0:1 Marcel Leyva (Vitezslav Jankovych, Jörg Pohling) 04:00

1:1 Andreas Nickel (Christian Grosch, Enrico Manske / +1) 20:57

1:2 Stephan Kuhlee (Robert Bartlick, Daniel Wimmer / +1) 28:08

2:2 Enrico Manske (Florian Lüsch, Adam Sergerie) 49:48

2:3 Chris Neumann (David Vatter, Richard Jandik)

3:3 Adam Sergerie (Oliver Otte, Sebastian Hofmann / +1) 54:12

4:3 Adam Sergerie (entscheidender Penalty) 65:00

Zuschauer: 431

Strafen: Erfurt 6 – Niesky 20 (+10 Wimmer)

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