Sieg im Spitzenspiel

Stichworte: Spielbericht
27. Oktober 2014

Zwei Wochen nach dem ersten Saisonduell in Leipzig stand am Sonntagnachmittag das Rückspiel zwischen dem amtierenden Meister und dem Vizemeister auf dem Plan. Wie schon vor 2 Wochen sollte auch diesmal am Ende das Heimteam die Oberhand behalten. Letztlich war der Heimsieg der Erfurter verdient und dies sahen auch beide Trainer bei der anschließenden Pressekonferenz so. Gästecoach Mannix Wolf attestierte beiden Teams ein tolles Spiel auf Augenhöhe bei dem am Ende die bessere Chancenverwertung der Gastgeber den Ausschlag für den Sieger gab. Ähnlich sah es auch Tim Donnelly. „Heute haben wieder nur Kleinigkeiten das Spiel entschieden, ich bin stolz auf meine Jungs, die sich trotz der vielen Ausfälle nicht beeindrucken ließen und das Spiel letztlich verdient gewonnen haben.“

Die Black Dragons, bei denen neben Christopher Fischer und Benjamin Zech nun auch noch Paul Klein nach seiner Verletzung in Halle auf unbestimmte Zeit ausfallen wird, machten von Beginn an deutlich, dass man gewillt war, sich für die Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Erik Reukauf, der diesmal den Vorzug gegenüber Sebastian Staudt bekommen hatte, bekam schnell gut zu tun. Die Gäste hatten zunächst einige Probleme in die Gänge zu kommen und so waren Leipziger Chancen in den Anfangsminuten rar gesät. Erst als die Gastgeber nach knapp 7 min eine Strafzeit erhielten kamen die Leipziger zu ersten guten Chancen, die jedoch eine sichere Beute von Otte wurden. Knapp 40 Sekunden später erhielten auch die Gäste eine erste Strafzeit und so ging es mit reichlich Platz im 4 gegen 4 weiter. Und diesen Platz konnten die Drachen nutzen um das erste Tor zu erzielen. Olidis, heute als Center der 2. Reihe fungierend, hatte das Bully gewonnen. Der Puck kam daraufhin zur blauen Linie von wo Sebastian Hofmann einfach mal abzog und Adam Sergerie bekam noch den Schläger dazwischen und so fand der Puck den Weg ins Leipziger Tor zur Erfurter Führung. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels erhöhten die Gäste nun den Druck, ohne sich dabei allerdings gute Chancen erarbeiten zu können, die Defensive der Gastgeber machte diesem Ansinnen immer wieder einen Strich durch die Rechnung. So blieb es bis zur ersten Pause bei der knappen Führung der Gastgeber.

Im Mittelabschnitt bot sich den knapp 730 Zuschauern ein ähnliches Bild wie in Drittel 1. Beide Teams schenkten sich weiter keinen Zentimeter Eis und so waren konstruktiv vorgetragene Angriffe eher Mangelware. Beide Goalies hatten zunächst bei den Schüssen auf ihre Tore, zumeist Weitschüsse,wenig Probleme. Selbst aus einer Überzahl konnten die Leipziger Kapital schlagen, im Gegenteil musste in dieser Überzahl gar Reukauf gegen Adam Sergerie Kopf und Kragen riskieren um ein weiteres Gegentor zu verhindern. Etwa die Hälfte der Spielzeit war abgelaufen, als sich nun den Erfurterndie große Chance bot, etwas für das eigene Torekonto tun zu können. Knapp 40 Sekunden konnten die Gastgeber zunächst in doppelter, und dann in einfacher Überzahl zu agieren. Aber diese Chance ließen die Erfurter leider ungenutzt und so kam es wie es kommen musste, in der nun folgenden Leipziger Überzahl konnten die Gäste den Ausgleich erzielen. Martin Otte konnte zunächst gegen Rau noch klären, war dann aber gegen den Nachschuss von Vrba chancenlos. Da im weiteren Verlauf des Mitteldrittels nichts mehr passierte ging es mit einem 1:1 in die letzte Pause.

Hatten die Zuschauer bisher schon ein tolles Spiel gesehen, so sollte sich dies noch einmal steigern. Das letzte Drittel war noch keine 30 Sekunden alt, als die Drachen die erneute Führung erzielen konnten. Grosch hatte diesmal das Bully gewonnen über Zurek kam die Scheibe zu Oliver Kämmerer und dieser war per Hammer von der blauen Linie erfolgreich. Die Gäste schienen nun etwas Zeit zu brauchen um diesen schnellen Rückstand zu verarbeiten, aber die Gastgeber räumten den Leipzigern diese Zeit nicht ein. Im Gegenteil, nur 3 min später war Adam Sergerie zur Stelle und markierte das 3:1 aus Erfurter Sicht. Gästecoach Mannix Wolf nahm daraufhin sein Timeout um seine Mannschaft noch einmal wach zu rütteln. Und dieser Schachzug schien zunächst zu fruchten. Denn die Gäste konnten durch Sören Breiter erneut verkürzen. Die Gastgeber blieben im nun folgenden Überzahlspiel erneut ohne Torerfolg, obwohl Chancen durchaus vorhanden waren. So ging es mit einem knappen 3:2 in die letzten 10 min. Hier wogte das Spiel nun hin und her, mit leichtem Chancenplus für die Gäste. Diese allerdings blieben ungenutzt und so war es an den Erfurtern für die Entscheidung zu sorgen. Knapp 4 min vor dem Ende nutzte Adam Sergerie eine Unsicherheit von Reukauf gnadenlos aus und traf zum 4:2. Reukauf konnte zunächst gegen Schümann noch abwehren, der Puck landete aber genau auf dem Schläger von Sergerie und dieser vollstreckte mit der Rückhand ins Dreiangel des Gästetores. Leipzig warf nun alles nach vorn und fing sich einen Erfurter Konter ein, den letztlich Felix Schümann zum 5:2 veredeln konnte. Der erneute Anschlusstreffer von Sören Breiter zum 5:3-Endstand war lediglich noch Ergebniskosmetik.

Mit diesem Erfolg konnten die Erfurter den Rückstand zum Meister aus Leipzig auf nur noch einen Punkt verkürzen. Am kommenden Freitag erwarten die Black Dragons die Schönheider Wölfe in Erfurt. Die Wölfe blieben bisher weit hinter den Erwartungen zurück und zieren momentan noch sieglos das Tabellenende der Oberliga/Ost. Spielbeginn am Freitag ist wie immer um 20:00 Uhr.

Tore:

1:0 Adam Sergerie (Sebastian Hofmann, Ryan Olidis) 06:53

1:1 Tomas Vrba (Jedrzej Kasperczyk, Daniel Rau / +1) 36:02

2:1 Oliver Kämmerer (Jan Zurek, Christian Grosch) 40:22

3:1 Adam Sergerie (Ryan Olidis, Felix Schümann) 43:26

3:2 Sören Breiter (Daniel Rau) 46:19

4:2 Adam Sergerie (Felix Schümann, Enrico Manske) 55:55

5:2 Felix Schümann (Adam Sergerie, Enrico Manske) 57:32

5:3 Sören Breiter (Damian Martin, Jedrzej Kasperczyk) 57:46

Strafen: Erfurt 10 (+10 O. Otte) – Leipzig 10

Zuschauer: 721

Sponsoren