TecArt Black Dragons hadern mit aberkannten Tor

Stichworte: Spielbericht
21. Oktober 2018
Wenn man noch 24 Stunden nach Spielende kaum die richtigen Worte findet, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein. Immer noch fällt es schwer, das Gesehene relativ emotionslos zu beschreiben. Die harten Fakten sagen zunächst, dass die Erfurter auch nach 20 Jahren nicht gegen den EV Duisburg gewinnen können, denn am Ende stand eine knappe 2:3-Heimniederlage auf der Anzeigetafel. Wie diese Niederlage zustande kam bleibt dabei zumindest diskutabel, nicht wenige der knapp 600 Zuschauer sprachen sogar von einem Skandal. Doch der Reihe nach.

Den besseren Start in die Partie erwischten zunächst die Hausherren. Wenige Sekunden nach Spielbeginn hatte Topscorer Reto Schüpping die Führung auf dem Schläger, vermochte es aber nicht, die kleine Hartgummischeibe an Staudt vorbei im Tor der Gäste unterzubringen. In den folgenden Minuten entwickelten die Drachen enormen Druck und ließen die Duisburger mit gekonntem Forecheck kaum über die Mittelinie. Nach gut 10 Minuten verpassten es die Gastgeber ein erstes Überzahlspiel in zählbares auf der Anzeigetafel umzuwandeln. Die Gäste aus Duisburg machten es derweil besser und nutzten ihre erste numerische Überzahl gleich aus und gingen in Führung. Florian Brink saß auf dem Sünderbänkchen, als Steven Deeg per Blueliner zum 0:1 traf. Nur wenig später stockte den Erfurter Fans der Atem. Nach einem Puckverlust der Gäste im Spielaufbau schnappte sich Felix Schümann diese und startete den Gegenangriff. Allerdings wurde Schümann von Uusivirta alles Andere als regelkonform niedergestreckt. Trotz minutenlanger Behandlungspause für Schümann blieb diese Aktion für Uusivirta ohne Folgen und er sollte im weiteren Spielverlauf noch eine tragende Rolle für die Gäste einnehmen. Zunächst aber ging es mit dieser knappen Gästeführung zum ersten Mal in die Kabine.


Im Mittelabschnitt erlebten die Zuschauer eine Partie, die von gut stehenden Defensiven und glänzenden Torhüterleistungen geprägt war. Keiner der beiden Teams konnte ihre durchaus vorhandenen Tormöglichkeiten in zählbares auf der Anzeigetafel ummünzen. Egal wer es auch versuchte ob es Schüpping, Vazan, Fiedler oder Ziolkowski für die gastgebenden Erfurter war oder Deeg, Pisarik, Tegkaev oder Huebscher für die Gäste. Sie alle scheiterten spätestens bei den Goalies Philip Lehr auf der einen Seite oder seinem Gegenüber Sebastian Staudt im Tor der Gäste. So blieb es auch nach 40 gespielten Minuten bei der knappen Gästeführung aus dem ersten Spielabschnitt.

Am Spielgeschehen änderte sich auch in den ersten 10 Minuten des letzten Spielabschnittes wenig. Die Erfurter versuchten den Rückstand wett zu machen, während die Gäste versuchten mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Die Erfurter hatten dabei durchaus die besseren Chancen auf ihrer Seite, aber die Hartgummischeibe wollte zunächst einfach die Torlinie des Duisburger Tores nicht überschreiten. In der 50. Spielminute kam es dann, wie es in solchen Spielen meist kommt, die Gäste nutzten einen ihrer gefährlichen Konter zum 0:2. Bezeichnend war ausgerechnet Lasse Uusivirta der Torschütze. Wer nun aber dachte, die Erfurter würden einbrechen, der sah sich schwer getäuscht. 180 Sekunden nach dem zweiten Duisburger Treffer gelang es Oliver Kämmerer endlich eine der Chancen zu nutzen und mit einem trockenen Handgelenkschuss auf 1:2 zu verkürzen. Nur 103 Sekunden später stand die Erfurter Kartoffelhalle endgültig Kopf als Reto Schüpping den Ausgleichstreffer zum 2:2 erzielte. Vom Bully aus startete Schüpping im richtigen Moment und schob die Scheibe durch die Beine von Staudt. Die Gäste erwiesen sich allerdings als Partycrasher und wieder war es Uusivirta der in Überzahl zum 2:3 aus Erfurter Sicht traf. Vorangegangen war eine diskutable 2 Minuten Strafe für die Drachen. Die Erfurter versuchten in den letzten verbleibenden Minuten noch einmal alles, opferten sogar Goalie Lehr für einen weiteren Stürmer und wurden für dieses Risiko scheinbar belohnt. Aus dem Getümmel vor dem Tor von Staudt stocherte Vazan die Scheibe über die Linie des Tores, deutlich hinter der Torlinie kratzte Artur Tegkaev die Scheibe aus dem eigenen Tor und schob sie unter seinen Goalie. Die Erfurter unterdessen waren bereits jubelnd abgedreht, hatten dabei aber die Rechnung ohne den Schiedsrichter gemacht. Dieser nämlich verweigerte den klaren Treffer von Vazan nach Protesten der Gäste vollkommen unverständlicherweise die Anerkennung. Selbst wüste Proteste der Erfurter und deren Fans änderten nicht mehr an dieser Entscheidung und es blieb beim 2:3 aus Erfurter Sicht. Man konnte es nach der Schlusssirene den Gesichtern der Erfurter Spieler deutlich ablesen, dass man sich verschaukelt fühlte. Es änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass die Füchse die 3 Punkte mit auf die Heimfahrt nehmen konnten.

Tore:
0:1 Deeg (Pisarik, Uusivirta / +1) 13:38
0:2 Uusivirta (Pisarik, Huebscher) 50:14
1:2 Kämmerer (Vazan, Schüpping) 53:15
2:2 Schüpping (Schümann) 54:58
2:3 Uusivirta (Deeg, Tegkaev / +1) 55:29

Strafen: Erfurt 8 – Duisburg 6

Zuschauer: 526
Foto: Lars Wannemacher

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