Spiel im Mittelabschnitt entschieden

Stichworte: Spielbericht
6. Oktober 2014

So hatten sich die Black Dragons um Trainer Tim Donnelly den Saisonstart in etwa vorgestellt. Im ersten Ligaspiel der neuen Saison konnten die Tornados aus Niesky am Ende verdient mit 7:4 in die Schranken verwiesen werden. Dabei stellten sich die Gäste als der erwartet schwere Gegner heraus. „Wir wussten was auf uns zukommt, Spiele gegen die Tornados sind nie leicht. Aber wir hatten uns auf die körperbetonte Spielweise der Tornados gut eingestellt, haben den Kampf angenommen und das Spiel am Ende verdient gewonnen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“ so ein erleichterter Drachencoach, der kurzfristig noch auf Paul Klein verzichten musste und daher seine Reihen erneut umstellen musste, im Anschluss an das Spiel. Gästecoach Schwabe sagte „Unser Genickschlag waren die Unterzahlgegentore im Mittelabschnitt. Davon haben wir uns eigentlich nie richtig erholt, daher geht der Erfolg der Erfurter auch in Ordnung“.

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Gastgeber, die sich schnell ein optisches Übergewicht erspielen konnten. Fast folgerichtig kam man auch schnell zu ersten Chancen, die aber zunächst sichere Beute von Nationaltorhüterin Ivonne Schröder wurden. Nach gut 4 Minuten war es dann doch passiert. Oliver Otte wurde von Enrico Manske schön freigespielt, den Schuss von Otte konnte Schröder noch abwehren, musste den Puck aber abprallen lassen und dieser fand den Weg zu Sergerie und dieser bedankte sich mit dem Führungstreffer zum 1:0. Auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels blieben die Erfurter zunächst am Drücker versäumten es aber den Vorsprung weiter auszubauen. Und so kamen die Gäste mit fortlaufender Spielzeit besser ins Spiel. In der 10. Minute bekamen die Lausitzer ihr erstes Überzahlspiel zugesprochen und dieses nutzen die eiskalt zum Ausgleich aus. Nachdem Otte noch gegen Pohling klären konnte, war er gegen Musil chancenlos und der knappe Vorsprung war egalisiert. Es entwickelte sich fortan ein enges Spiel mit 2 Teams die absolut auf Augenhöhe agierten. Nach einem verunglückten Abwehrversuch vom Erfurter Goalie Martin Otte konnten die Gäste in der 16. Min per Unterzahltor gar in Führung gehen. Die Hausherren blieben die Antwort aber 90 Sekunden schuldig und dann besorgte Oliver Kämmerer den erneuten Ausgleich für die Erfurter. Mit diesem 2:2, welches das Spiel gut wiedergab, ging es dann auch in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt war gerade 90 Sekunden alt, als die Erfurter erneut in Unterzahl gerieten. Aber wie schon die Tornados im ersten Drittel markierten die Erfurter einen Unterzahltreffer, es sollte nicht der letzte bleiben. Adam Sergerie hatte Marcel Linke die Scheibe abgenommen und war auf und davon, er umfuhr noch das Gästetor und vollstreckte per „Altdeutschem“ zur 3:2-Führung aus Erfurter Sicht. Schrecksekunde dann in der 26. Min für die Gäste, nach einem Zusammenprall mit einem eigenen Mann musste Ivonne Schröder angeschlagen vom Eis geführt werden. Nach kurzer Behandlungspause kehrte sie aber an ihren Arbeitsplatz zurück. Etwa zur Hälfte der Spielzeit kassierte Enrico Manske eine nach einem Check gegen Becher eine Spieldauerstrafe, dies bot den Gästen nun die große Möglichkeit 5 min in Überzahl zu agieren. Aber dieser Vorteil sollte schnell nach hinten losgehen. Knapp eine Minute der Überzahl war abgelaufen, als Greulich ein folgenschwerer Abspielfehler unterlief. Drachenkapitän Christian Grosch ließ sich nicht mehr aufhalten und markierte, wie zuvor schon Sergerie, per „Altdeutschem“ das 4:2 aus Sicht der Erfurter. Aber es sollte noch schlimmer für die Gäste kommen. Nur 2 min später, immer noch in numerischer Unterzahl, fing diesmal Marcel Weise einen Pass der Tornados ab. Sein Zuspiel auf Oliver Otte veredelte dieser mit dem 3. Unterzahltreffer der Drachen zum 5:2 Zwischenstand. Daraufhin wechselte Tornados-Coach Schwabe seine Goalies und ersetzte Ivonne Schröder durch Robert Handrick. Nur kurz nach dem 5. Erfurter Treffer bot sich Jankovych die große Chance sein Team wieder ins Spiel zu bringen, aber er scheiterte aus kurzer Distanz an der Latte des Erfurter Tores und so blieb es bis zur 2. Pause beim 3-Tore-Vorsprung der Gastgeber.

Auch im letzten Drittel schlugen die Gastgeber zuerst zu, in Überzahl überraschte Christian Grosch den Goalie der Lausitzer mit einem Schlenzer ins Dreiangel zum 6:2. Spätestens mit dem 7. Treffer waren dann alle Messen gesungen. Adam Sergerie zeigte sich wieder einmal als Schlitzohr. Hinter dem Gästetor stibitzte er Pohling die Scheibe vom Schläger und netzte gegen den verdutzten Handrick zum 7:2 ein. In der Folgezeit schalteten die Gastgeber ein oder 2 Gänge zurück und so kamen die Gäste durch Treffer von Musil und Brill noch zu 2 weiteren Treffern, mehr als Ergebniskosmetik stellte dies allerdings nicht dar. Und so endete das Spiel mit einem 7:4-Heimsieg der Erfurter.

Am kommenden Wochenende empfangen die Erfurter zunächst die Akademiker von FASS Berlin in Erfurt (Freitag, 10.10.2014 um 20:00 Uhr) ehe es am Sonntag zum amtierenden Meister nach Leipzig geht (12.10.2014 um 18:00 Uhr).

Tore:

1:0 Adam Sergerie (Enrico Manske, Oliver Otte) 03:39

1:1 Mojmir Musil (Jörg Pohling, Sebastian Greulich / +1) 09:59

1:2 Vitezslav Jankovych (ohne Assist / -1) 15:30

2:2 Oliver Kämmerer (Christian Grosch, Adam Sergerie) 16:59

3:2 Adam Sergerie (ohne Assist / -1) 22:23

4:2 Christian Grosch (ohne Assist / -1) 30:50

5:2 Oliver Otte (Marcel Weise / -1) 32:08

6:2 Christian Grosch (Jan Zurek / +1) 42:53

7:2 Adam Sergerie (ohne Assist) 47:30

7:3 Mojmir Musil (Marcel Linke, Jörg Pohling / +1) 50:05

7:4 Andreas Brill (Sven Becher, Marco Noack) 55:23

Zuschauer: 341

Strafen: Erfurt 19 (+ 20 Manske) – Niesky 18

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